USA: under attack…
Tag X Nürnberg

USA under attack…
Die USA unter Feuer…

Am 11.9. 01 wurden in den USA mehrere Flugzeuge entführt. Zwei der entführten Passagiermaschinen wurden gezielt in das World Trade Center gelenkt und brachten es zum Einsturz, ein weiteres Flugzeug wurde in das Pentagon gestürzt, eine Maschine stürzte aus unklaren Gründen auf freiem Feld ab. Die Weltmacht USA wurde ins Herz getroffen! Mit dem World Trade Center wurde das Symbol des globalen Kapitalismus schlechthin zerstört. Das „Verteidigungsministerium“ – Pentagon wurde schwer beschädigt und nicht zuletzt erlebte die USA ein grausames Kriegsszenario auf eigenem Boden. Tausende wurden beim Absturz der Passagiermaschienen getötet, starben in den Flammen, wurden unter Trümmern der Gebäude begraben oder verletzt geborgen und in Krankenhäuser gebracht.
Unmittelbar nach den Anschlägen setzte sich der Propagandaapparat der herrschenden Klasse in Bewegung. TV-Sender, Rundfunkanstalten und Printmedien war sofort klar, dass die wichtigste Frage nur lauten konnte: „Wer hat das getan?“, und die richtige Antwort nur „Wir kriegen ihn!“. Die Schuldigen waren sofort ausgemacht und werden bis heute ohne jeden Beweis der Öffentlichkeit präsentiert. Täglich werden uns seitdem die Opfer präsentiert, wird das Leiden ihrer Angehörigen gezeigt und uns Trauer von jenen verordnet, die sonst angesichts der Opfer ihrer Wirtschaftsordnung und Kriegspolitik von Kolateralschäden sprechen. Die gesamte Bevölkerung soll auf offen propagierte ökonomische und militärische „Gegenschläge“ – auf einen Kreuzzug und Krieg eingeschworen werden. Zur Diskussion steht lediglich Ort, Ausmaß und Zeit des neuen imperialistischen Krieges. Nicht  ur Debatte stehen, der weitere Abbau der bürgerlichen Rechte und der Ausbau des Repressionsapparats. Nicht mit uns! Wir weigern uns in das Kriegshorn der herrschende Klasse zu blasen und stellen als erste Frage nicht die, nach dem „Wer?“, sondern jene nach dem: „Warum?“

Warum wird im Zeitalter der Globalisierung und der schönen neuen Weltordnung ein solcher Anschlag, ein solcher Gewaltakt begangen?

Wir leben in der Zeit des globalen Kapitalismus, im Zeitalter einer angeblich neuen Weltordnung doch neu ist diese Ordnung nicht. Es ist die Ordnung des Kapitals, die Ordnung der Konzerne, Multis und Banken. Eine Ordnung in der alles und jede/r, die gesamte Welt den Profitinteressen des Kapitals untergeordnet wird. Es ist eine imperialistische Ordnung, die einen Teil der Welt kolonisierte und bis heute zur totalen Ausplünderung freigegeben hat. Ausbeutung, Armut, Unterdrückung, Elend, Hunger und Kriege sind Folge einer untrennbar mit dieser Ordnung verbundenen Realität. Es ist eine Ordnung die für die Mehrheit der Weltbevölkerung alltäglich Gewalt bedeutet.
Nach Innen und Aussen immer wieder aufs neue durchgesetzt, wird diese, gegen die objektiven Interessen der Mehrheit gerichtete, kapitalistische Ordnung von den imperialistischen Metropolenstaaten ihren Wirtschafts-, Militärbündnissen und Handlangern in aller Welt. Sie sind es, die die weltweite Ausbeutung von Menschen, Rohstoffen und Absatzmärkten durch ihren Gewaltapparat garantieren.
Wo es Kapitalinteressen durchzusetzen gilt ist diesen sogenannten westlichen Zivilisationen jedes Mittel recht. Hierzu nur einige Beispiele: Diktaturen wurden und werden unterstützt in Chile, El Salvador, Afrika und in Asien. Kriege mit hunderttausenden von Opfern wurden gegen Vietnam, Nicaragua, Grenada, Libyen, den Irak und Jugoslawien geführt. Cuba soll durch eine Wirtschaftsblockade ausgehungert und dazu gezwungen werden, sich erneut der Ausplünderung durch die Konzerne zu öffnen. In Kolumbien und Mexiko wird der Terror gegen die Bevölkerung wie der Kampf gegen linke Guerillas finanziert. Der Krieg der „Gotteskrieger“ in Afghanistan wurde ebenso finanziell und militärisch unterstützt wie lateinamerikanische Todesschwadronen und der Krieg des Irak gegen den Iran. In Afrika werden weiße RassistInnen gefördert und immer wieder wird auch das türkische Regime bei der Vernichtung seiner GegnerInnen unterstützt, die Kette der Beispiele ließe sich unendlich fortsetzen. Das angesichts dieser weltweiten Gewaltordnung Widerspruch und Widerstand nicht ausbleiben kann ist klar, sie bringt ihn täglich aufs neue hervor. Einerseits kämpft da die radikale Linke, für eine Überwindung dieser Verhältnisse, für Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung, für eine Weiterentwicklung der Gesellschaftsordnung, hin zu einer Welt die alle Fesseln der Vergangenheit abgeworfen hat, die aus Menschen unterdrückte und erniedrigte Wesen machen. Auf der anderen Seite geraten in den letzten Jahren jedoch auch andere in Widerspruch zu jener Weltordnung. Die wachsende Aggressivität und Rücksichtslosigkeit mit der die imperialistischen Metropolen heute die globale Ausbeutung von Mensch und Rohstoffen betreiben mobilisiert auch Kräfte, deren Kampf perspektivisch nicht nach vorne weist, die durch die kapitalistische Entwicklung zum Untergang verdammt sind. Gemeint sind jene, die die bis dato bestehenden Verhältnisse einschließlich ihrer Privilegien verteidigen bzw. in Abschottung und einem Zurück in die Vergangenheit ihr Heil suchen. So kämpfen im Weltmaßstab die NationalistInnen kleinerer Staaten für ihre nationalen Interessen, das nationale Kapital vieler Länder gegen seinen Niedergang, die Mittelklasse gegen ihren ökonomischen Abstieg und religiöse Gruppierungen gegen die mit der Globalisierung einhergehende Vernichtung ihrer Tradition und Kultur.

