Zum 11. September:

Die USA unter Feuer
Am 11.9.01 wurden in den USA mehrere Flugzeuge entführt. Zwei der entführten Passagiermaschinen wurden gezielt in das World Trade Center gelenkt und brachten es zum Einsturz, ein weiteres Flugzeug wurde in das Pentagon gestürzt, eine Maschine stürzte aus unklaren Gründen auf freiem Feld ab. Die Weltmacht USA wurde ins Herz getroffen! Mit dem World Trade Center wurde das Symbol des globalen Kapitalismus schlechthin zerstört, Das „Verteidigungsministerium“-Pentagon wurde schwer beschädigt und nicht zuletzt erlebte die USA ein grausames Kriegsszenario auf eigenem Boden. Tausende wurden beim Absturz der Passagiermaschinen getötet, starben in den Flammen wurden unter Trümmern der Gebäude begraben oder verletzt geborgen und in Krankenhäuse gebracht. Unmittelbar nach den Anschlägen setzte sich der Propagandaapparatder herrschenden Klasse in Bewwegung.TV-Sender Rundfunkanstalten und Printmedien war sofort klar, dass die wichtigste frage nur lauten konnte: „Wer hat das getan?“, und die richtige Antwort nur „Wir kriegen Ihn!“. Die Schuldigen waren sofort ausgemacht und werden bis heute ohne jeden Beweis der Öffentlichkeit präsentiert. Täglich werden uns seitdem die Opfer präsentiert, wird das Leiden ihrer Angehörigengezeigt und uns trauer von jenen verordnet,die sonsz angesichts der Oofer ihrer Wirtschaftsordnung und Kriegspolitik von Kolateralschäden sprechen. Die gesamte Bevölkerung soll auf offen propagierte ökonomische und militärische „Gegenschläge“ – auf einen Kreuzzug und Krieg eingeschworen werden. Zur diskussion steht lediglich der Ort, Ausmaß und Zeit des neuen imperialistischen Krieges. Nicht zur Debatte stehen, der weitere Abbau der bürgerlichen Rechte und der Ausbau des Repressionsapparats. Nicht mit uns! Wir weigern uns in das Kriegshorn der herrschenden Klasse zu blasen und stellen als erste Frage nicht die , nach dem „Wer?“, sondern jene nach dem „Warum?“.

Warum wird im Zeitalter der Globalisierung und der schönen neuen Weltordnung ein solcher Anschlag, ein solcher Gewaltakt begangen?

Wir leben in der Zeit des globalen Kapitalismus, im Zeitalter einer angeblich neuen Weltordnung, doch neu ist diese Ordnung nicht. Es ist die Ordnung des Kapitals, die Ordnung der Konzerne, Multis und Den Banken. Eine Ordnung in der alles und jede/r, die gesamte Welt den Profitinteressen des Kapitals untergeordnet wird. es ist eine imperialistische Ordnung, die einen Teil der Welt kolonsierte und bis heute zur totalen Ausplünderung freigegeben hat.Ausbeutung, Armut, Unterdrückung, Elend, Hunger und Kriege sind Folge einer untrennbar mit dieser Ordnung verbundenen Realität.Es ist eine Ordnung, die für die Mehrheit der Weltbevölkerung alltäglich Gewalt bedeutet.
Nach Innenund Aussen immer wieder aufs Neue durchgesetzt, wird diese, gegen die objektiven Interessen der Mehrheit gerichtete, kapitalistische Ordnung von den imperialistischen Metropolenstaaten, ihren Wirtschafts-, Militärbündnissen und Handlangern in aller Welt. Sie sinds es, die die weltweite Ausbeutung von Menschen, Rohstoffen und Absatzmärkten durch ihre Gewaltapparat garantieren. Wo es Kapitalinteressen durchzusetzen gilt ist diesen sogenannten westlichen Zivilisationen jedes Mittel recht. Hierzu nur einige Beispiele: Diktaturen wurden und werden unterstützt in Chile, El Salvador, Afrika, und in Asien. Kriege mit hunderttausenden von Opfern wurden gegen Vietnam, Nicaragua, Grenada, Libyen, den Irak und jugoslawien geführt. Cuba soll durch eine Wirtschaftsblokade ausgehungert und dazu gezwungen werden, sich erneut der Ausplünderung durch die Konzerne zu öffnen. In Kolumbien und Mexiko wird der Terror gegen die Bevölkerung wie der Kampf gegen linke Guerillas finanziert. Der Krieg der „Gotteskrieger“ in Afghanistan wurde ebenso finanziell und militärisch unterstützt wie lateinamerikanische Todesschwadronen und der Krieg des Iraks gegen den Iran. In Afrika werden wiße RassistInnen gefördert und immer wieder wird auch das türkischeRegime bei der Vernichtung seiner GegnerInnen unterstützt, die kette der Beispiele ließe sich unendlich fortsetzen.
Das angesichts dieser weltweiten Gewaltordnung Widerspruch und Widerstand nicht ausbleiben kann ist klar, sie bringt ihn täglich aufs Neue hervor. Einerseits kämpft da die radikale Linke, für eine Überwindung dieser Verhältniss, für Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung, für eine Weiterentwicklung der Gesellschaftsordnung, hin zu einer Welt die alle Fesseln der Vergangeheit abgeworfen hat, die aus Menschen unterdrückte und erniedrigte Wesen machen. Auf der anderen Seite geraten in den letzten Jahren jedoch auch andere in Widerspruch zu jener Weltordnung. Die wachsende Aggressivität und Rücksichtslosigkeit mit der die imperialistischen Metropolen heute die globale Ausbeutung von Mensch und Rohstoffen betreiben mobilisiert auch Kräfte, deren Kampf perspektivisch nicht nach vorne weist, die durch die kapitalistische Entwicklung zum Untergang verdammt sind. Gemeint sind jene, die bis dato bestehende Verhältnisse einschließlich ihrer Privilegien verteidigen bzw. in Abschottung und einem Zurück in die Vergangenheit ihr Heil suchen. so kämpfen im Weltmaßstab die NationalistInnen kleinerer Staaten für ihre nationalen Interessen, das nationale Kapital vieler Länder gegen seinen Niedergang, die Mittelklasse gegen ihre ökonomischen Abstieg und religiöse Gruppierungen gegen die mit der Globalisierung einhergehende Vernichtung ihrer Tradition und Kultur.

