Archiv für die Kategorie „interventionistische Linke (IL)“

Info- und Mobiveranstaltung – Solidarity 4All Camp in Bamberg

Freitag 17. Juni | 19 Uhr | Projekt 31 | An den Rampen 31 | Nürnberg

Ein Reisebericht der sowohl von politischen Kampagnen in Idomeni und Thessaloniki erzählt, als auch die persönlichen Begegnungen auf der Balkanroute, am Brenner und der zweiwöchigen Reise beschreibt. Darüber hinaus sollen politische Handlungsperspektiven gegen das europäische Grenzregime auf unterschiedlichen Ebenen aufgezeigt werden. Wir erzählen euch daher etwas über das Noborder Camp, dass im Sommer in Thessaloniki stattfinden wird. Und natürlich soll es vor allem auch um das Solidarity for All – Camp in Bamberg gehen. Vom 4. bis 7. August wollen wir dort unseren Protest rund um das Massenabschieblager organisieren.
Bleiberecht für alle! Überall!

Solidarity4all – Gegen Ausgrenzung und Abschiebelager!

Protestcamp Bamberg, 4.-7. August 2016
Mit Protestaktionen, Workshops, Konzert, Diskussionen
Demonstration am Samstag, den 6. August 2016, ab 13 Uhr vom Bahnhof

Mehr Infos unter:
http://protestcamp-bamberg.antira.info
https://www.facebook.com/protestcampbamberg

“Flüchtlinge willkommen” hieß es im Sommer letzten Jahres. Seither ist viel passiert: Asylgesetze wurden in Deutschland und EU-weit massiv verschärft, rassistische Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nahmen zu, die europäische Abschottungspolitik erreichte mit dem EU-Flüchtlingsdeal mit der Türkei einen neuen Höhepunkt. Die zunehmende Brutalität der Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik bekommen Geflüchtete nicht nur an den EU-Außengrenzen zu spüren, sondern auch in Deutschland. Im September 2015 wurden in Bayern zwei so genannte Ankunfts- und Rückführungszentren (ARE) eröffnet – in Manching/Ingolstadt und in Bamberg. Die Menschen in den Lagern werden marginalisiert, entrechtet und abgeschoben. Wir wollen unserer Solidarität mit Geflüchteten öffentlich Ausdruck verleihen. Im Sommer tragen wir unseren Protest auf die Straße- mit einem Camp in Bamberg.
Beteiligt euch an den Protesten – kommt zum Camp vom 4. bis 7. August 2016 in Bamberg! Diesen Beitrag weiterlesen »

1. Mai Nürnberg – Solidarity 4 all!

Fähren statt Frontex! Sichere Häfen statt Merkel-Erdogan Deal!
Bilder und Flyer findet ihr auf unserer facebook Seite!
Unser Redebeitrag!

Gegen die Hoffnungslosigkeit und Depression des Bestehenden in Bewegung zu kommen, gibt es so viele Gründe, wie heute Menschen auf der Straße sind. Wir wollen Sie nicht alle aufzählen, obwohl die meisten davon auch uns antreiben.Mit Blick auf die jüngste Vergangenheit, besonders das letzte Jahr liegen die drängendsten Herausforderungen auf dem Tisch:
Es gibt die nach wie vor andauernde autoritäre Formierung eines Europas der Herrschenden unter dem Schleier der Krisenbewältigung. In Form der neoliberalen Verfasstheit der Mitte, von Athen bis ins örtliche Krankenhaus, der Disziplinierung auf den Ämtern, Austerität als Normalzustand und dem unter-Kontrolle-Halten der sozialen Frage durch Konkurrenz und Vereinzelung wird versucht, die Alternativlosigkeit zu betonieren. Die Rauchzeichen der Solidarität, die wir vor gut einem Jahr bei Blockupy aus Frankfurt sendeten, müssen dringend erneuert werden. Im Alltag wie im Ereignis. Wichtig ist uns dabei die transnationale Verständigung mit Jenen, zu deren Lasten die Formierung DeutschEuropas gehen soll.

Aus Rassismus und der Angst der Deklassierten speist sich der inzwischen offen sichtbaren chauvinistischen Block. Das Lager der Verängstigten, der Abschottung und des nationalen Protektionismus, die nicht zuletzt in der AfD ein Gesicht bekommen haben. Keine Überraschung, aber ein Problem. Gestern und heute versuchen unsere GenossInnen in Stuttgart, der AfD bei ihrem Programmparteitag in die Suppe zu spucken.

Die Opposition zwischen der Krisenbewältigung der Mitte einerseits und des reaktionären und nationalistischen Flügels andererseits war nur eine scheinbare. Merkels „Wir schaffen das“ wandelte sich schnell: Nämlich „Die schaffen das“, bezogen auf die faschistoide AKP-Regierung Erdogans, Sie spielt den Türsteher Europas und darf dafür weiterhin Kurd*innen, Linke, oder Journalist*innen inhaftieren und ermorden.
Und „Wir schaffen das ab“, bezogen auf viele erkämpfte Rechte Geflüchteter, die mit der Asylrechts-verschärfung eingeebnet werden-.

Denn parallel zu dem beeindruckenden und zeitweilig erfolgreichen Angriff auf die Festung Europa beeilten sich die Eliten hier das Asylrecht zu verschärfen, und die Bewegung Geflüchteter in gute und schlechte zu spalten. Nicht mit uns – Wir wenden uns gegen diesen Wahnsinn, diese erbärmliche Abgestumpftheit, ja letztlich gegen die Zumutungen von Kapitalismus und Patriarchat als Ganzes. Wir sammeln uns unter dem Slogan Solidarity For All. Heute, um unter dem Motto „Fähren statt Frontex! Sichere Häfen statt Merkel-Erdoğan Deal!“ gemeinsam zu demonstrieren. Und Anfang August laden wir euch alle ein mit uns auf das „Solidarity For All“ – Camp nach Bamberg zu fahren. Dort steht ein Ausreiselager. Es ist Sinnbild für den Versuch, Geflüchtete zu spalten und die Unerwünschten schnell wieder loszuwerden. Wir wollen dort Solidarität zeigen, mit einem kreativen und breiten Protest das Lager markieren und die dortigen Zustände anprangern.