Die Anschläge in den USA sind ein Gegenschlag der durch die vernichtende Entwicklungslogik des Kapitals zum Untergang Verurteilten. Mit ihnen ist die brutale und nackte Gewalt, der kapitalistischen Globalisierung und imperialen Politik, an ihren Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Der Krieg ist also lediglich zurückgekehrt in die Straßen der Metropolen des Kapitals. Dahin zurückgekehrt wo er nach Auffassung der Herrschenden vorerst nichts zu suchen hat. Zurückgetragen wurde er, ohne dass bis heute die genauen Täter ermittelt sind, wohl aus den Reihen islamistischer „Gotteskrieger“. Zurückgetragen wurde der Krieg also von jenen, deren blutiger Terror gegen die afghanischen KommunistInnen und die Sowjetunion, einst von den USA und ihren europäischen Verbündeten gezielt unterstützt wurde. Sie, die Metropolen des Kapitals sind es gewesen die jene ausgebildet und mit Waffenlieferungen hochgerüstet haben. Die sogenannten westlichen Zivilisationen des Kapitals haben ihren Terror und Krieg in verschiedenen Ländern instrumentalisiert und finanziert. Sie haben jene in Afghanistan an die Macht getragen und sie schließlich in einem völlig zerstörten Land sich selbst überlassen. Sie sind es, die für tausende Opfer des afghanischen Bürgerkriegs und die Opfer jener Taliban Regierung verantwortlich sind. Sie haben den Terror gegen die afghanischen Frauen mit einem Schulterzucken hingenommen. Sie sind es, die auch heute noch die islamistische Opposition in Libyen unterstützen und das Saudi Arabische wie das Kuwaitische Regime zu ihren Verbündeten in der Region zählen. Sie die Konzerne, Banken und imperialistischen Zentren sind es auch die letztendlich verantwortlich dafür sind, dass der Krieg der in den LŠndern der sogenannten dritten Welt zum Alltag gehört, nun mit so blutiger Gewalt, durch ihre ehemaligen, im Stich gelassenen, Partner und deren Widerstand, an seinen Ursprungsort zurückgekehrt ist. Eine entsprechende Einsicht ist jedoch von ihnen mit Sicherheit nicht zu erwarten.

Aggressiv nach Aussen und Innen, instrumentalisieren die Herrschenden heute die Opfer von New York für ihre Interessen und Ziele.

Ihre Macht und Unangreifbarkeit hat durch die Ereignisse in New York Risse bekommen, die Börsen beben und die Profite der kapitalistischen Wirtschaft fahren erstmal in den Keller. Jene die heute weltweit die Opfer stündlich in Sondersendungen präsentieren, sind die selben denen ansonsten die Opfer der eigenen Politik allenfalls einen Nebensatz auf den hinteren Seiten der Tageszeitungen wert sind. Sie mobilisieren heute zur Trauer, um diese für ihre Ziele zu mißbrauchen. Die Gesellschaft soll sich für die Revanche für die kommenden imperialistischen Kriegseinsätze hinter ihren Armeen formieren. Die Regierung der USA will nicht einfach Rache, sie will zuschlagen, um ihre Macht als selbsternannter Weltpolizist – als international agierender Kampfverband zur Durchsetzung kapitalistischer Interessen zu zementieren. Die Bundesregierung will sich an militärischen Schlägen beteiligen: „… Solidarität … schließt auch Militäreinsätze ein!“ meint Bundeskanzler Schröder und will damit, nach dem Golf- und Serbienkrieg eine weitere Hürde auf dem Weg eigenständiger globaler deutscher Kriegspolitik nehmen. Die Kapitalistischen Metropolen stehen heute fest zusammen. Kein Wunder wird doch in Sondersendungen der Fernsehanstalten in Nebensätzen bereits die Eroberung von Ölquellen thematisiert und in Aussicht gestellt. Und auch andere versuchen die Situation für ihre Interessen zu nutzen: Die russische Regierung rechtfertigt ihren Tschetschenienkrieg mit den Opfern von New York und die israelische Regierung ließ ihre Truppen unmittelbar nach den Anschlägen in palästinensische Gebiete vorrücken. Neben den Kriegsvorbereitungen sollen unter dem Stichwort „Innere Sicherheit“ die Opfer von New York auch für den weiteren Ausbau des Repressionsapparates in den USA und Europa herhalten. Personell und finanziell sollen in der BRD die Geheimdienste und der Verfassungsschutz hochgerüstet werden. Otto Schily fordert den Einsatz der Bundeswehr im Inneren, die rassistischen Ausländergesetze sollen weiter verschärft werden und ganz selbstverständlich wird die Einschränkung von bürgerlichen Rechten in Aussicht gestellt. Um die Opfer des in die Metropolen zurückgekehrten Krieges wird von den Herrschenden nicht wirklich getrauert. Sie trauern um verlorengegangene Profite, um die Symbole ihrer Allmacht und den Verlust der weltweiten Kontrolle. Wer, wann und wo Krieg zu führen hat wollen sie auch weiterhin exklusiv bestimmen. Nach Aussen und Innen zielt ihre Politik deshalb heute darauf ab, mit eben jenem Terror den sie so wortreich verurteilen ihre absolute Herrschaft, die Herrschaft des Kapitals erneut festzuschreiben und alles was sich zukünftig an Widerspruch regen könnte soll erstickt und ausgelöscht werden.

Wirkliche Trauer und Betroffenheit umfasst die Millionen Opfer, die von dieser Weltordnung des globalen Kapitalismus und ihrem Terror hervorgebracht werden und ist nur in der absoluten Distanz zu den Herrschenden, ihrer Politik, ihren Zielen und Staatsapparaten ihren Kriegsvorbereitungen und ihrer Ordnung möglich. Wir sprechen den Herrschenden, jenen weltweit Verantwortlichen, jedes Recht auf „Reaktion“ auf Kriegerische Akte und Repression ab. Jede Aktion der imperialistischen Staaten und ihrer Verbündeten dient einzig dazu ihre Herrschaft, die bestehende Terrorordnung der Kapitalistischen Verhältnisse abzusichern und zu verewigen.

