Care Revolution – ein Vortrag von Gabriele Winker

Donnerstag 7.7 | 20 Uhr | Zentralcafé | K4
im Rahmen der Reihe SOMMER – SONNE – CARE – der Feminismus AG der Interventionistischen Linken Nürnberg

Sorgearbeit (engl.care work oder caring labour)
Wie organisieren wir die Betreuung, Begleitung und Versorgung von Kindern, Kranken und Älteren? Und uns selbst?
Diese Frage ist Kern der Sorgeökonomie (engl. Care economics). Sie untersucht, in welchem Umfang Sorgearbeit in einer Gesellschaft geleistet wird, wie Sorgearbeit individuell und gesellschaftlich organsiert ist und wer Sorgearbeit leistet bzw. für wen sie geleistet wird. Der Begriff Sorgearbeit umfasst zum einen die Betreuung von Kindern und die Pflege kranker und/ oder alter Menschen oder Menschen mit Behinderung, zum anderen alle mit dieser Betreuung und Pflege verbundenen Tätigkeiten. Darüber hinaus schließt der Begriff alle weiteren ver- und fürsorgenden Tätigkeiten von allen Menschen, also auch von gesunden Erwachsenen füreinander ein sowie die Sorge für sich selbst. Diesen Beitrag weiterlesen »

Info- und Mobiveranstaltung – Solidarity 4All Camp in Bamberg

Freitag 17. Juni | 19 Uhr | Projekt 31 | An den Rampen 31 | Nürnberg

Ein Reisebericht der sowohl von politischen Kampagnen in Idomeni und Thessaloniki erzählt, als auch die persönlichen Begegnungen auf der Balkanroute, am Brenner und der zweiwöchigen Reise beschreibt. Darüber hinaus sollen politische Handlungsperspektiven gegen das europäische Grenzregime auf unterschiedlichen Ebenen aufgezeigt werden. Wir erzählen euch daher etwas über das Noborder Camp, dass im Sommer in Thessaloniki stattfinden wird. Und natürlich soll es vor allem auch um das Solidarity for All – Camp in Bamberg gehen. Vom 4. bis 7. August wollen wir dort unseren Protest rund um das Massenabschieblager organisieren.
Bleiberecht für alle! Überall!

mov(i)e against… präsentiert: “Alle 28 Tage: Kinderwunsch – ein Selbstversuch”

Dokumentation von Ina Borrmann // 52 Minuten
Donnerstag 16. Juni | 20.30 Uhr | Desi | Brückenstr. 23, Nürnberg

Ina Borrmann hat unmittelbar und frei gelebt. Das spießige Leben einer Kleinfamilie hat sie nie interessiert. Sie hat ihre Existenz nie an einen anderen gebunden, fühlte sich fragmentarisch und das war gut so! Bis sie Marc traf. Mit ihm kam auch der Wunsch nach einem Kind. Inzwischen ist Ina Ende 30 und das Kinderkriegen erweist sich als schwierig. Dabei scheint Kinderlosigkeit im Zeitalter moderner
Reproduktionsmedizin keine Option. Samen- und Eierspender, Leihmutterschaft und Hormontherapie – wer nicht in der Lage ist sich zu reproduzieren, ist selbst schuld. Doch dem späten Kinderwunsch wohnt kein Zauber inne. Der Schöpfungsakt in der Petrischale ist eine physische und psychische Tortur. Eine sehr persönliche Dokumentation über Bormann und ihrem?! Wunsch, Mutter zu werden. Dieser Dokumentarfilm öffnet ein kleines Fenster für ein großes gesellschaftliches Thema.

Eintritt frei.

Solidarity4all – Gegen Ausgrenzung und Abschiebelager!