Nicht zuletzt soll das Camp, neben dem Welcome To Stay Gipfel im Juni und mehreren geplanten NoBorder Aktionen auch an den EU-Außengrenzen ein Ort sein, um mit der kraftvollen und vernetzten Solidaritätsbewegung politische Artikulation zu gewinnen. Stehen wir für Solidarität ein. Dass Menschen jenseits von Herkunft, Religion oder ihrer geschlechtlichen Identitäten friedlich und in Sicherheit miteinander leben können. Denn wenn es etwas gibt, was die Herrschenden fürchten, dann ist es, wenn wir solidarisch zueinanderstehen und kämpfen.

Gute Flüchtlinge – schlechte Flüchtlinge

Veranstaltung zu Rassismus gegen Roma und die deutsche Asylpolitik
Mittwoch 20. Januar 2016 | 19 Uhr | Villa Leon | Philipp-Körber-Weg 1 | Nürnberg

In Deutschland ist aktuell viel von der Willkommenskultur die Rede. Gleichzeitig werden Sonderlager für Geflüchtete aus den „sicheren“ Balkanstaaten errichtet. Zum Beispiel das „Aufnahme- und Rückführungs- zentrum für Asylbewerber ohne Bleibeperspektive“ in Bamberg. Ziel ist es, vor allem Roma möglichst schnell abzuschieben.

Bei unserer Veranstaltung zeigen wir den Film “The Awakening” und Kenan Emini vom Roma Center Göttingen wird über die Inititiave „alle bleiben“ berichten. Gemeinsam wollen wir über weitere Aktionen diskutieren.
Internetseite Film: www.awakeningmovie.de

Eine Veranstaltung der offenen Antira-AG der IL Nürnberg

mov(i)e against…präsentiert: Benim Çocugum | My Child / Mein Kind


Donnerstag 17.12 | 20.30 Uhr | Stadtteilzentrum Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg
Dokumentarfilm, Türkei 2013, Can Candan, OmE, 83 min

Der Dokumentarfilm “Benim Çocuğum” handelt von mutigen Eltern und deren Geschichten: Sie sind Eltern von schwulen, lesbischen, bisexuellen und transsexuellen (LSBT) Kindern aus Istanbul, sie leben in einer Gesellschaft, die jegliche Form von Andersartigkeit ablehnt, und sie lassen uns in diesem Film an ihrem Schicksal teilhaben. Diese Eltern haben im Jahr 2009 LISTAG gegründet – eine Familieninitiative, die nicht nur für ihre Kinder einsteht, sondern mittlerweile offen für die Rechte der LSBT-Personen in der Türkei kämpft.
In dem Dokumentarfilm ‘Mein Kind‘ teilen sieben Eltern ihre persönlichen Geschichten und ihre Erfahrungen. Wie gehe ich mit meinem Kind um, wenn es sagt, dass es anders ist, anders als alle anderen? In dem Film geht es um die Leugnung, Traumata, Angst, Scham und Hilflosigkeit der Eltern; aber genau so handeln ihre Geschichten vom Aufstehen, von Mut und von Selbstlosigkeit. Es wird aufgezeigt, wie die Protagonisten die Gesellschaft konfrontieren, nur weil sie der Beziehung zu ihren Kindern Vorrang geben. Die persönliche Geschichte erhält eine gesellschaftliche Tragweite – Tabus werden angesprochen, überholte Ängste und Stereotypen in Frage gestellt. Wie viel bedeutet mir mein Kind, und, wie viel die Gesellschaft, in der ich lebe? Das ist die zentrale Frage, welche ‘Mein Kind‘ letztendlich auch an das Publikum richtet…
Ein Film des unabhängige türkische Filmemachers Can Candan: http://www.mychilddocumentary.com

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Nürnberg und der Karawane Nürnberg in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein – Rosa Luxemburgstiftung Bayern, dem Rosa Luxemburg Club Nbg/Fü und der Wolfgang Abendroth Stiftungsgesellschaft.

Interventionistische Linke Nürnberg gegründet….

Mit Oktober 2015 gibt es die Interventionistische Linke Nürnberg. Teilweise waren wir bereits vorher in der IL als überregionalem Zusammenschluss organisiert. Sichtbares Zeichen des Organisierungsprozesses der IL war u.a., dass sich die vorher bestehenden diversen Gruppen und Organisationen als lokale IL-Zusammenhänge neu formierten. Hinzu kommen Leute, die Lust haben interventionistische Politik ab jetzt in einem kollektiv bestimmten Rahmen in Nürnberg und darüber hinaus zu machen. Wir gründen uns zunächst auf Basis des Zwischenstandspapiers, das die IL im Oktober 2014 vorlegte. Diesen Beitrag weiterlesen »

48 Hours

4. Mitteilung der Interventionistischen Linken

Es könnte kaum einen besseren Moment geben, um die EZB dicht zu machen. Alle werden kommen. Wir sind „die nettesten Menschen, die Europa zu bieten hat“ (NoTroika), wir sind „die Internationale des Mobs“ (FAZ), wir sind „die Ultras von Varoufakis“ (Gramsci).
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Am Ende entscheidet die Straße – Bis die Mauern fallen

3. Mitteilung der Interventionistischen Linken [iL*]