Trauer und Betroffenheit über die Millionen Opfer dieser Weltordnung müssen sich endlich in Wut wandeln, in Wut gegen jenes System der organisierten Unmenschlichkeit dass die Verantwortung trägt für eine Welt in der der Profit alles und der Mensch des Menschen größter Feind ist. Wir müssen darüber hinausgehend, die Mitarbeit verweigern, uns ihrer Ordnung aus Gewalt und Herrschaft entgegenstellen, müssen aufbrechen, die imperialistischen Kriegspolitik und dem Ausbau ihrer Repressionsapparate bekämpfen, müssen den Widerstand organisieren. Wir müssen endlich den Kampf beginnen, Schluß machen mit dem weltweiten Terror des Kapitalismus und gemeinsam den Weg frei Räumen für eine Perspektive, für eine Gesellschaft jenseits der bestehenden Ordnung.

Kampf der politisch-militärischen Aggression nach Aussen und Innen

Kämpft mit uns gegen imperialistischen Krieg, gegen Überwachung Kontrolle und Repression

Kämpft mit uns gegen die Ausplünderung des Trikonts, gegen ökonomische und militärische Erpressung

Setzten wir unsere Internationale Solidarität gegen den globalen Kapitalismus

Kämpfen gemeinsam für die Soziale Revolution – Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung

Treffpunkt im Kriegsfall 17.00 Uhr Lorenzkirche, Nürnberg

organisierte autonomie

drucken | 24. September 2001 | organisierte autonomie (OA)

Zum 11. September:

Die USA unter Feuer
Am 11.9.01 wurden in den USA mehrere Flugzeuge entführt. Zwei der entführten Passagiermaschinen wurden gezielt in das World Trade Center gelenkt und brachten es zum Einsturz, ein weiteres Flugzeug wurde in das Pentagon gestürzt, eine Maschine stürzte aus unklaren Gründen auf freiem Feld ab. Die Weltmacht USA wurde ins Herz getroffen! Mit dem World Trade Center wurde das Symbol des globalen Kapitalismus schlechthin zerstört, Das „Verteidigungsministerium“-Pentagon wurde schwer beschädigt und nicht zuletzt erlebte die USA ein grausames Kriegsszenario auf eigenem Boden. Tausende wurden beim Absturz der Passagiermaschinen getötet, starben in den Flammen wurden unter Trümmern der Gebäude begraben oder verletzt geborgen und in Krankenhäuse gebracht. Unmittelbar nach den Anschlägen setzte sich der Propagandaapparatder herrschenden Klasse in Bewwegung.TV-Sender Rundfunkanstalten und Printmedien war sofort klar, dass die wichtigste frage nur lauten konnte: „Wer hat das getan?“, und die richtige Antwort nur „Wir kriegen Ihn!“. Die Schuldigen waren sofort ausgemacht und werden bis heute ohne jeden Beweis der Öffentlichkeit präsentiert. Täglich werden uns seitdem die Opfer präsentiert, wird das Leiden ihrer Angehörigengezeigt und uns trauer von jenen verordnet,die sonsz angesichts der Oofer ihrer Wirtschaftsordnung und Kriegspolitik von Kolateralschäden sprechen. Die gesamte Bevölkerung soll auf offen propagierte ökonomische und militärische „Gegenschläge“ – auf einen Kreuzzug und Krieg eingeschworen werden. Zur diskussion steht lediglich der Ort, Ausmaß und Zeit des neuen imperialistischen Krieges. Nicht zur Debatte stehen, der weitere Abbau der bürgerlichen Rechte und der Ausbau des Repressionsapparats. Nicht mit uns! Wir weigern uns in das Kriegshorn der herrschenden Klasse zu blasen und stellen als erste Frage nicht die , nach dem „Wer?“, sondern jene nach dem „Warum?“.

Warum wird im Zeitalter der Globalisierung und der schönen neuen Weltordnung ein solcher Anschlag, ein solcher Gewaltakt begangen?

Wir leben in der Zeit des globalen Kapitalismus, im Zeitalter einer angeblich neuen Weltordnung, doch neu ist diese Ordnung nicht. Es ist die Ordnung des Kapitals, die Ordnung der Konzerne, Multis und Den Banken. Eine Ordnung in der alles und jede/r, die gesamte Welt den Profitinteressen des Kapitals untergeordnet wird. es ist eine imperialistische Ordnung, die einen Teil der Welt kolonsierte und bis heute zur totalen Ausplünderung freigegeben hat.Ausbeutung, Armut, Unterdrückung, Elend, Hunger und Kriege sind Folge einer untrennbar mit dieser Ordnung verbundenen Realität.Es ist eine Ordnung, die für die Mehrheit der Weltbevölkerung alltäglich Gewalt bedeutet.
Nach Innenund Aussen immer wieder aufs Neue durchgesetzt, wird diese, gegen die objektiven Interessen der Mehrheit gerichtete, kapitalistische Ordnung von den imperialistischen Metropolenstaaten, ihren Wirtschafts-, Militärbündnissen und Handlangern in aller Welt. Sie sinds es, die die weltweite Ausbeutung von Menschen, Rohstoffen und Absatzmärkten durch ihre Gewaltapparat garantieren. Wo es Kapitalinteressen durchzusetzen gilt ist diesen sogenannten westlichen Zivilisationen jedes Mittel recht. Hierzu nur einige Beispiele: Diktaturen wurden und werden unterstützt in Chile, El Salvador, Afrika, und in Asien. Kriege mit hunderttausenden von Opfern wurden gegen Vietnam, Nicaragua, Grenada, Libyen, den Irak und jugoslawien geführt. Cuba soll durch eine Wirtschaftsblokade ausgehungert und dazu gezwungen werden, sich erneut der Ausplünderung durch die Konzerne zu öffnen. In Kolumbien und Mexiko wird der Terror gegen die Bevölkerung wie der Kampf gegen linke Guerillas finanziert. Der Krieg der „Gotteskrieger“ in Afghanistan wurde ebenso finanziell und militärisch unterstützt wie lateinamerikanische Todesschwadronen und der Krieg des Iraks gegen den Iran. In Afrika werden wiße RassistInnen gefördert und immer wieder wird auch das türkischeRegime bei der Vernichtung seiner GegnerInnen unterstützt, die kette der Beispiele ließe sich unendlich fortsetzen.
Das angesichts dieser weltweiten Gewaltordnung Widerspruch und Widerstand nicht ausbleiben kann ist klar, sie bringt ihn täglich aufs Neue hervor. Einerseits kämpft da die radikale Linke, für eine Überwindung dieser Verhältniss, für Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung, für eine Weiterentwicklung der Gesellschaftsordnung, hin zu einer Welt die alle Fesseln der Vergangeheit abgeworfen hat, die aus Menschen unterdrückte und erniedrigte Wesen machen. Auf der anderen Seite geraten in den letzten Jahren jedoch auch andere in Widerspruch zu jener Weltordnung. Die wachsende Aggressivität und Rücksichtslosigkeit mit der die imperialistischen Metropolen heute die globale Ausbeutung von Mensch und Rohstoffen betreiben mobilisiert auch Kräfte, deren Kampf perspektivisch nicht nach vorne weist, die durch die kapitalistische Entwicklung zum Untergang verdammt sind. Gemeint sind jene, die bis dato bestehende Verhältnisse einschließlich ihrer Privilegien verteidigen bzw. in Abschottung und einem Zurück in die Vergangenheit ihr Heil suchen. so kämpfen im Weltmaßstab die NationalistInnen kleinerer Staaten für ihre nationalen Interessen, das nationale Kapital vieler Länder gegen seinen Niedergang, die Mittelklasse gegen ihre ökonomischen Abstieg und religiöse Gruppierungen gegen die mit der Globalisierung einhergehende Vernichtung ihrer Tradition und Kultur.