Protestcamp Bamberg, 4.-7. August 2016
Mit Protestaktionen, Workshops, Konzert, Diskussionen
Demonstration am Samstag, den 6. August 2016, ab 13 Uhr vom Bahnhof

Mehr Infos unter:
http://protestcamp-bamberg.antira.info
https://www.facebook.com/protestcampbamberg

“Flüchtlinge willkommen” hieß es im Sommer letzten Jahres. Seither ist viel passiert: Asylgesetze wurden in Deutschland und EU-weit massiv verschärft, rassistische Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nahmen zu, die europäische Abschottungspolitik erreichte mit dem EU-Flüchtlingsdeal mit der Türkei einen neuen Höhepunkt. Die zunehmende Brutalität der Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik bekommen Geflüchtete nicht nur an den EU-Außengrenzen zu spüren, sondern auch in Deutschland. Im September 2015 wurden in Bayern zwei so genannte Ankunfts- und Rückführungszentren (ARE) eröffnet – in Manching/Ingolstadt und in Bamberg. Die Menschen in den Lagern werden marginalisiert, entrechtet und abgeschoben. Wir wollen unserer Solidarität mit Geflüchteten öffentlich Ausdruck verleihen. Im Sommer tragen wir unseren Protest auf die Straße- mit einem Camp in Bamberg.
Beteiligt euch an den Protesten – kommt zum Camp vom 4. bis 7. August 2016 in Bamberg! Diesen Beitrag weiterlesen »

Fight Back – Antifa-Soli-Festival Vol. 8


Am 02.Juli 2016 heißt es endlich wieder Fight Back Festival in der Desi Nürnberg! Auch dieses Jahr werden wieder KünstlerInnen aus insgesamt fünf unterschiedlichen Ländern, mit einem Mix aus Punk/Hardcore, Hip Hop/Rap bis hin zu Ska und Post- Rock in der Desi open-air-Arena und im Saal für gute Stimmung sorgen. Karten im Vorverkauf gibt es online bei desi-nbg.tickets.de und an ausgewählten Vorverkaufsstellen in der Region. Mehr dazu findet ihr auf unsere homepage www.fightback-festival.de

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mov(i)e against… präsentiert: Haus Halt Hilfe – arbeiten im fremden Alltag

Donnerstag 19. Mai | 20.30 Uhr | Desi | Brückenstr. 23 NürnbergDokumentarfilm von Petra Valentin (2006 / 92 Minuten).

Der Film zeigt anhand verschiedener Frauenbiografien und einem Mann, wer in Deutschland die Haus- und Sorgearbeit in privaten Haushalten erledigt, meist extrem prekär beschäftigt: für wenig Geld, zu schlechten Bedingungen, ohne Absicherung, mit einem hohen Preis für die eigenen Familien und vorprogrammierter Altersarmut.
Der Film portraitiert sieben Menschen in ihren verschiedenen Arbeitsverhältnissen, die je nach ihrer Herkunft und ihrem Status extrem variieren, und zeigt darin wie geschlechterspezifische und rassistische Verhältnisse in der (privaten) Haus- und Sorgearbeit ineinanderfließen.
Zudem zeigt der Film, wie besonders die Arbeistverhältnisse im häuslichen Bereich sind und welche Anforderungen und Grenzverletzungen sie für die Arbeiter_innen mit sich
bringen.

Eintritt frei.

1. Mai Nürnberg – Solidarity 4 all!

Fähren statt Frontex! Sichere Häfen statt Merkel-Erdogan Deal!
Bilder und Flyer findet ihr auf unserer facebook Seite!
Unser Redebeitrag!

Gegen die Hoffnungslosigkeit und Depression des Bestehenden in Bewegung zu kommen, gibt es so viele Gründe, wie heute Menschen auf der Straße sind. Wir wollen Sie nicht alle aufzählen, obwohl die meisten davon auch uns antreiben.Mit Blick auf die jüngste Vergangenheit, besonders das letzte Jahr liegen die drängendsten Herausforderungen auf dem Tisch:
Es gibt die nach wie vor andauernde autoritäre Formierung eines Europas der Herrschenden unter dem Schleier der Krisenbewältigung. In Form der neoliberalen Verfasstheit der Mitte, von Athen bis ins örtliche Krankenhaus, der Disziplinierung auf den Ämtern, Austerität als Normalzustand und dem unter-Kontrolle-Halten der sozialen Frage durch Konkurrenz und Vereinzelung wird versucht, die Alternativlosigkeit zu betonieren. Die Rauchzeichen der Solidarität, die wir vor gut einem Jahr bei Blockupy aus Frankfurt sendeten, müssen dringend erneuert werden. Im Alltag wie im Ereignis. Wichtig ist uns dabei die transnationale Verständigung mit Jenen, zu deren Lasten die Formierung DeutschEuropas gehen soll.

