mov(i)e against… Spezial: Solidarity4All

Donnerstag 21.7 | 20.30 Uhr | Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg
Vortrag und Filme gegen rassistische Ausgrenzung und Abschiebungen

„Refugees Welcome“ hieß es im Sommer letzten Jahres. Seither ist viel passiert: Asylgesetze wurden in Deutschland und EU-weit massiv verschärft, rassistische Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nahmen zu, die europäische Abschottungspolitik erreichte mit dem EU-Flüchtlingsdeal mit der Türkei einen neuen Höhepunkt. Die zunehmende Brutalität der Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik bekommen Geflüchtete nicht nur an den EU-Außengrenzen zu spüren, sondern auch in Deutschland. 2015 wurde u.a. in Bamberg ein sog. „Ankunfts- und Rückführungszentrum“ (ARE) eröffnet. Die Menschen dort werden marginalisiert, entrechtet und abgeschoben. Bis zu 4500 Menschen sollen zukünftig in diesem Sonderlager untergebracht werden. Vom 4.-7.8.2016 findet dort ein Protestcamp gegen rassistische Ausgrenzung und Abschiebungen statt.
Der Vortrag – unterstützt mit Filmsequenzen – beginnt als Reisebericht über politische Kampagnen in Idomeni und Thessaloniki. Er streift die Balkanroute und den Brenner und endet als filmische Mobilisierungsveranstaltung am Abschiebelager in Bamberg.

“Das schlechte Image der kinderlosen Frauen als Druckmittel zur unbezahlten carearbeit”

Vortrag mit Sarah Diehl – präsentiert von der Fem AG der IL Nürnberg
Mittwoch 20.7 | 19 Uhr | Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg

Immer mehr Frauen bleiben freiwillig kinderlos, nicht nur in Deutschland. Aber das Reden über die biologische Uhr ist so allgegenwärtig, dass Frauen sich selbst misstrauen, wenn sie die Uhr nicht ticken hören. Geht es ums Kinderkriegen, wird unbeirrt festgehalten an der Vorstellung vom angeborenen Mutterinstinkt und an der Idee vom allein seligmachenden Glück der Kleinfamilie.Politik und Gesellschaft bauen demografische und biologistische Schreckgespenster auf, um an alten Familienkonzepten und Geschlechterhierarchien festhalten zu können. Kein Kind zu wollen, gilt als unnatürlich, egoistisch oder feige.

Sarah Diehl leistet eine Analyse, wie das schlechte Image der kinderlosen Frau als Druckmittel zur unbezahlten care-Arbeit aufgebaut wird. Statt Reproduktionsmedizin als Teil einer Liebe-versprechenden
Industrie zu etablieren plädiert Sie für eine vorurteilsfreie und zeitgemäße Einstellung zu weiblicher Identität und für neue Konzepte des solidarischen Zusammenlebens.

Sarah Diehl, geboren 1978, studierte Museologie, Afrikawissenschaften und Gender Studies. Sie arbeitet zum Thema “Reproduktive Rechte im internationalen Kontext”. Sie schreibt Bücher zu diesem Thema und drehte den preisgekrönten Dokumentarfilm: Abortion Democracy – Poland/South Africa.
Sie lebt als Schriftstellerin und Aktivistin in Berlin.

Buchvorstellung und Speakerstour

Zur Gefängnissituation und dem Konflikt in Kolumbien
Dienstag 19.7 | 19 Uhr | Stadtteilzentrum Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg

Während in Deutschland von den angeblichen Fortschritten der Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC-Guerilla und vom beginnenden Postkonflikt in Kolumbien berichtet wird, erzählen viele Menschen in Kolumbien von einer anderen Realität: von Menschenrechtsverletzungen, von Morden an politischen AktivistInnen, von einem erneuten Aufflammen der Paramilitärs. Der bereits 60-jährige bewaffnete Konflikt ist keineswegs vorbei, sondern die Fronten scheinen sich zu verhärten. Die staatliche und parastaatliche Repression gegen die bewaffneten revolutionären Organisationen richtet sich auch gegen die sozialen Bewegungen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Irie Révoltés + Keim-X-Zelle

Die Band Irie Révoltés spielt am Donnerstag, den 07.07.2016, 20.30 Uhr, ein exklusives Soli-Konzert im Nürnberger Z-Bau. Das Konzert unterstützt mit dem Gewinn das Antira-Camp „Solidarity For All!“, dass vom 04. bis 07.08. in Bamberg stattfinden wird.
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“Seit nunmehr 15 Jahren gibt es das Bandkollektiv mittlerweile. Fünf Alben, über 500 Shows in 25 Ländern und Jahr für Jahr kommen mehr Fans auf ihre Konzerte. Als Headliner der großen Festivals sind sie längst fest etabliert, was neben der Musik mit Sicherheit auch an der klaren politischen Haltung liegt, die Irie Révoltés an den Tag legen. Für immer Antifaschist. Für immer Antirassist. Für immer gegen das Schlechte und für das Gute. Keine Kompromisse.”
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Radikal – pointiert – offensiv. So klingt Keim-X-Zelle (gesprochen „Keimzelle X“). Das Projekt geht an den Start, um Punk mit Rap zu verbinden. Obwohl nahezu alle Mitwirkenden in bereits durchaus etablierten und bekannten Szene Acts aktiv sind bzw. waren, verzichten sie bewusst auf Namedropping. Kein Bock auf Selbstdarstellung. Viel wichtiger ist Keim-X-Zelle die Message und die soll an erster Stelle stehen. Sicherlich gab es bereits etliche Projekte, die Punk mit Rap verknüpften, allerdings klingt das, was Keim-X-Zelle spielen ausgesprochen frisch und treibend statt altbacken und träge. Und auch die Texte tragen ihren Teil dazu bei, indem sie nicht nur sehr aktuelle Themen aufgreifen, sondern auch aufrühren und mitreißen.

