zusammen auf die Strasse …

Eine gute Ausbildung ist laut Umfragen das wichtigste Lebensziel der deutschen Bevölkerung. Kein Wunder, hängt doch die Existenz vom Einkommen ab. Und die meisten Menschen müssen für ihr Einkommen arbeiten. Dazu müssen sie auf dem Arbeitsmarkt einen Kapitalisten finden, der ihre Arbeitskraft kauft. Eine gute Ausbildung erhöht zweifellos die Chancen auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren zu können. Deshalb ist es für die meisten Jugendlichen nach der Schule wichtig, eine Ausbildung zu beginnen.
Das Problem ist nur, es fehlen etwa 300.000 Ausbildungsplätze. Seltsamerweise behaupten Bundesregierung und Wirtschaft, sie betreiben ein erfolgreiches Programm mit dem Namen „Ausbildungspakt“. Das werden die vielen Tausend Jugendlichen, für die im Moment kein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht, wahrscheinlich anders sehen.


Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Doch selbst die, die eine Ausbildung beginnen konnten, leben natürlich nicht im Schlaraffenland. Für sie beginnt erstmal der normale Arbeitsalltag. Sie werden von Schülerinnen und Schülern zu Lohnarbeitern, also Menschen, die ihre Arbeitskraft dafür zur Verfügung stellen, damit ein Unternehmen sein Kapital vermehren kann. Für die Kapitalisten bieten die Auszubildenden Arbeitskraft zum Schnäppchenpreis. Der Lohn für Azubis beträgt im Schnitt zwei bis fünf Euro die Stunde, wovon man natürlich kein erfülltes Leben finanzieren kann.
In der Ausbildung geht es in erster Linie darum, dass junge Menschen Fähigkeiten erlernen die dem ausbildenden Betrieb nutzen und zu Arbeiterinnen und Arbeitern diszipliniert werden. Sehr früh aufstehen um dann stundenlang für ein paar Euro die Stunde zu schuften und das alles für das Profitinteresse der Unternehmen, dass muss den meisten Menschen erst eingetrichtert werden. Als Drohmittel gegenüber Auszubildenden, die sich nicht sofort in dieses Schema einfügen, gibt es arbeitsrechtliche Maßnahmen, von Abmahnungen bis hin zur Entlassung. Das schlechte Angebot von Ausbildungsplätzen sorgt dafür, dass sich viele Azubis Einiges gefallen lassen, um ihre Ausbildung zu Ende bringen zu können. Eine Situation die sich auch nach der Ausbildung fortsetzt. Denn die Lohnabhängigen stehen insgesamt unter erheblichem Druck. Ihre Existenz im Kapitalismus ist prekär, das heißt unsicher.

Existenzielle Fragen

Bekommen wir morgen einen Ausbildungsplatz? Werden wir danach übernommen oder muß ich wegen Hartz IV weiter bei meinen Eltern leben? Haben wir morgen noch einen Job, von dem wir leben können? Müssen wir bald noch länger arbeiten – und für weniger Lohn? Langt das ALG II noch bis zum Monatsende? Was ist, wenn wir krank werden? Wie sieht es aus, wenn wir einmal nicht mehr arbeiten können?
Zum Normalzustand der ArbeiterInnen und Auszubildenden im Kapitalismus gehören Unsicherheit und Mangel – das wurde in den letzten Jahren auch in der BRD immer deutlicher.
Rechte, die von der ArbeiterInnenbewegung in der Vergangenheit erstritten wurden, stehen plötzlich in Frage oder werden gerade abgeschafft. Arbeitsverträge sind zunehmend zeitlich befristet, der Kündigungsschutz wird abgebaut und von den ArbeiterInnen wird Flexibilität gefordert.
Was früher als „Normalarbeitsverhältnis“ bekannt war, also mit sozialer Absicherung verbundene Vollzeitjobs, wird immer mehr zur Ausnahme.
Unsichere Arbeitsverhältnisse sind in vielfältigen Formen zur Lebensgrundlage einer wachsenden Bevölkerungsschicht geworden. Millionen müssen in Mini-Jobs ihre Arbeitskraft verkaufen. Hunderttausende werden in Ein-Euro-Jobs dienstverpflichtet. Ehemalige Erwerbslose können sich in sogenannten Ich-AGs selbst ausbeuten und es so dem Staat ermöglichen, die soziale Verantwortung auf die Individuen abzuwälzen.Mit den Hartz-Gesetzen gilt jede Arbeit als zumutbar.
Die Angst arbeitslos zu werden und vor dem damit verbundenen sozialen Abstieg in die Hartz IV-Existenz unter der Armutsgrenze wird von den KapitalistInnen gezielt eingesetzt, Beschäftigte zu immer neuen Zugeständnissen zu erpressen. Dabei wird auf Konkurrenz, Angst und Entsolidarisierung gesetzt.
Die Menschen spüren, dass im Kapitalismus nur die eine Daseinsberechtigung haben, die am Markt teilnehmen können. Alle, die nicht zur Erwirtschaftung von Profit beitragen können oder wollen, alle die nicht konsumieren können, werden als Überflüssige behandelt. Das ist der Zweck des Menschen im Kapitalismus: Er ist das Objekt totaler Verwertung.