Die Anschläge in den USA sind ein Gegenschlag der durch die vernichtende Entwicklungslogik des Kapitals zum Untergang Verurteilten. Mit ihnen ist die brutale und nackte Gewalt der kapitalistischen Globalisierung und imperialen Politik an ihren Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Der Krieg ist also lediglich zurückgekehrt in die Straßen der Metropolen des Kapitals. Dahin zurückgekehrt, wo er nach Auffassung der Herschenden vorerst nichts zu suchen hat. Zurückgetragen wurde er, ohne dass bis heute die genauen Täter ermittelt sind, wohl aus den Reihen islamistischer „Gotteskrieger“. Zurückgetragen wurde der Krieg also von jenen, deren blutiger terror gegen die afghanischen KommunistInnen und die Sowjetunion, einst von den USA und ihren europäischen Verbündeten gezielt unterstützt wurde. Sie, die Metropolen des Kapitals sind es gewesen, die jene ausgebildet und mit Waffenlieferungen hochgerüstet haben. Die sogenannten westlichen Zivilisationen des Kapitals haben ihren terror und Krieg in verschiedenen Ländern instrumentalisiert und finanziert. Sie haben jene in Afghanistan an die Macht getragen und sie schließlich in einem völlig zerstörten Land sich selbst überlassen. Sie sind es, die für tausende Opfer des afghanischen Bürgerkriegs und die Opfer jener Talibanregierung verantwortlich sind. Sie haben den Terror gegen die afghanischen Frauen mit einem Schulterzucken hingenommen. Sie sind es, die auch heute noch die islamistisch Opposition Libyen unterstützen und das saudi-arabische und kuwaitische Regime zu ihren verbündeten in der Region zählen. Sie, die Banken, Konzerne und imperialistischen Zentren sind es auch, die letztendlich verantwortlich dafür sind, dass der Krieg, der in den Ländern der sogenannten dritten Welt zum Alltag gehört, nun mit so blutiger Gewalt durch ihre ehemaligen, im Stich gelasenen, Partner und deren Widerstand an seine Ursprungsort zurückgekehrt ist. Eine entsprechende Einsicht ist jedoch von ihnen mit Sicherheit nicht zu erwarten.

Aggressiv nach Aussen und Innen, instrumentalisieren die Herrschenden heute die Opfer von New York für ihre Interessen und Ziele

Ihre Macht und Unangreifbarkeit hat durch die Ereignisse in New York Risse bekommen, die Börsen beben und die Profite der kapitalistischen Wirtschaft fahren erstmal in den Keller. Jene, die heute weltweit die Opfer stündlich in Sondersendungen präsentieren, sind die selben, denen ansonsten die Opfer der eigenen Politik allenfalls einen Nebensatz auf den hinteren Seiten der Tageszeitungen wert sind. Sie mobilisieren heute zu Trauer, um diese für ihre Ziele zu missbrauchen. Die Gesellschaft soll sich für die Revanche, für die kommenden imperialistischen Kriegseinsätze hinter ihren Armeen formieren.
Die Regierung der USA will nicht einfach Rache, sie will zuschlagen, um ihre Macht als selbsternannter Weltpolizist – als international agierender Kampfverband zur Durchsetzung kapitalistischer Interessen zu zementieren. Die Bundesregierung will sich an Militärschlägen beteiligen: „……..Solidarität….schließt auch Militäreinsätze ein!“ meint Bundeskanzler Schröder und will damit, nach dem Golf- und Serbienkrieg eine weitere Hürde auf dem Weg eigenständiger globaler deutscher Kriegspolitik nehmen. Die kapitalistischen Metropolen stehen heute fest zusammen. Kein Wunder, wird doch in Sondersendungen der Fernsehanstalten in Nebensätzen bereits die Eroberung von Ölquellen thematisiert und in Aussicht gestellt.
Und auch andere versuchen die Situation für ihre Interessen zu nutzen: die russische Regierung rechtfertigt ihren Tschetschenienkrieg mit den Opfern von New York und die israelische Regierung ließ ihre Truppen unmittelbar nach den Anschlägen in palästinensische Gebiete vorrücken.
Neben den Kriegsvorbereitungen sollen unter dem Stichwort „Innere Sicherheit“ die Opfer von New York auch für den weiteren Ausbau des Repressionsapparates in den USA und Europa herhalten. Personell und finanziell sollen in der BRD die Geheimdienste und der Verfassungsschutz hochgerüstet werden.
Otto Schilly fordert den Einsatz der Bundeswehr im Inneren, die rassistischen Ausländergesetze sollen weiter verschärft werden und ganz selbstverständlich wird die Einschränkung von bürgerlichen Rechten in Aussicht gestellt.
Um die Opfer des in die Metropolen zurückgekehrten Krieges wird von den Herrschenden nicht wirklich getrauert. Sie trauern um verloren gegangene Profite, um die Symbole ihrer Allmacht und den Verlust der weltweiten Kontrolle. Wer, wann und wo Krieg zu führen hat wollen sie auch weiterhin exklusiv bestimmen.
Nach Aussen und Innen zielt ihre Politik deshalb heute darauf ab, mit eben jenem Terror den sie so wortreich verurteilen ihre absolute Herrschaft, die Herrschaft des Kapitals, erneut festzuschreiben und alles was sich zukünftig an Widerspruch regen könnte, soll erstickt und ausgelöscht werden.

