Archiv für die Kategorie „Berichte“

Demonstration – Schmutzigen Flüchtlingsdeal mit Erdoğan beenden

Erdoğan ist Ursache, nicht Lösung des Problems
Demonstration | Donnerstag, den 17.11.16 | vom BAMF zum Türkischen Konsulat
Treffpunkt 16:30 Uhr | Frankenstr. 210 | Nürnberg

Wir, das Bündnis für Frieden in Kurdistan, sagen:
Schluss mit der Unterstützung eines faschistischen Diktators! Erdogan ist das Problem, nicht die Lösung!
Der schmutzige Flüchtlingsdeal muss sofort gekündigt werden!
Schluss mit Waffenlieferungen an die Türkei, Saudi Arabien und andere Golfstaaten!
Unterstützung der Selbstorganisation in Rojava! Weg mit dem Verbot der PKK!

Im Oktober 2015 reiste Kanzlerin Merkel nach Ankara und handelte einen Deal aus: Die Türkei soll Milliarden Euro sowie Visafreiheit für türkische Staatsbürger bekommen. Dafür hält die Türkei die Menschen, die vor den Kriegen im Mittleren Osten fliehen, an ihren Grenzen auf. Der Deal bedeutete für Millionen von Menschen eine Verschärfung ihrer ohnehin katastrophalen Lebenssituation:

Für Flüchtlinge: Sie stecken nun an der syrischen Grenze oder in türkischen Lagern fest oder müssen viel längere, gefährlichere Wege wählen, wenn sie dem Elend entkommen wollen; sie werden in Lagern auf griechischen Inseln interniert und in die Türkei zurückgeschoben.
Für Kurd*innen im Südosten des türkischen Staatsgebiets: Parallel zum Deal eskalierte Erdoğan den Krieg gegen Kurd*innen. Das Stillschweigen der EU und Deutschlands zu den Massakern, die nun folgten, war ja garantiert: Die Städte Sırnak, Cizre, Nusaybin, Gever, Silopi, die Altstadt von Diyarbakır, Sur wurden dem Erdboden gleichgemacht, bei Ausgangssperren Hunderte Zivilist*innen getötet. Diesen Beitrag weiterlesen »

Protest ohne Camp – eine Auswertung vom Solidarity4all Bündnis

4 Tage obdachlos in Bamberg gegen Ausgrenzung und Abschiebelager

Wir haben für August 2016 ein 4-tägiges Protestcamp gegen Abschiebelager in Bamberg vorbereitet und organisiert. Ein Camp konnte aufgrund der massiven Repression durch die Polizei und die Stadt Bamberg nicht stattfinden. Auch fast alle unsere Kundgebungen wurden verboten. Unser Protest fand trotzdem statt – unter erschwerten Bedingungen – und wir haben vielleicht das Beste aus der Situation gemacht.

https://www.facebook.com/protestcampbamberg/
++ http://protestcamp-bamberg.antira.info/2016/06/01/aufruf-protestcamp-bamberg-4-7-august-2016/

Zum Camp in Bamberg, vom 4. bis 7. August 2016
Die Camp-Idee

Die Abschiebemaschinerie in Deutschland wurde seit dem Herbst 2015 massiv ausgebaut, Abschiebezahlen verdoppelt und Vorreiter war einmal mehr Bayern. Hier wurden die ersten so genannten Aufnahme- und Rückführungs-Einrichtungen (kurz ARE) gebaut – faktisch handelt es sich dabei um Abschiebelager. Das Abschiebelager in Bamberg wurde als s.g. Balkan-Zentrum, also primär für Menschen aus den zu sicheren Herkunftsstaaten erklärten Westbalkan-Ländern, eröffnet – zunächst mit einer Kapazität von 1.500 Personen. Seit September wurden von hier aus jede Woche Busse-Weise Menschen abgeschoben oder zur freiwilligen Ausreise gezwungen. Viele der Betroffenen sind Roma, die in ihren Herkunftsländern mit massiver Diskriminierung und Verfolgung konfrontiert sind. Nach den Menschen aus den Balkan-Ländern werden auch Geflüchtete aus weiteren Herkunftsländern betroffen sein, die als „sicher“ definiert werden. Das war von Anfang an das Konzept der ARE. Diesen Beitrag weiterlesen »

mov(i)e against… Spezial: Solidarity4All

Donnerstag 21.7 | 20.30 Uhr | Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg
Vortrag und Filme gegen rassistische Ausgrenzung und Abschiebungen

„Refugees Welcome“ hieß es im Sommer letzten Jahres. Seither ist viel passiert: Asylgesetze wurden in Deutschland und EU-weit massiv verschärft, rassistische Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nahmen zu, die europäische Abschottungspolitik erreichte mit dem EU-Flüchtlingsdeal mit der Türkei einen neuen Höhepunkt. Die zunehmende Brutalität der Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik bekommen Geflüchtete nicht nur an den EU-Außengrenzen zu spüren, sondern auch in Deutschland. 2015 wurde u.a. in Bamberg ein sog. „Ankunfts- und Rückführungszentrum“ (ARE) eröffnet. Die Menschen dort werden marginalisiert, entrechtet und abgeschoben. Bis zu 4500 Menschen sollen zukünftig in diesem Sonderlager untergebracht werden. Vom 4.-7.8.2016 findet dort ein Protestcamp gegen rassistische Ausgrenzung und Abschiebungen statt.
Der Vortrag – unterstützt mit Filmsequenzen – beginnt als Reisebericht über politische Kampagnen in Idomeni und Thessaloniki. Er streift die Balkanroute und den Brenner und endet als filmische Mobilisierungsveranstaltung am Abschiebelager in Bamberg.

