Besuch bei CSU zum internationalen Frauen*kampftag

Den heutigen Frauenkampftag haben wir mit einem Besuch des Nürnberger CSU-Büros begonnen…

GRENZENLOS FEMINISTISCH

Uns geht es um eine Perspektive jenseits von Grenzen. Grenzen die sich durch die sozial konstruierten, bestehenden Geschlechterverhältnisse zum Nachteil der Frauen, zeigen und nationale Außengrenzen, die durch die momentane rassistische Abschiebungspolitik, vehement verteidigt werden. Das zeigen erneut die vielen drohenden Abschiebungen nach Äthiopien und Afghanistan.

Wir haben es satt, dass CSU/CDU, AfD, andere Parteien sowie Medien, Fälle sexualisierter Gewalt instrumentalisieren, um damit rassistische Politiken zu begründen. In ihrer sonstigen Politik deutet nicht viel darauf hin, dass sie ernsthaft daran interessiert sind, sexualisierte Gewalt dort zu bekämpfen, wo sie in der absolut überwiegenden Zahl der Fälle verortet ist. Und zwar im Alltag, in Familien, zwischen Freund*innen, zwischen Kolleg*innen, in Vereinen, kurz gesagt: im sozialen Nahbereich.

CDU/CSU und AfD sind nicht in jeder Hinsicht in einen Topf zu werfen und wir hätten uns auch vor die Türen anderer Parteien oder Verbände stellen können. Beide vereint jedoch, dass sie sich – ob in Regierung oder Opposition – massiv an der Verschärfung rassistischer Gesetzgebungen beteiligen, diese regelmäßig einfordern und als einen Grund dafür angeblich von „Nicht-Deutschen“ begangene sexualisierte Gewalt heranziehen. Ein Beispiel ist die Instrumentalisierung der sexualisierten Gewalt in der Kölner Silvesternacht. Sie spielte eine massive Rolle bei den Forderungen, nordafrikanische Länder als sichere Herkunftsstaaten einzustufen und Abschiebungen bei bestimmten Straftaten zu erleichtern und massiver Hetze gegen männliche* Geflüchtete.

Der CDU/CSU geht es bei ihrer Thematisierung sexualisierter Gewalt eben nicht generell um das dringend notwendige Mitgefühl mit Betroffenen, deren Unterstützung und den gesellschaftlichen Kampf gegen Verhältnisse, welche solche Übergriffe befördern. Ihnen geht es schlicht um eine Durchsetzung rassistischer Politiken.

8. März 2017

Noch immer geht es um die Emanzipation der Frau aus den sozialen, politischen und ökonomischen Zwängen, dennoch steht der Feminismus heute vor einer anderen Ausgangslage, die sich insbesondere in den letzten Jahren mit dem weltweiten Erstarken reaktionärer Kräfte verschärft hat.

Verschärft durch einen antifeministischen-, globalen Rechtsruck, der sich zeigt im Erstarken der Alt-Right-Bewegung und dem Wahlsieg des Antifeministen Trump in den USA, dem Aufschwung der AfD in Deutschland, der Legalisierung häuslicher Gewalt in Russland, das Erstarken des Front National in Frankreich oder Erdogan – für den eine Gleichstellung der Geschlechter unnatürlich ist . Und dies sind nur einige Beispiele dafür.

Für uns als radikale Feminist*innen gilt es deshalb sich diesen reaktionären Kräften entschlossen entgegenzustellen. Wir sollten begreifen, dass jeder Schritt, den sie machen, dazu dient unsere Freiheiten einzuschränken.
Unsere Aufgabe ist ein gemeinsamer Kampf mit geflüchteten und nichtgeflüchteten Frauen gegen Antifeminist*innen und Sexisten jeder Herkunft. Wir können nur ein Ziel haben: die Abschaffung der Geschlechterverhältnisse und des Patriarchats – Grenzenlos feministisch
Sehn uns auf der Straße

Unsere Antwort – FEMINISM UNLIMITED
Kommt zur Demo: 11.3. 12:00 Uhr, Start Weißer Turm
danach Frauen* Party: 11.3. 20:00 – 04:00 Uhr, Desi

8. März Bündnis Nürnberg: http://frauenkampftagnbg.blogsport.de/

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drucken 10.März 2017 Interventionistische Linke (iL) - Nürnberg

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