Klassenkampf von unten – das ist unsere Antwort auf ihre Politik

Die Reaktionen auf den Klassenkampf von oben fallen heute allerdings noch viel zu schwach aus.
Das ohnehin stark eingeschränkte Streikrecht mit seinem Verbot von politischen Streiks muß überwunden werden. Wir müssen das trügerische System der Sozialpartnerschaft und ihrer entsolidarisierenden Standortpolitik entlarven.
Sozialpartnerschaft verschleiert die grundsätzlich unterschiedlichen Interessen von Lohnabhängigen auf der einen Seite und KapitalistInnen auf der anderen.
Einziges Interesse der Kapitalisten und ihrer politischen Vertreter ist, dass wir profitabel für sie arbeiten. Wie es uns dabei geht interressiert sie nur dann, wenn ihre Profite dadurch gefährdet werden. Anstatt uns mit den Interessen der AusbeuterInnen zu identifizieren, müssen wir gemeinsam für unsere Interessen kämpfen. Denn gesellschaftliche Befreiung ist mit diesem Staat und seinen tragenden Säulen bestimmt nicht zu machen.
Wenn wir uns auf Identifikation und Bündnisse mit den Herrschenden einlassen haben wir schon verloren.

Der Kampf um Befreiung ist international…

Die Herrschenden sehen uns am liebsten in Konkurrenz, im Kampf aller gegen alle: Standort gegen Standort, Erwerbstätige gegen Erwerbslose, Leute mit deutschem Pass gegen MigrantInnen, Männer gegen Frauen usw.
Sich gegenseitig zu unterbieten kann für uns Lohnabhängige keine Lösung sein. Das Denken in Standortgrenzen führt zu Ausgrenzung und Spaltung und schwächt den Kampf für unsere gemeinsamen Interessen.
Unser Ausweg aus diesem irrwitzigen Spiel kann nur der Ausbau kämpferischer Solidarität aller Ausgebeuteten und Unterdrückten über alle Grenzen hinweg sein.
Nur wenn wir überwinden, was uns künstlich trennt, wenn wir der neoliberalen Markttheologie und ihren Forderungen an uns eine vollständige Absage erteilen, werden wir die Profitwirtschaft und ihre mörderischen Begleiterscheinungen beseitigen.
Dieses Wirtschaftssystem geht bekanntlich über Leichen. Wer nicht verwertbar ist oder nicht konsumiert, hat in den meisten Gegenden der Erde noch nicht einmal das Recht zu überleben. Die Herrschenden lassen für ihre Interessen morden – im Kleinen oder in jahrelangen Kriegen.
Die vielen Menschen, die für ihre Interessen eintreten, miteinander zu vernetzen und den Widerstand zu verbreitern, sind Ansätze revolutionärer Organisierung. Die öffentliche Diskussion inhaltlicher Standpunkte und gesellschaftspolitischer Ziele, das gemeinsame Herausarbeiten strategischen Vorgehens und der Aufbau autonomer Entscheidungsstrukturen sind Voraussetzung dafür, ein Klassenbewusstsein zu schaffen. Wir müssen uns dort zusammenschließen, wo wir sind: am Arbeitsplatz und in den Arbeitsagenturen, in den Stadtteilen, Schulen und Hochschulen, unabhängig von herrschenden gesellschaftlichen Strukturen und unseren Widerstand vernetzen. Und natürlich müssen wir zeigen, dass wir uns etwas Besseres vorstellen als die bestehende Weltordnung.

