Metroproletan – Archiv & Bibliothek

Metroproletan LogoDas Archiv „Metroproletan“ wurde im September 1990 gegründet, als das selbstverwaltete Kommunikationszentrum KOMM noch als Ort linker Gegenkultur existierte und noch nicht in ein Mainstream-Kulturprojekt umgewandelt worden war. Das „Metroproletan“ wollte jedoch von Anfang an mehr sein als die „KOMM-Hausbibliothek“. Neben dem Sammeln und Archivieren linker Literatur, Zeitschriften und Dokumenten wurden und werden Diskussionen, Lesungen und Ausstellungen veranstaltet (u.a. mit Johannes Agnoli, Nanni Balestrini, Peter Decker, Jutta Ditfurth, Thomas Ebermann, Jürgen Elsässer, Geronimo, Uwe Hiksch, Bobby Kurz, Jakob Moneta, Lutz Schulenburg, Jörg Wollenberg, Peter Paul Zahl). Darüberhinaus organisiert das „Metroproletan“ gemeinsam mit dem Literaturladen Libresso seit 1996 auch die alljährlich in Nürnberg stattfindende „Linke Literaturmesse“. Das „Metroproletan“ (oder auch einfach „das Archiv“ – so wie „der Club“) versteht sich als Ort linker Gegenöffentlichkeit, das Informationen gegen den Zeitgeist, gegen Zensur, Geschichtsrevisionismus und Medienmanipulation liefert. Es geht darum, Raum für alternative Gedanken und Diskussionen Metroproletan Artikel„gegen den Strom“ und die uniformierten Massenmedien zu schaffen. Wir wollen die Geschichte widerständiger Theorien und Aktivitäten bewahren, – als subversives Potential in einer zunehmend eindimensionalen Gesellschaft. Eine unzensierte, breitgefächerte Sammlung an linker Literatur – von Nachschlagewerken und Zeitschriften über Klassiker und Belletristik bis hin zu Broschüren und Flugblättern – spricht ein breitgefächertes Publikum an, das vor allem eines gemeinsam hat: Den Willen nicht alles zu glauben, was die öffentlichen Medien vorplappern. Das Archiv versteht sich als richtungsübergreifendes linkes Projekt und kooperiert daher mit allen Gruppen „links der Grünen“. Folgerichtig stellen wir unseren Veranstaltungsraum strömungsübergreifend linken Gruppen zur Verfügung, – ein Angebot schon für viele Soli-Parties, Lesungen, Filmvorführungen und Veranstaltungen genutzt wurde und wird. Im Zuge der Domestizierung des ‚KOMM’ durch Abschaffung der Selbstverwaltung und seiner Umwandlung in das Touristen- und Yuppi-gerechte ‚K4’ wurde der Mietvertrag des Archivs zum Jahresende ´97 gekündigt. Wie alle Gruppen, die nicht mehr ins bereinigte Künstlerhaus-Konzept passten, standen wir zunächst ohne Geld und ohne Räume da. Durch viel Eigeninitiative, kollektives Renovieren und materielle Unterstützung unserer Mitglieder konnten wir ab Sommer ´97 unsere inzwischen über 7000 Bücher in der Eberhardshofstr.11 (Hinterhaus) wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Archiv ist seitdem wieder jeden Donnerstag zwischen 19.00 und 22.00 Uhr geöffnet. JedeR kann gegen die einmalige Zahlung von 15 Euro Mitglied werden und Bücher aus der Bibliothek ausleihen, – oder noch besser: für 6 Euro im Monat Födermitglied werden, die Verbreitung kritischer Gedanken vorantreiben und eine persönliche Einladung zum alljährlichen Sommerfest in roter Gostenhofer Hinterhausidylle erhalten!

Öffnungszeiten:
Donnerstag 19 Uhr bis 22 Uhr

Kontakt:
Archiv & Bibliothek Metroproletan
Eberhardshofstraße 11 HH
90429 Nürnberg
eMail: metroproletan-archiv [at] web.de