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Das war das Stadtteilpicknick

[1]Für den 25.07.2017 warb die organisierte autonomie (OA) [2] und die Initiative Mietenwahnsinn stoppen [3] für ein Picknick [4] am Jamnitzerplatz in Gostenhof. Der Jamnitzer wird vielfältig genutzt, ist Ort des Austausches und des Zusammenkommens. Familien mit Kindern, älteren Mitmenschen und Jugendliche treffen sich hier, genießen das Wetter, ihr Feierabendbier oder machen Sport. Für die InvestorInnen und einige HausbesitzerInnen ist der Ort aber ein Schandfleck. Er ist ihnen zu laut und die NutzerInnen stören ihre Profitinteressen. Teure Wohnungen lassen sich eben dort besser vermieten oder verkaufen wo Gratisruhe, Zucht und Ordnung herrschen.

Der Platz soll nun in den nächsten Jahren grundlegend umstrukturiert und aufgewertet werden. Dass unser Platz anhand der Interessen von InvestorInnen und derjenigen, die ihn nicht nutzen, gestaltet wird dürfen wir nicht zulassen. Die Folgen davon, Mietsteigerungen in den umliegenden Straßen und die Verdrängung der NutzerInnen werden wir nicht akzeptieren. Wir sind der Meinung, die Plätze denen, die sie nutzen!
Mit dem Picknick wollten wir einen Ort schaffen, an dem alle die den Platz nutzen zusammenkommen und sich austauschen können.

Starker Dauerregen machte uns jedoch einen Strich durch die Rechnung. Ein Picknick war unmöglich geworden. Glücklicherweise konnte schnell eine alternative gefunden werden für alle, die trotzdem gekommen waren. Das Begegnungscafe – Begegnung statt Spaltung [5]bot uns im Stadtteilladen Schwarze Katze, an der Ecke zum Jamnitzerplatz, unterschlupf. In gemütlicher Atmosphäre genoßen alle, die zu einem Buffet aufgebauten mitgebrachten Speißen. Eröffnet wurde das Buffet mit einem Redebeitrag der OA und der Initiative Mietenwahnsinnstoppen. Bis spät in den Abend saßen GostenhoferInnen mit den Jugendlichen Flüchtlingen aus dem Begegnungscafe zusammen, tauschten sich aus, spielten Brettspiele oder Karten und lernten sich besser kennen.

Am Rande sein noch erwähnt, dass eine USK-Einheit (Sondereinheit der Polizei), die ansonsten häufig bei Prosteten gegen Pegida o.ä. auftritt, rund um den Platz positioniert war und Streifenwägen im strömenden Regen unablässig ihre Runden zogen. Fest steht, dass sie wohl kaum als BewohnerInnen des Viertels am Picknick teilnehmen wollten. Ob sie das Picknick verhindern wollten, werden wir wohl ein anderes Mal herausfinden müssen.

Keine Entscheidungen über unsere Köpfe!
Die Plätze denen, die sie nutzen!
Gemeinsam gegen Aufwertung, Ausverkauf und Verdrängung!
Unsere Häuser – unsere Parks!