Wirkliche Trauer und Betroffenheit umfasst die Millionen Opfer, die von dieser Weltordnung des globalen Kapitalismus und ihrem Terror hervorgebracht werden und ist nur in der absoluten Distanz zu den Herrschenden, ihrer Politik, ihren Zielen und Staatsapparaten, ihren Kriegsvorbereitungen und ihrer Ordnung möglich. Wir sprechen den Herrschenden, jenen weltweit Verantwortlichen, jedes Recht auf „Reaktion“, auf kriegerische Akte und Repression ab. Jede Aktion der imperialistischen Staaten und ihrer Verbündeten dient einzig dazu, ihre Herrschaft, die bestehende Terrorordnung der kapitalistischen Verhältnisse, abzusichern und zu verewigen.

Trauer und Betroffenheit über die Millionen Opfer dieser Weltordnung müssen sich endlich in Wut wandeln, in Wut gegen jenes System der organisierten Unmenschlichkeit, das die Verantwortung trägt für eine Welt, in der Profit alles und der Mensch des Menschen größter Feind ist. Wir müssen, darüber hinausgehend, die Mitarbeit verweigern, uns ihrer Ordnung aus Gewalt und Herrschaft entgegenstellen, müssen aufbrechen, die imperialistische Kriegspolitik und den Ausbau ihrer Repressionsapparate bekämpfen, müssen den Widerstand organisieren. Wir müssen endlich den Kampf beginnen, Schluß machen mit dem weltweiten Terror des Kapitalismus und gemeinsam den Weg frei räumen für eine Perspektive, für eine Gesellschaft jenseits der bestehenden Ordnung.

Kampf der politisch-militärischen Aggression nach Innen und Aussen
Kämpft mit uns gegen imperialistischen Krieg, gegen Überwachung, Kontrolle und Repression
Kämpft mit uns gegen die Ausplünderung des Trikonts, gegen ökonomische und militärische Erpressung
Setzen wir auf unsere internationale Solidarität gegen den globalen Kapitalismus

Kämpfen wir gemeinsam für die Soziale Revolution – Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung

drucken | 20. September 2001 | organisierte autonomie (OA)

Berlusconi und die CSU kommen

Berlusconi und die CSU kommen nach Nürnberg!
Bereiten wir ihnen gemeinsam einen heißen Empfang!

Hallo Genossen und Genossinnen.
Wie sicherlich schon zu euch durchgedrungen ist, hat die CSU den italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi zu ihrem Parteitag Mitte Oktober nach Nürnberg eingeladen. Berlusconi ist mit seiner Regierung seit dem, gegen kapitalistische Globalisierung gerichteten, Aufstand in Genua in den Schlagzeilen. Für EU-Verhältnisse allzu offensichtlich, gingen seine Polizei genannten, paramilitärischen Schlägertrupps gegen alle DemonstrantInnen ohne Ansehen der einzelnen Person vor. Die Einladung an ihn, die vom bayrischen CSU-Ministerpräsidenten Stoiber bereits vor den Ereignissen von Genua ausgesprochen wurde, ist jedoch nicht nur deshalb eine Provokation. Wer dieser Regierungschef und seine Regierung ist, wurde in der Medienberichterstattung vor und nach Genua gezielt außen vorgelassen.

Wer ist dieser Berlusconi, wie setzt sich seine Regierung zusammen und wer oder was steht hinter ihnen?

Einige Fakten und Daten:

  • Berlusconi war/ist? Mitglied in der Führungsgruppe, der von Altfaschisten, ehemaligen SS-Angehörigen in Zusammenarbeit mit der CIA und Nato gegründeten Putschistenloge Propaganda due (P2). Erklärtes Ziel der P2 war/ist die Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung in Italien und die Errichtung eines Regimes faschistischer Prägung
  • Berlusconi ist ein Großkapitalist. Sein Vermögen beträgt ca. 60 Milliarden DM, erworben hat er diese nicht, wie er behauptet, auf seinem Weg vom Kreuzfahrtschiff- Entertainer nach oben, er erhielt sie von der P2 und jenen Teilen des Kapitals die diese finanzierten
  • Berlusconi ist ein Medienzar der mit Hilfe seiner Fernsehsender an die Macht kam und das Land regiert. Drei führende private Fernsehsender besitzt er und 40% aller weiteren italienischen Medien
  • Berlusconi ist heute Chef der Forza Italia, der rechtsextremen populistischen Regierungspartei, die er mit Hilfe von Managern seiner Finanzholding autokratisch führt
  • Berlusconi ist Chef einer Koalitionsregierung an der, neben der Forza Italia, die rassistische Lega Nord, die faschistische Alleanza Nazionale und zwei christdemokratische Sekten beteiligt sind

Rechtsextremisten und Faschisten sind heute in Europa wieder Regierungsfähig.

Im Zeitalter kapitalistischer Globalisierung wächst zusammen was zusammen gehört. Der Kapitalismus kennt längst keine Grenzen mehr, er organisiert die Ausbeutung von Menschen und Natürlichen Ressourcen weltweit. Bündnisse zwischen Staaten werden geschlossen, um im globalen Konkurrenzkampf die Interessen verschiedener Fraktionen des multinationalen Kapitals durchzusetzen. Wo bürgerliche Parteien jedoch nicht in der Lage sind die Interessen der Konzerne nach Innen und Außen rücksichtslos durchzusetzen, stehen, gezielt herangezüchtete, Rechtsextremisten, Populisten und Faschisten bereit die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Da ein offen faschistisches Regime heute in Kerneuropa jedoch nicht auf der Tagesordnung steht, stehen Rechtsextreme und Faschisten erstmals an der Spitze sogenannter Republiken. In der Türkei ist die faschistische MHP (Graue Wölfe) an der Regierung beteiligt. In Österreich regiert eine Koalition aus Konservativen und Haiders Rechtsextremisten und in Italien eben eine Koalitionsregierung unter Silvio Berlusconi in der konservativen Christdemokraten nur noch die Rolle des geduldeten Deckmäntelchens zufällt.

In der BRD, einem der stabilsten kapitalistischen Staaten ist es jedoch längst nicht so weit, allzu gut erfüllen die sogenannten Volksparteien bis heute ihren Job.

