Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung in Bamberg Dienstag, 29.08.2017

Dienstag, 29.08.2017

09:00 Uhr Sitzungssaal 028 EG, Synagogenplatz 1, Bamberg

Absurde Schmierenkomödie in Bamberg:

Im Rahmen von Gegenaktivitäten zu einem Aufmarsch der faschistischen Partei „III. Weg“ im Februar dieses Jahres in Würzburg kam es zu zahlreichen Festnahmen von Aktivist*innen und Genoss*innen.

Nun wird einer Genossin der Prozess gemacht: Vor einigen Wochen ist ein Strafbefehl vom AG Bamberg über 800,00 EUR angekommen indem ihr „versuchte Gefangenenbefreiung“ vorgeworfen wird. Der angebliche Angriff auf einen Polizeibeamten der in dem Text des Strafbefehl steht, ist komischerweise nicht mal Gegenstand des Verfahrens. Sie soll einen Polizeibeamten, dessen Name drei verschiedene Schreibweisen aufweist, mit „Schwung umgeworfen haben, sodass dieser rücklings zu Boden gegangen ist und unter dem Gefangenen zum liegen kam“. Die „versuchte Befreiung“ konnte nur durch vier(!) weitere BFE Beamten verhindert werden, die im Verfahren allesamt als Zeugen geladen sind.

Die Cops sind sich also mal wieder für nichts zu blöd. Deshalb rufen wir euch dazu auf, die Genossin in Bamberg zu unterstützen. Zeigt euch solidarisch und besucht den Prozess.

Ja, Bamberg ist nicht die nächste Hausnummer. Nein, das ist kein Grund daheim zu bleiben. Besonders in kleinen Städten haben unsere Genoss*innen schwer zu kämpfen. Besonders hier versuchen die Repressionsbehörden Druck aufzubauen und jeglichen Aktivismus durch Kriminalisierung im Keim zu ersticken. Doch egal welches Kaff, wir stehen gemeinsam in unseren Kämpfen für eine bessere Welt.

Deshalb setzen wir am 29.08 gemeinsam ein Zeichen und sind mit unserer Genossin im Verfahren. Getroffen hat es eine – gemeint sind wir alle!

drucken | 6. August 2017 | Rote Hilfe - OG Nürnberg