Was wir wollen? : Alles für alle!
Wir kämpfen für eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.
Eine Gesellschaft, in der kollektiv entschieden wird, was produziert wird – und wie. In der die Produktionsmittel, Bildungseinrichtungen und aller Reichtum in den Händen aller sind und kollektiv verwaltet werden.
Eine Gesellschaft, in der also die Produktion an den Bedürfnissen und Wünschen aller Menschen ausgerichtet ist. In der die Einzelnen nicht ihren Daseinszweck im Malochen für den Profit anderer finden müssen oder als „Kostenfaktoren“ und „Überflüssige“ ausgegrenzt werden.
Auf dem Weg dorthin müssen wir freilich erstrittene Rechte verteidigen und uns so viel wie möglich von dem nehmen, was uns sowieso zusteht.
Doch in allen Tageskämpfen verlieren wir nie aus den Augen:
Wir wollen nicht nur ein größeres Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei!
Wir wollen eine Welt frei von staatlichen Schikanen, Ausbeutung und Unterdrückung. Eine Welt, in der Armut, Hunger und Kriege der Vergangenheit angehören.
Deshalb kämpfen wir dort wo wir leben, lernen und arbeiten. Wir knüpfen solidarische Kontakte zu allen, die sich auch nicht mit den herrschenden Verhältnissen abfinden wollen. Wir stellen uns den Spaltungsversuchen der Herrschenden entgegen, und bekämpfen rassistische, sexistische und soziale Diskriminierung. Wir sind Teil der sozialen Bewegung und demonstrierten z.B. gegen die Einführung der Hartz-Gesetze, organisierten Solidarität mit den streikenden AEG-ArbeiterInnen und organisieren jedes Jahr den revolutionären 1. Mai in Nürnberg.

Kämpft für eure Rechte!
Weg mit dem Kapitalismus, in dem wir immer nur Lohnsklaven sein werden!
Her mit einer Wirtschaftsordnung, ohne Ausbeutung und Unterdrückung!

Kommt zum antikapitalistischen Block am DGB-Aktionstag am 24.11. in Nürnberg.
Beginn: 5 vor 12 am Südausgang des Hauptbahnhof

organisierte autonomie | November 2007

drucken | 19. November 2007 | organisierte autonomie (OA)

AJA Infocafé

Kaffee, Kuchen, Antifa

AJA LogoDas AJA Infocafé ist die Anlaufstelle für alle, die sich für Antifa-Themen interessieren, Gleichgesinnte treffen oder einfach ihren Sonntagnachmittag nicht daheim verbringen wollen. Neben Kaffee und Kuchen gibt es jedes Mal einen Vortrag, Diskussionen oder Filmvorführungen.

Das Infocafé ist auch die Gelegenheit, die AJA kennenzulernen und uns anzusprechen. Wir bringen euch auf den neusten Stand zu Antifa-Aktivitäten in Nürnberg und ihr könnt euch am Infotisch bedienen, T-Shirts, Buttons und Bücher kaufen.