Die Umstrukturierung der gesamten Gesellschaft im Interesse des Kapitals wird gezielt vorangetrieben. Der Klassenkampf von oben nimmt zu. Während die Löhne sinken, steigt die Arbeitshetze ständig. Der sogenannte Sozialstaat wird gezielt zerschlagen und soziale Absicherung immer mehr zur Privatsache. Ohne Absicherung sind viele gezwungen zu immer mieseren Löhnen zu arbeiten. Durch die entfachte Standortdebatte werden nationalistische Tendenzen mit dem Ziel gefördert einen Klassenübergreifenden Konsens herzustellen. Gleichzeitig wird von allen Parteien versucht die faschistische Vergangenheit abzustreifen und einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Schritt um Schritt wird die militärische Intervention, sprich Krieg, wieder zum Mittel deutscher Außenpolitik gemacht. Ständig erneuerte rassistische Sondergesetze beschränken den Zuzug von ImmigrantInnen auf ein vom Kapital verwertbares Maß. Repression schallt es uns des weiteren seit Jahren aus dem Chor der Parteien entgegen, vorsorglich mensch weiß ja nie, Gendateien, Kameras an jeder Ecke, Reiseverbote für Demonstranten und vieles mehr……
Rechtsextremisten und Faschisten ist derzeit in diesem Land einzig eine Randrolle zugedacht. Sie verleihen durch ihre Existenz den anderen Parteien und ihrem Treiben demokratische Legitimation. Ihre Kampagnen sollen den Boden für immer neue Schweinereien bereiten, wo sie zu stark werden, eigene Interessen entwickeln und diese offensiv vertreten werden sie, wie im Moment die NPD, mit staatlichen Mitteln bekämpft.

Die Rolle der CSU am äußersten rechten Rand der sogenannten Volksparteien

„Rechts von uns gibt es nur den Abgrund“ sagte der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß und legte damit die Funktion die seine Partei bis heute im bundesrepublikanischen Volksparteiengefüge spielt fest. Nicht nur aus Wahltaktischen Gründen öffnete die CSU die eigenen Reihen immer wieder für rechtsextremes Gedankengut. Der CSU kommt die Rolle des Voreiters zu, gilt es undenkbares denkbar zu machen. Sozialraub, Innenstadtsäuberung, nationalistische Hetze, staatlicher Rassismus, Krieg, Diskriminierung von Frauen, Repression, Videoüberwachung etc. – Tabubrüche werden gezielt eingesetzt um die Interessen des Kapitals gesellschaftsfähig zu machen. Was  im CSU regierten Bayern erst einmal möglich geworden ist setzt sich früher oder später auch im Rest der Republik durch.
Die CSU ist eine absolut kapitalhörige, zutiefst nationalistische, rassistische, am rechten Rand des gesellschaftsfähigen bundesdeutschen Parteiengefüges angesiedelte Partei.
Der CSU kommt deshalb natürlich auch die Aufgabe zu rechtsextreme und faschistische Regierungen befreundeter Länder hoffähig zu machen. In den Siebzigern hatten sie z.B. blendende Kontakte zu den chilenischen Faschisten unter Pinochet, in den Achtzigern zur südafrikanischen Regierung und zu allen Lateinamerikanischen Diktaturen und heute natürlich auch zu den in Amt und Würden stehenden europäischen Rechtsextremen und Faschisten. Selbstverständlich arbeitet die bayrische Landesregierung unter Stoiber mit der österreichischen Regierung zusammen und die CSU versichert dem österreichischen Regierungschef ihre Unterstützung, genauso selbstverständlich wird nun auch der italienische Regierungschef und Rechtsextremist Berlusconi eingeladen.

Berlusconi und die CSU kommen nach Nürnberg – bereiten wir ihnen einen heißen Empfang

Wir sind wie viele andere in dieser Stadt nicht bereit diese Provokation hinzunehmen. Wir wollen den CSU-Parteitag nicht haben und erst recht nicht mit einem Besucher wie Berlusconi.

Wir fordern euch deshalb auf, im Oktober nach Nürnberg zu kommen und der neuen europäischen, Rechts-Rechtsextrem Koalition, mit uns zusammen einen heißen Empfang zu bereiten.
Die Vorbereitung in Nürnberg werden wir in Absprache mit anderen übernehmen. Aufrufe, Plakate etc. sind ab Mitte September fertig. Wenn ihr euch an den Vorbereitungen in Nürnberg beteiligen wollt, über den Stand der Dinge informiert werden wollt, oder Aufrufe Plakate bestellen möchtet ereicht ihr uns auf folgenden Wegen.

Organisierte Autonomie
c/o Libresso
Bauerngasse 14
90443 Nürnberg
Fax: 0911/2726027
email: antifa.nuernberg@gmx.net

Ansonsten gilt selbstverständlich, bereitet euch in euren Städten vor, allen Gruppen und Organisationen steht es offen mit eigenen Aufrufen nach Nürnberg zu mobilisieren und kommt massenhaft!

  • Zeigen wir der CSU und Berlusconi das wir nicht bereit sind ihre Herrschaft im Sinne des multinationalen Kapitals zu akzeptieren
  • Präsentieren wir Berlusconi die Rechnung für den faschistoiden Polizeieinsatz in Genua!
  • Gegen CSU, Forza Italia, Staat und Kapital kämpfen wir international
  • Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung
  • Für die Soziale Revolution

organisierte autonomie – 12.08.2001

drucken | 12. August 2001 | organisierte autonomie (OA)

Wunsiedel: Naziaufmarsch verhindern!

Am 18. August 2001 Heß-Gedenkmarsch in Wunsiedel!

Am 18.8. wollen Alt- und Neonazis in Wunsiedel (Oberfranken / Bayern) wieder ihren Gedenkmarsch für Rudolf Heß stattfinden lassen. Die Demo wurde für 1500 Leute angemeldet. Wenn es ihnen gelingt, den Aufmarsch durchzusetzen, bekommen wir damit eine staatlich geprüfte Gedenkstätte für die Nazis. Wir treffen uns zur Gegendemo am gleichen Tag, gleiche Zeit (nachmittags), gleicher Ort!

