VAG muss sich wehren – gegen Autonome

Haufen_Detail_VAGAm Dienstag, den 22.03.2016 wurde der VAG die braune Scheisse zurückgebracht, deren Verbreitung sie das letzte Jahr beinahe wöchentlich mit zu verantworten hat. An der Kundgebung unter dem Motto: „Der VAG die braune Scheisse vor die Türe schmeissen! – Keine Sonder-U-Bahnen für Nazis und RassistInnen!“, nahmen 30 Personen teil, die unmissverständlich klar machten, was sie von der Dienstleistungsmentalität der Nürnberger Verkehrsbetriebe (VAG) gegenüber Rechten, Nazis und RassistInnen halten. Die VAG behauptet gegenüber den Nürnberger Nachrichten den vor ihrer Zentrale abgelegten Haufen Scheiße übersehen zu haben und verteidigt ihr Engagement für Rassismus und Faschismus gegen die Vorwürfe von Links.

Kundgebung_Plaerrer_VAGDie Aktion begann mit einer Kundgebung am Nürnberger Plärrer. Die Rednerin der organisierten Autonomie (OA ) betonte, dass die Zahl rechter Aufmärsche erst motiviert und bestärkt durch das „Rund – um – Wohlfühlpaket für Rassisten“ von Stadt, Polizei und VAG derart eklatant in die Höhe geschnellt ist. In einem Redebeitrag der Revolutionär Organisierten Jugendaktion (ROJA) wurde skandalisiert, dass sich die VAG über schwarzfahrende Flüchtlinge beschwert und die Fahrpreise derart eklatant steigen lässt, dass sich mittellose Menschen – egal ob aus Deutschland oder nicht – Mobilität einfrach nicht mehr leisten können.
Begleitend zur Kundgebung wurden hunderte Flugblätter am Plärrer verteilt, die unter Anderem die Mitarbeiter der VAG dazu aufforderten sich nicht mitschuldig zu machen und die Mitnahme von Rassisten, Faschisten und anderen Rechten zu verweigern.

Uebergabe_VAGNach einer halben Stunde wurde die Veranstaltung aufgelöst und die Teilnehmer zogen vor den Sitz der VAG in der südlichen Fürther Strasse um dem Unternehmen einen riesigen Haufen Scheisse vor die Tür zu stellen. Gespickt mit Fähnchen auf denen beispielsweise „VAG – Kein Naziaufmarsch ohne euch!“, „Scheiss VAG!“ oder „VAG – Nazi Express!“ geschrieben stand.
Die organiserte autonomie (OA) vermittelte mit dieser Aktion, wenn in Nürnberg und Umgebung Nazis, Rassisten und Rechte aufmarschieren, dann weil ihnen von der VAG durch abgesperrte Bahnhöfe und Sonderzüge eine bequeme An- und Abreise ermöglicht wird.

Ein Service, den in diesem Umfang niemand genießen darf. Während sich das Unternehmen über Flüchtlinge ohne Fahrschein beklagt, hat es offensichtlich keine Probleme damit – unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit – ihren Mitarbeitern zuzumuten, Faschisten und Rassisten zu Sonderkonditionen zu befördern. Deshalb wurde der VAG heute die Scheisse zurückgebracht, deren Verbreitung sie mit zu verantworten haben.

Die VAG sieht sich gezwungen sich zu den Vorwürfen zu verhalten. Den Nürnberg Nachrichten gegenüber streiten sie ihren Service nicht einmal ab und bestätigen die Vorwürfe, die Verkehrsbetriebe würden Hand in Hand mit Polizei und Stadt Nürnberg Nazis, FaschistInnen und RassistInnen ihre menschenverachtende Hetze ermöglichen.

drucken | 24. März 2016 | organisierte autonomie (OA)