Jeden Samstag • 18 Uhr • KOMM e. V., Untere Seitenstraße 1
(am Jamnitzer Platz, U-Bahnhaltestelle Gostenhof)

drucken | 15. November 2007 | Autonome Jugendantifa

Bilbao und das Baskenlad

Mi, 21.11 | 19.30 Uhr | Veranstaltungssaal der Stadtbibliothek

Diavortrag von Hubert Blöcks (Naturhistorische Gesellschaft)

drucken | 12. November 2007 | redside

Infoveranstaltung zum interantionalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Sa, 24.11 | 19.30 Uhr | Desi

drucken | 12. November 2007 | redside

Das neoliberale El Salvador: zwischen Autoritarismus und Widerstand

Do, 22.11 | 19.00 Uhr | Villa Leon  

Info- und Diskussionsveranstaltung mit Martin Montoya u. César Villalona aus El Salvador

drucken | 12. November 2007 | redside

Waren sie nicht in der Frauenschaft

Sa, 17.11 | 14.00 Uhr | Jakobsplatz 

Stadtrundgang zur Geschichte von Frauen im Nationalsozialismus. Mit Nadja Bennewitz

drucken | 12. November 2007 | redside

Êdî Bese! Es reicht!

Sa, 17.11 | 13.00 Uhr | Lorenzkirche

Solidemo - KurdistanAufgrund der (drohenden) Invasion der türkischen Armee in Irakisch-Kurdistan, der nationalistischen Hetze in der Türkei und der BRD wird es am Samstag, den 17. November eine Demonstration um 13.00 Uhr ab der Lorenskirche geben.

drucken | 12. November 2007 | organisierte autonomie (OA)

Stoppen wir den Neonazimarsch!

Banner Prag 10.11.2007

Am 10. November 2007, zum 69. Gedenktag der Kristallnacht, wollen die tschechischen Neonazisten durch die ehemalige Jüdische Stadt in Prag marschieren und „gegen die Teilnahme der tschechischen Truppen im Irakkrieg“ protestieren. Der Wahre Grund dieses Marsches ist jedoch allgemein bekannt. Sie wollen öffentlich die Kraft einer Bewegung demonstrieren, die auf einer Unterdrückungs- und Hassideologie baut.

Stellen wir uns gemeinsam den Neonazisten und zeigen wir, dass uns das Geschehen in unserer Umgebung nicht gleichgültig ist.

Der Treffpunkt zur Blockade des Neonazimarsches: Samstag 10.11.2007 um 14:30 auf Namesti Republiky (Platz der Republik) in Prag.

:: weitere Informationen

:: Aufruf – Übersetzung in Deutsch und Englisch

drucken | 7. November 2007 | redside

Erneuter Aufmarsch von Neonazis in Gräfenberg

alle Jahre wieder – Neonaziaufmarsch zum „Volkstrauertrag“

Wie in den vergangenen Jahren wollen die Neonazis rund um den Fürther NPD-Vorsitzenden Matthias Fischer bezüglich des „Volkstrauertages“ in Gräfenberg aufmarschieren.
Stattfinden soll das ganze Spektakel am 11. November ab 12:00 Uhr. Wie auch schon zu ihren anderen Umzügen, bei denen sie entweder gegen einen Bauzaun demonstrierten oder zum Gedenken an die faschistischen Mörderbanden, soll das ganze am Bahnhof starten.

Sowohl das Bürgerforum Gräfenberg, als auch das Antifaschistische Aktionsbündnis rufen zu Gegenaktivitäten auf.

Faschismus ist keine Meinung – sondern ein Verbrechen!