Antifaschistische Gruppe Bayreuth / Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg / Kurdistan-Solidarität Bayreuth / Organisierte Autonomie Nürnberg / Pension Ost Nürnberg

drucken | 6. August 2001 | Pension Ost

Nürnberg: Pressemitteilung: Zum „Tag des polit. Gefangenen“

Nürnberg, den 17.03.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)


Pressemitteilung/An alle Medien

Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am heutigen Samstag in Nürnberg an einer Kundgebung zum Aktionstag für die „Freiheit der politischen Gefangenen und zur Solidarität mit dem Hungerstreik in der Türkei“

Das Schwerpunktthema der Veranstaltung war die Solidarität mit dem weiterhin andauernden Hungerstreik der politischen Gefangenen in der Türkei. In der Türkei gibt es über 10.000 politische Gefangene. Seit 149 Tagen befinden sich fast 2000 Gefangene im Hungerstreik, mehrere hundert davon im sog. Todesfasten, um gegen die Einführung von Isolationszellen zu protestieren. Trotz der Stürmung der Gefängnisse am 19. Dezember durch das türkische Militär, bei der mindestens 28 Gefangene ermordet wurden, dauert der Hungerstreik unvermindert an.

Ein Rechtsanwalt aus dem Rechtsbüro des Volkes in der Türkei schilderte die Situtation der politischen Gefangenen in den Isolationszellen und Gefängnissen der Türkei. 15 Menschen stehen aufgrund ihres inzwischen 149tägigen Todesfastens kurz vor dem Tod. Ein Ex-Gefangener aus der Türkei berichtete über die vom türkischen Staat angerichteten Massaker an den politischen Gefangenen im Dezember 2000. Folter, Zwangsernährung und die Verlegung in Isolationszellen dauern weiterhin an. Er kritisierte das repressive Vorgehen der türkischen Regierung, die freie Meinungsäusserungen verbietet und zudem Nachrichtensperre über die Geschehnissen in den Gefängnissen und den damit verbundenen Kämpfen verhängt hat.

Neben kulturellen Beiträgen von Group BORAN, türkischen/kurdischen Folkloregruppen, der Linksradikalen Liedertafel und vorgetragenen Gedichten konnten sich PassantInnen über Infostände und Ausstellungstafeln über die Menschenrechtsverletzungen an politischen Gefangenen in der Türkei, im Iran und anderen Ländern informieren.

Das „Bündnis für Internationale Solidarität“, will als Organisatorin der Kundgebung auf die Situation politischer Gefangener weltweit aufmerksam machen. Seit Dezember 2000 informiert das Bündnis kontinuierlich über Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen die Situation in der Türkei. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 18. März, des Internationalen Aktionstages für die Freiheit der politischen Gefangenen statt. Dieser Tag wurde bereits in den 20er Jahren zur Solidarität mit den politischen Gefangenen hier und in aller Welt ins Leben gerufen und Mitte der 90er Jahre neu belebt. Seither finden wieder alljährlich Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionen zum Thema am 18. März statt.


organisierte autonomie (OA) Nürnberg
im „Bündnis für internationale Solidarität Nürnberg“

drucken | 17. März 2001 | organisierte autonomie (OA)

Nürnberg: Kundgebung am 17.März zur „Solidarität mit den politischen Gefangenen“

Nürnberg, den 15.03.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien

Kundgebung zum Aktionstag für die „Freiheit der politischen Gefangenen und zur Solidarität mit dem Hungerstreik in der Türkei“

Samstag, 17. März 2001, 11.30 Uhr, Lorenzkirche, Nürnberg

Mit Redebeiträgen (u.a. von einem Rechtsanwalt aus dem Rechtsbüro des Volkes in der Türkei, einem Ex-Gefangenen aus der Türkei, dem Bündnis für Internationale Solidarität, der Gefangenenhilfsorganisation Libertad!), kulturellen Beiträgen (Grup BORAN und türkischen/kurdischen Folkloregruppen, Gedichten), Infoständen, Ausstellungstafeln

Das „Bündnis für Internationale Solidarität“ veranstaltet am kommenden Samstag ab 11.30 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Für die Freiheit der politischen Gefangenen! Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Türkei“.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des 18. März, des Internationalen Aktionstages für die Freiheit der politischen Gefangenen statt. Dieser Tag wurde bereits in den 20er Jahren zur Solidarität mit den politischen Gefangenen hier und in aller Welt ins Leben gerufen und Mitte der 90er Jahre neu belebt. Seither finden wieder alljährlich Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionen zum Thema am 18. März statt.

Das Schwerpunktthema der Veranstaltung hier in Nürnberg ist die Solidarität mit dem weiterhin andauernden Hungerstreik der politischen Gefangenen in der Türkei. Seit über 140 Tagen befinden sich dort fast 2000 Gefangene im Hungerstreik, mehrere hundert davon im sog. Todesfasten, um gegen die Einführung von Isolationszellen zu protestieren. Trotz der Stürmung der Gefängnisse am 19. Dezember durch das türkische Militär, bei der mindestens 28 Gefangene ermordet wurden, dauert der Hungerstreik unvermindert an.

Wir rufen hiermit alle fortschrittlichen Menschen dazu auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen, um zusammen Widerstand gegen Isolationsfolter, Unterdrückung und Staatsterrorismus zu leisten und unsere Solidarität mit den politischen Gefangenen in der Türkei, in der BRD und weltweit auszurücken.


organisierte autonomie (OA) Nürnberg im „Bündnis für internationale Solidarität Nürnberg“

drucken | 15. März 2001 | organisierte autonomie (OA)

Nürnberg: RZ-Informationsveranstaltung am 14.3.

Nürnberg, den 11.03.2001

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Medien- und Pressemitteilung

Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Geschichte und Politik der Revolutionären Zellen/Rote Zora

am Mittwoch, den 14.03.2001, 19.30 Uhr, Desi (Brückenstr. 23) Nürnberg

mit Klaus Viehmann (ehemals Bewegung 2. Juni)
und Stefan Wisniewski (ehemals RAF)

Im Anschluss: RZ mt. Maos Rache: BarDJing mit explosivem Sound und feurigen
Cocktails
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drucken | 11. März 2001 | organisierte autonomie (OA)

Pressemitteilung: Solidarität mit den politischen Gefangenen in der Türkei

Nürnberg, den 03.02.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien

250 türkische und deutsche Menschen solidarisieren sich mit Hungerstreikenden politischen Gefangenen in der Türkei
.