Aus Rassismus und der Angst der Deklassierten speist sich der inzwischen offen sichtbaren chauvinistischen Block. Das Lager der Verängstigten, der Abschottung und des nationalen Protektionismus, die nicht zuletzt in der AfD ein Gesicht bekommen haben. Keine Überraschung, aber ein Problem. Gestern und heute versuchen unsere GenossInnen in Stuttgart, der AfD bei ihrem Programmparteitag in die Suppe zu spucken.

Die Opposition zwischen der Krisenbewältigung der Mitte einerseits und des reaktionären und nationalistischen Flügels andererseits war nur eine scheinbare. Merkels „Wir schaffen das“ wandelte sich schnell: Nämlich „Die schaffen das“, bezogen auf die faschistoide AKP-Regierung Erdogans, Sie spielt den Türsteher Europas und darf dafür weiterhin Kurd*innen, Linke, oder Journalist*innen inhaftieren und ermorden.
Und „Wir schaffen das ab“, bezogen auf viele erkämpfte Rechte Geflüchteter, die mit der Asylrechts-verschärfung eingeebnet werden-.

Denn parallel zu dem beeindruckenden und zeitweilig erfolgreichen Angriff auf die Festung Europa beeilten sich die Eliten hier das Asylrecht zu verschärfen, und die Bewegung Geflüchteter in gute und schlechte zu spalten. Nicht mit uns – Wir wenden uns gegen diesen Wahnsinn, diese erbärmliche Abgestumpftheit, ja letztlich gegen die Zumutungen von Kapitalismus und Patriarchat als Ganzes. Wir sammeln uns unter dem Slogan Solidarity For All. Heute, um unter dem Motto „Fähren statt Frontex! Sichere Häfen statt Merkel-Erdoğan Deal!“ gemeinsam zu demonstrieren. Und Anfang August laden wir euch alle ein mit uns auf das „Solidarity For All“ – Camp nach Bamberg zu fahren. Dort steht ein Ausreiselager. Es ist Sinnbild für den Versuch, Geflüchtete zu spalten und die Unerwünschten schnell wieder loszuwerden. Wir wollen dort Solidarität zeigen, mit einem kreativen und breiten Protest das Lager markieren und die dortigen Zustände anprangern.

Nicht zuletzt soll das Camp, neben dem Welcome To Stay Gipfel im Juni und mehreren geplanten NoBorder Aktionen auch an den EU-Außengrenzen ein Ort sein, um mit der kraftvollen und vernetzten Solidaritätsbewegung politische Artikulation zu gewinnen. Stehen wir für Solidarität ein. Dass Menschen jenseits von Herkunft, Religion oder ihrer geschlechtlichen Identitäten friedlich und in Sicherheit miteinander leben können. Denn wenn es etwas gibt, was die Herrschenden fürchten, dann ist es, wenn wir solidarisch zueinanderstehen und kämpfen.

Ludwig Göhring der “Höhlendrucker” – Widerstandskämpfer, Antifaschist,Deserteur

Infoveranstaltung zum Leben des Widerstandsaktivisten wärend des NS in
Nürnberg
Teil 1: Abendveranstaltung
Donnerstag 14.4 | 19 Uhr | Naturfreundehaus Nürnberg im Fuchsloch | Adolf-Braun-Straße 40

Mitten im fränkischen Kletterparadies Veldensteiner Forst liegt die Höhle, in der Ludwig Göhring im Auftrag der KPD bis zu seiner Verhaftung im August 1933 Flugblätter gedruckt hat. Ludwig Göhring stieg in die Höhle ein und arbeitete bei Karbidlicht bis die Zeitung fertig war. Gustl Ballin – Historiker aus Fürth – wird referieren. Ballin forscht seit Jahren zum NS Widerstand in der Region, und ist unter anderem bei Geschichte für Alle tätig.

Teil II: Höhlenwanderung 16.4 zur Ludwig-Völkel-Höhle bei Neuhaus/Pegnitz/
Anfahrt/ Treffpunkt 10:00, Hauptbahnhof (Osthalle)