drucken | 6. November 2007 | redside

Bundesweiter Jugendantifakongrss

23. November bis 25. November 2007 in Berlin

Zusammen gehört uns die Zukunft“ – nicht umsonst eine viel verwendete und proklamierte Parole der antifaschistischen Linken. In den 90ern war sie besonders in der Jugendantifabewegung auf zahlreichen Transparenten, Plakaten, Aufklebern und Aufrufen zu finden, doch irgendwie, so scheint es zumindest ist sie uns allen in Vergessenheit geraten. Sie verkörperte früher nicht nur den Kampf für eine Gemeinsame Sache, sondern hinter ihr versteckt sich weitaus mehr, als nur eine Aussage auf eine Transparent oder einer Parole auf einer Demo. Ziel des Kongresses wird es sein Zusammen darüber zu diskutieren ob, warum und wie eine antifaschistische Jugendbewegung in Deutschland entstehen kann und soll und warum es gerade heutzutage wichtig ist, dass sich junge Menschen zusammen tun um sich aktiv gegen rechte Ideologien zur Wehr zu setzen! Dabei wollen wir uns nicht nur damit begnügen auf Seminaren über die Zukunft einer antifaschistischen Jugendbewegung zu diskutieren, sondern wollen uns auch zusammen in Diskussion über aktuelle Probleme in den einzelnen Regionen austauschen, uns vernetzen und in dem ein oder anderen Workshops praktische Tipps und Tricks erlernen. Denn nicht nur eine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern auch hilfreiche Praxiserfahrung ist wichtig um erfolgreich antifaschistische Aktionen zu planen und auszuführen. So wird es einen Demo-, Recherche- und Sicherheitsworkshop geben, so dass für alle was dabei ist, egal wie lange ihr euch schon aktiv gegen Faschismus engagiert! Das Wochenende werden wir jedoch nicht nur in Diskussionsrunden, Seminaren und Workshops verbringen, sondern auch das erlernte in die Tat umsetzen. Am Samstag findet die Silvio-Meier-Gedenkdemo zum 15ten Todestag des Antifaschisten Silvio Meier statt an der jährlich mehrere tausend Antifaschisten_Innen teilnehmen um dem von Neonazis ermordeten Silvio Meier zu gedenken und die regionale Naziszene aufs Korn zu nehmen. Außerdem wird es natürlich jeden Abend gute Partys geben und die Voküs der Stadt werden Veganerherzen höher schlagen lassen! Das besten zum Schluss: Der Kongress wird für euch umsonst angeboten und auch eine begrenzte Anzahl von Pennplätzen wird gestellt. Deshalb meldet euch bitte schon früh genug an, damit wir rechtzeitig planen können!

Weitere Infos findet ihr unter: www.jugendantifakongress07.de.vu

drucken | 6. November 2007 | redside

Erfolgreiche Demonstration gegen Neonazi-Strukturen in Fürth

Pressemitteilung
Nürnberg, den 03.11.07

Mehr als 400 AntifaschistInnen aus ganz Bayern demonstrierten unter dem Motto „Nazitreffpunkte dichtmachen! Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!“ am 3.11.07 in Fürth gegen Treffpunkte für die mittelfränkischen Neonazi-Szene.

Zur Demonstration aufgerufen hatten das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB), die Antifaschistische Linke Fürth (ALF) und das Fürther Bündnis gegen Rechts. Vom Hauptbahnhof aus zog die Demonstration nach einem Abstecher in die Südstadt durch die Innenstadt und endete gegen 16 Uhr wiederum am Auftaktort. Die Route war so gewählt worden, dass sie an zwei Gaststätten vorbei führte, in denen sich regelmäßig Neonazis zu Stammtischen und Versammlungen trafen. Aufgrund von antifaschistischem Druck und Öffentlichkeitsarbeit hatte die Wirtin des „Grünen Automaten“ jedoch bereits im Vorfeld der Demonstration zugesichert, keine NPD-Versammlungen mehr in ihrer Gaststätte zu dulden.
In der Fürther Gaststätte versammelten sich vor dem Hausverbot über Monate hinweg bis zu 60 Neonazis. Im Anschluss an die NPD-Stammtische kam es mehrfach zu gewalttätigen Übergriffen auf MigrantInnen und Linke.