Am heutigen Samstag demonstrierten in Nürnberg rund 250 Menschen gegen das im Dezember stattgefundene Massaker türkischer Militärs gegen die sich im Hungersteik und Todesfasten befindenden politischen Gefangenen in der Türkei. (mehr …)

drucken | 3. Februar 2001 | Revolutionär organisierte Jugendaktion

Nürnberg: Infoveranstaltung und Demonstration

Nürnberg, den 29.01.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien


Solidarität mit dem Hungerstreik und dem Todesfasten der politischen Gefangenen in der Türkei

Informationsveranstaltung am 02.02.01 um 20.00 Uhr im K4 (Ex-KOMM) in Nürnberg

Bayernweite Demonstration am 03.02.01 in Nürnberg (Auftakt: 12.00 Uhr, Lorenzkirche)

Unter dem Motto „Menschenrechte in der Türkei und die Situation der pol. Gefangenen“ veranstaltet die KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen am Freitag, den 2.2.01 eine Informationsveranstaltung im K4 (Ex-KOMM) in Nürnberg. Dabei werden Evrim Baba (MdA der PDS, Türkeidelegationsteilnehmerin im Dezember), Martin Glasenapp (medico international), Gülseren Yoleri (Rechtsanwältin, Menschenrechtsverein der Türkei IHD), Günther Wagner (amnesty international), Christian Arndt (Pfarrer, Türkeidelegationsteilnehmer im Januar) und Hatice Toraman (Angehörige und Mitglied der „Samstagsmütter“) ihre Erfahrungen aus der Türkei schildern. (mehr …)

drucken | 29. Januar 2001 | organisierte autonomie (OA)

Nürnberg: Polizei provoziert bei bürgerlicher Demo

Nürnberg, den 20.01.01

Autonome Jugend Antifa, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien


4000 Leute auf Schülerdemonstration gegen Rechtsradikalismus, 14 Festnahmen bei grundlosem Vorgehen der Polizei.

Unter dem Motto „Stop, wir fordern Zivilcourage. Schüler gegen Rechtsradikalismus“ demonstrierten heute 4000 zumeist junge Menschen. Schon zu Beginn der Demonstration provozierte die Polizei, weil sie einige Transparente nicht zulassen wollte. Lautstark zog die Demonstration von der Straße der Menschenrechte zum Weißen Turm. Dort wurde ein Teil der DemonstrantInnen von der Polizei brutal eingekesselt und in eine Seitenstraße gedrängt , dabei kam es zu einem Handgemenge mit der Polizei. 14 Personen wurden ohne ersichtlichen Grund festgenommen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Polizei diese dem autonomen Spektrum zurechnete und ihnen somit das Recht zu demonstrieren absprechen. (mehr …)

drucken | 20. Januar 2001 | Autonome Jugendantifa

Nürnberg: Demonstration und Brandanschlag

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung vom 20.12.00 mit der Bitte um Veröffentlichung

200 Menschen protestieren gegen die faschistischen Übergriffe des türkischen Militärs und solidarisieren sich mit den hungerstreikenden politischen Gefangenen in türkischen Gefängnissen.

Brandanschlag auf das türkische Konsulat in Nürnberg in der Nacht zum 20.12.2000 ohne Sachschaden

Hallo,

Heute Nachmittag gingen in Nürnberg über 200 Menschen auf die Straße, um gegen die faschistischen Übergriffe des türkischen Militärs gegen die politischen Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen zu protestieren. Mehr als 200 deutsche und türkische Linke solidarisierten sich mit den politischen Gefangenen in den türkischen Gefängnissen. Sie unterstützten damit die Forderungen der Hungerstreikenden nach Abschaffung der Isolationszellen. Die DemonstrantInnen zogen von Gostenhof über den Aufsessplatz bis vor das türkische Konsulat in der Regensburger Strasse.

Das türkische Militär betreibt seit 19.12.00 eine militärische Offensive gegen die gefangenen Hungerstreikenden in allen türkischen Gefängnissen. Diesem Massaker sind inzwischen 60 Menschen zum Opfer gefallen. Die europäischen Regierungen unternehmen nichts gegen dieses faschistische Vorgehen der türkischen Regierung. Die bürgerlichen Medien schweigen das Thema tot.

Am 20. Oktober traten die ersten politischen Gefangenen in einen Hungerstreik, um gegen die bevorstehende Einführung von Isolationszellen zu protestieren. Mittlerweile befinden sich tausende politische Gefangene im unbefristeten Hungerstreik. Die türkische Regierung zeigt bis heute keine Bereitschaft, den Forderungen nach Abschaffung der F-Typ Isolationszellen nachzukommen.

In der Nacht zum 20.12.00 verübten Unbekannte aus Protest gegen den militärischen Angriff auf die Gefangenen in der Türkei einen Brandanschlag auf das türkische Konsulat in Nürnberg, bei dem jedoch kein Sachschaden entstand.

„Wir fordern die Öffentlichkeit auf, gegen die Aktionen des türkischen Regimes zu protestieren. Die Aktionen des türkischen Militärs und der türkischen Regierung zeigen, welche Verhältnisse in der Türkei herrschen. Das ist Faschismus, der von westlichen Regierungen wie der BRD massiv militärisch und wirtschaftlich unterstützt wird. Dagegen protestieren wir!“ so Kristine Herrmann von der Organisierten Autonomie.

Für das Bündnis, Organisierte Autonomie Nürnberg

drucken | 20. Dezember 2000 | organisierte autonomie (OA)

Pressemitteilung: Solidaritätsdemo

Nürnberg, den 14.12.00
Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90 443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

An alle Medien

Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung

Solidaritätsdemonstration mit den hungerstreikenden politischen Gefangenen in türkischen Gefängnissen.

Montag, 18.12.2000, 17 Uhr, Lorenzkirche, Nürnberg
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drucken | 14. Dezember 2000 | organisierte autonomie (OA)

Was war los

25.06.1983
Anlässlich des Besuches vom US-Vizepräsidenten Bush und des Nato-Doppelbeschluss, ruft die "Friedensbewegung" zu einer Demonstration auf, der 25.000 Menschen folgen. Autonome Gruppen und Anti-Imperialistische Gruppen rufen zu eigenständigen Protesten auf. Dabei werden rund 1.000 Demonstranten von SEK-Kommandos aufgehalten und zerschlagen. Es kommt zu über 60 schwer verletzten, 138 festgenommenen und 50 verurteilten Demonstranten.

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