Buchvorstellung und Speakerstour

Zur Gefängnissituation und dem Konflikt in Kolumbien
Dienstag 19.7 | 19 Uhr | Stadtteilzentrum Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg

Während in Deutschland von den angeblichen Fortschritten der Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC-Guerilla und vom beginnenden Postkonflikt in Kolumbien berichtet wird, erzählen viele Menschen in Kolumbien von einer anderen Realität: von Menschenrechtsverletzungen, von Morden an politischen AktivistInnen, von einem erneuten Aufflammen der Paramilitärs. Der bereits 60-jährige bewaffnete Konflikt ist keineswegs vorbei, sondern die Fronten scheinen sich zu verhärten. Die staatliche und parastaatliche Repression gegen die bewaffneten revolutionären Organisationen richtet sich auch gegen die sozialen Bewegungen. Diesen Beitrag weiterlesen »

We care! – 8.März – 12. März – Sexismus, Patriarchat, Kapitalismus wegfegen

Flugblatt der Feminismus Ag der Interventionistischen Linken Nürnberg
Flugblatt der IL

Freiheit für Banu! – Erklärung des 8. März-Bündnisses Nürnberg

Banu, unsere Freundin und Mitstreiterin im 8. März-Bündnis Nürnberg, wurde am 15. April 2015 völlig unerwartet verhaftet. Sie ist Mitglied von ATIK, der „Konföderation der ArbeiterInnen aus der Türkei in Europa“ und Yeni Kadin (= neue Frau), der Frauenkommission von ATIK. Seit Jahren engagiert sich Banu im 8. März-Bündnis und kämpft mit uns gemeinsam gegen die Unterdrückung von Frauen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Konzert und Veranstaltung: Unfinished Revolution

Mittwoch 17.06 | einlass: 18.30 Uhr | beginn Infoveranstaltung : 19 Uhr(freier Eintritt) | beginn Konzert: ca. 21 Uhr Info-(10€ /ermässigt 8€) |Stadtteilzentrum Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg
KünstlerInnen und AktivistInnen über die aktuelle Situation in Ägypten
(präsentiert von Desi-Programmgruppe & Radikale Linke)

Ramy Essam, Ahmad Amin (MC Amin) und Karim Rush (Arabian Knightz) sowie eine Aktivistin der Initi­ative „No to Military Trials for Civilians“ geben uns einen Einblick in die turbulenten Jahre von 2011 bis 2013 und berichten über die aktuelle Situation in Ägypten. Sie klären uns über die Umstände auf, die dazu führten, dass der Befehlshaber der Streitkräfte des gestürtzten Ex-Presidenten Mubarak, General Abd al-Fattah al Sisi 2014 zum neuen Präsidenten ernannt wurde und erläutern was von dem politischen Umbruch von 2011 übrig geblieben ist. Die ReferentenInnen erzählen von dem Alltag und der Perspektive innerhalb des repressiven Vacuums, das sie als oppostionelle Künstler und Aktivisten heute dort erleben und berichten von einer alternativen Jugendkultur gegen den sozialen und politischen Stillstand. Die Veranstaltung beleuchtet die Rolle des Kampfes gegen den IS in der aktuellen Politik Ägyptens und stellt darüber hinaus oppositionelle Bewegungen und deren Arbeit vor.

Ramy Essam wurde durch seine beindruckenden Aufritte auf dem Tahrir Platz in Kairo während der Revolution im Januar 2011 bekannt. Sein Song „Irhal!“ (Verschwinde!) ermutigte die Massen auf den Strassen gegen die 30 Jahre andauernde Diktatur Mubaraks zu protestieren: „ Wir sind alle vereint, das ist unsere Forderung: Verschwinde, Verschwinde, Verschwinde!“ Diesen Beitrag weiterlesen »

Interventionistische Linke (IL) im Aufbruch – ein Zwischenstandspapier

Dieses Papier ist das vorläufige Ergebnis einer mehrjährigen Diskussion, in der sich die Interventionistische Linke über die nächsten Schritte im Organisierungsprozess verständigt hat. Ursprünglich wollten wir ein viel längeres Papier veröffentlichen. Die politischen Positionen sollten ausführlich dargelegt und begründet, unsere aktivistische Praxis in den wichtigsten Arbeitsfeldern grundsätzlich strategisch bestimmt werden. Irgendwann haben wir gemerkt, dass dieser Anspruch für den Augenblick zu hoch ist, und uns entschieden, einen Zwischenstand aufzuschreiben.

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