Auf einer Zwischenkundgebung vor dem von der Polizei abgesicherten „Grünen Automaten“ warnte Klara Weinberg Sprecherin des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg: „Wer Geschäfte mit Nazis macht, holt sich nur Ärger ins Haus. Wir fordern alle Wirte dazu auf der NPD und anderen Nazis keine Räume zu überlassen.“

Mit Parolen wie „Für Faschisten keinen Raum – Kneipe zu – aus der Traum!“ zog die lautstarke Demonstration weiter Richtung Innenstadt. Tatsächlich mussten in der letzten Zeit zwei Kneipen in Nürnberg und Fürth schließen, nachdem ihnen die Brauerei aufgrund der neonazistischen Umtriebe die Pachtverträge kündigten. Für Jens Kunz von der Antifaschistischen Linken Fürth ist die Kampagne deshalb ein voller Erfolg: „Nazis können sich in Fürth nicht ungestört treffen. Wir werden dran bleiben und dafür sorgen, dass sich keine Nazikneipen in Fürth und anderswo etablieren.“

Im Laufe der antifaschistischen Kampagne wurden in den letzten Monate eine Veranstaltung über Strukturen der mittelfränkischen Neonazis und die Verstrickungen zwischen NPD und der Anti-Antifa Nürnberg, eine Kundgebung und regelmäßige Infotische in der Fürther Fußgängerzone durchgeführt. Mit der Verteilung von mehreren tausend Flugblättern wurden die Gaststätten-AnwohnerInnen über neonazistische Umtriebe in ihrer Nachbarschaft informiert.

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen der AntifaschistInnen für die nächsten Aktionen. Im Fokus stehen dabei besonders der bevorstehende Kommunalwahlkampf der NPD in Fürth und der Bürgerinitiative Ausländerstopp in Nürnberg.
Letztendliches Ziel ist laut Klara Weinberg „ein gesellschaftliches Klima, in dem Faschisten keine menschenverachtende Propaganda mehr verbreiten können und in dem Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft, Religion und Kultur diskriminiert und ausgegrenzt werden“.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Klara Weinberg: Tel. 0160/6138208 oder aabnbg [at] web.de,

Mit freundlichen Grüßen,
Klara Weinberg
Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg

drucken | 4. November 2007 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Nazitreffpunkte dichtmachen! – Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!

Antifademo in FürthAn die 400 Menschen sind am Samstag, den 03. November 2007 dem Aufruf der Antifaschistischen Linken Fürth und dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg gefolgt um gemeinsam gegen Nazis und deren Strukturen in Fürth zu demonstrieren.

Die Demonstration stellte einen Teil einer schon länger andauernden Kampagne dar. Diese wurde ins Leben gerufen, da Faschist_innen vermehrt in Fürth und Umgebung versuchen ihre Strukturen, mit Hilfe von Stammtischen, auf- bzw. auszubauen.

Neben der eindrucksvollen und lautstarken Demonstration kam es bis jetzt im Rahmen der Kampagne auch zu einer sehr erfolgreichen Kundgebungen, mehreren Infotischen und einem Informationsabend. Ebenso wurden mehrere Flugblätter und Briefe an die Anwohner_innen verteilt, in denen sie über die rechtsextremen Umtriebe in ihrer Nachbarschaft aufgeklärt wurden. Nicht nur, dass sich immer mehr Anwohner_innen offen gegen Nazitreffpunkte aussprechen sondern auch, dass die Kneipe „Grüner Automat“ in der sich lange Zeit mehrere Nazis zum regelmäßigen Stammtisch trafen inzwischen keine Rechtsradikalen mehr bewirtet zeugt schon jetzt von einer gelungenen Kampagne.

Doch trotz dieses guten Erfolgs gilt es nach wie vor:

Faschismus bekämpfen! – Nazistrukturen angreifen!

drucken | 3. November 2007 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Was war los

25.06.1983
Anlässlich des Besuches vom US-Vizepräsidenten Bush und des Nato-Doppelbeschluss, ruft die "Friedensbewegung" zu einer Demonstration auf, der 25.000 Menschen folgen. Autonome Gruppen und Anti-Imperialistische Gruppen rufen zu eigenständigen Protesten auf. Dabei werden rund 1.000 Demonstranten von SEK-Kommandos aufgehalten und zerschlagen. Es kommt zu über 60 schwer verletzten, 138 festgenommenen und 50 verurteilten Demonstranten.

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