SEEBRÜCKE – Schafft sichere Häfen – auch in Nürnberg

Wir rufen auf zum Block der SEEBRÜCKE auf der Demo zum Heimatministerium der Kampagne „Widerständiges Bayern“ am 06. Oktober um 14 Uhr, Aufseßplatz Nürnberg.

Statt Grenzen dicht zu machen, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen!
Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und AktivistInnen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.
In Nürnberg schwammen schon Puppen in orangefarbenen Rettungswesten in der Pegnitz, um auf das Sterben im Mittelmeer hinzuweisen. Als IL benannten wir mit anderen Gruppen die „Söderbucht“ um in „Kapitän-Reisch-Bucht“ (Kapitän der „Lifeline“).
Als nächstes wollen wir alle gemeinsam auf die Straße.

Die Kampagne „Widerständiges Bayern“ will am 06. Oktober gegen die Politik des Rechtsrucks im Allgemeinen und der CSU im Besonderen zum Söder´schen Heimatministerium demonstrieren. Bei Anlass und Ziel der Demo finden wir die SEEBRÜCKE-Bewegung genau richtig aufgehoben.
Die CSU ist es, die aus ‚Angst‘ vor dem Abwandern ihres rechten Wählerklientels zur AfD mit ihrer Hetze zur Vergiftung des politischen Klimas beiträgt. Dass es ohnehin die CSU ist, die seit Jahren den restriktiven Kurs Bayerns gegenüber Geflüchteten und Migranten bestimmt, gerät da fast ins Vergessen. Nicht zuletzt ist es die von Bayern maßgeblich mitgeprägte Politik Deutschlands in der EU, die für das sinnlose, ineffektive und inhumane System der Verteilung nach der Dublin-Regel verantwortlich ist. U.a. das Festhalten an diesem System veranlasst Staaten wie Italien an ihrem restriktiven Kurs festzuhalten.
Die Mehrheiten in Bayern können wir so schnell nicht ändern.
Aber die Stadt Nürnberg könnte etwas vera?ndern. Nürnberg kann dem Beispiel von Sta?dten wie Barcelona oder Berlin folgen und sich zum sicheren Hafen fu?r Flu?chtlinge erkla?ren. Diese großartige Idee des sicheren Hafens, wozu auch die Idee einer Solidarity City, einer Solidarischen Stadt, geho?rt, ist unser Ausdruck der praktischen Umsetzung von Menschenrechten, von Solidarita?t, von Aufrichtigkeit. Und welche Stadt wäre dafür besser geeignet, als Nürnberg, die sich als Stadt der Menschenrechte bezeichnet?

drucken | 23. September 2018 | Interventionistische Linke (iL) - Nürnberg