TicketsAK: 18 €
präsentiert von Z-Bau, Pechschwarz, unterstützt von Radio Z, Curt Magazin, Interventionistische Linke

Care Revolution – ein Vortrag von Gabriele Winker

Donnerstag 7.7 | 20 Uhr | Zentralcafé | K4
im Rahmen der Reihe SOMMER – SONNE – CARE – der Feminismus AG der Interventionistischen Linken Nürnberg

Sorgearbeit (engl.care work oder caring labour)
Wie organisieren wir die Betreuung, Begleitung und Versorgung von Kindern, Kranken und Älteren? Und uns selbst?
Diese Frage ist Kern der Sorgeökonomie (engl. Care economics). Sie untersucht, in welchem Umfang Sorgearbeit in einer Gesellschaft geleistet wird, wie Sorgearbeit individuell und gesellschaftlich organsiert ist und wer Sorgearbeit leistet bzw. für wen sie geleistet wird. Der Begriff Sorgearbeit umfasst zum einen die Betreuung von Kindern und die Pflege kranker und/ oder alter Menschen oder Menschen mit Behinderung, zum anderen alle mit dieser Betreuung und Pflege verbundenen Tätigkeiten. Darüber hinaus schließt der Begriff alle weiteren ver- und fürsorgenden Tätigkeiten von allen Menschen, also auch von gesunden Erwachsenen füreinander ein sowie die Sorge für sich selbst. Diesen Beitrag weiterlesen »

Info- und Mobiveranstaltung – Solidarity 4All Camp in Bamberg

Freitag 17. Juni | 19 Uhr | Projekt 31 | An den Rampen 31 | Nürnberg

Ein Reisebericht der sowohl von politischen Kampagnen in Idomeni und Thessaloniki erzählt, als auch die persönlichen Begegnungen auf der Balkanroute, am Brenner und der zweiwöchigen Reise beschreibt. Darüber hinaus sollen politische Handlungsperspektiven gegen das europäische Grenzregime auf unterschiedlichen Ebenen aufgezeigt werden. Wir erzählen euch daher etwas über das Noborder Camp, dass im Sommer in Thessaloniki stattfinden wird. Und natürlich soll es vor allem auch um das Solidarity for All – Camp in Bamberg gehen. Vom 4. bis 7. August wollen wir dort unseren Protest rund um das Massenabschieblager organisieren.
Bleiberecht für alle! Überall!

mov(i)e against… präsentiert: “Alle 28 Tage: Kinderwunsch – ein Selbstversuch”

Dokumentation von Ina Borrmann // 52 Minuten
Donnerstag 16. Juni | 20.30 Uhr | Desi | Brückenstr. 23, Nürnberg

Ina Borrmann hat unmittelbar und frei gelebt. Das spießige Leben einer Kleinfamilie hat sie nie interessiert. Sie hat ihre Existenz nie an einen anderen gebunden, fühlte sich fragmentarisch und das war gut so! Bis sie Marc traf. Mit ihm kam auch der Wunsch nach einem Kind. Inzwischen ist Ina Ende 30 und das Kinderkriegen erweist sich als schwierig. Dabei scheint Kinderlosigkeit im Zeitalter moderner
Reproduktionsmedizin keine Option. Samen- und Eierspender, Leihmutterschaft und Hormontherapie – wer nicht in der Lage ist sich zu reproduzieren, ist selbst schuld. Doch dem späten Kinderwunsch wohnt kein Zauber inne. Der Schöpfungsakt in der Petrischale ist eine physische und psychische Tortur. Eine sehr persönliche Dokumentation über Bormann und ihrem?! Wunsch, Mutter zu werden. Dieser Dokumentarfilm öffnet ein kleines Fenster für ein großes gesellschaftliches Thema.

Eintritt frei.

Solidarity4all – Gegen Ausgrenzung und Abschiebelager!

Protestcamp Bamberg, 4.-7. August 2016
Mit Protestaktionen, Workshops, Konzert, Diskussionen
Demonstration am Samstag, den 6. August 2016, ab 13 Uhr vom Bahnhof

Mehr Infos unter:
http://protestcamp-bamberg.antira.info
https://www.facebook.com/protestcampbamberg

“Flüchtlinge willkommen” hieß es im Sommer letzten Jahres. Seither ist viel passiert: Asylgesetze wurden in Deutschland und EU-weit massiv verschärft, rassistische Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nahmen zu, die europäische Abschottungspolitik erreichte mit dem EU-Flüchtlingsdeal mit der Türkei einen neuen Höhepunkt. Die zunehmende Brutalität der Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik bekommen Geflüchtete nicht nur an den EU-Außengrenzen zu spüren, sondern auch in Deutschland. Im September 2015 wurden in Bayern zwei so genannte Ankunfts- und Rückführungszentren (ARE) eröffnet – in Manching/Ingolstadt und in Bamberg. Die Menschen in den Lagern werden marginalisiert, entrechtet und abgeschoben. Wir wollen unserer Solidarität mit Geflüchteten öffentlich Ausdruck verleihen. Im Sommer tragen wir unseren Protest auf die Straße- mit einem Camp in Bamberg.
Beteiligt euch an den Protesten – kommt zum Camp vom 4. bis 7. August 2016 in Bamberg! Diesen Beitrag weiterlesen »