Die Anschläge in den USA sind ein Gegenschlag der durch die vernichtende Entwicklungslogik des Kapitals zum Untergang Verurteilten. Mit ihnen ist die brutale und nackte Gewalt der kapitalistischen Globalisierung und imperialen Politik an ihren Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Der Krieg ist also lediglich zurückgekehrt in die Straßen der Metropolen des Kapitals. Dahin zurückgekehrt, wo er nach Auffassung der Herschenden vorerst nichts zu suchen hat. Zurückgetragen wurde er, ohne dass bis heute die genauen Täter ermittelt sind, wohl aus den Reihen islamistischer „Gotteskrieger“. Zurückgetragen wurde der Krieg also von jenen, deren blutiger terror gegen die afghanischen KommunistInnen und die Sowjetunion, einst von den USA und ihren europäischen Verbündeten gezielt unterstützt wurde. Sie, die Metropolen des Kapitals sind es gewesen, die jene ausgebildet und mit Waffenlieferungen hochgerüstet haben. Die sogenannten westlichen Zivilisationen des Kapitals haben ihren terror und Krieg in verschiedenen Ländern instrumentalisiert und finanziert. Sie haben jene in Afghanistan an die Macht getragen und sie schließlich in einem völlig zerstörten Land sich selbst überlassen. Sie sind es, die für tausende Opfer des afghanischen Bürgerkriegs und die Opfer jener Talibanregierung verantwortlich sind. Sie haben den Terror gegen die afghanischen Frauen mit einem Schulterzucken hingenommen. Sie sind es, die auch heute noch die islamistisch Opposition Libyen unterstützen und das saudi-arabische und kuwaitische Regime zu ihren verbündeten in der Region zählen. Sie, die Banken, Konzerne und imperialistischen Zentren sind es auch, die letztendlich verantwortlich dafür sind, dass der Krieg, der in den Ländern der sogenannten dritten Welt zum Alltag gehört, nun mit so blutiger Gewalt durch ihre ehemaligen, im Stich gelasenen, Partner und deren Widerstand an seine Ursprungsort zurückgekehrt ist. Eine entsprechende Einsicht ist jedoch von ihnen mit Sicherheit nicht zu erwarten.

Aggressiv nach Aussen und Innen, instrumentalisieren die Herrschenden heute die Opfer von New York für ihre Interessen und Ziele

Ihre Macht und Unangreifbarkeit hat durch die Ereignisse in New York Risse bekommen, die Börsen beben und die Profite der kapitalistischen Wirtschaft fahren erstmal in den Keller. Jene, die heute weltweit die Opfer stündlich in Sondersendungen präsentieren, sind die selben, denen ansonsten die Opfer der eigenen Politik allenfalls einen Nebensatz auf den hinteren Seiten der Tageszeitungen wert sind. Sie mobilisieren heute zu Trauer, um diese für ihre Ziele zu missbrauchen. Die Gesellschaft soll sich für die Revanche, für die kommenden imperialistischen Kriegseinsätze hinter ihren Armeen formieren.
Die Regierung der USA will nicht einfach Rache, sie will zuschlagen, um ihre Macht als selbsternannter Weltpolizist – als international agierender Kampfverband zur Durchsetzung kapitalistischer Interessen zu zementieren. Die Bundesregierung will sich an Militärschlägen beteiligen: „……..Solidarität….schließt auch Militäreinsätze ein!“ meint Bundeskanzler Schröder und will damit, nach dem Golf- und Serbienkrieg eine weitere Hürde auf dem Weg eigenständiger globaler deutscher Kriegspolitik nehmen. Die kapitalistischen Metropolen stehen heute fest zusammen. Kein Wunder, wird doch in Sondersendungen der Fernsehanstalten in Nebensätzen bereits die Eroberung von Ölquellen thematisiert und in Aussicht gestellt.
Und auch andere versuchen die Situation für ihre Interessen zu nutzen: die russische Regierung rechtfertigt ihren Tschetschenienkrieg mit den Opfern von New York und die israelische Regierung ließ ihre Truppen unmittelbar nach den Anschlägen in palästinensische Gebiete vorrücken.
Neben den Kriegsvorbereitungen sollen unter dem Stichwort „Innere Sicherheit“ die Opfer von New York auch für den weiteren Ausbau des Repressionsapparates in den USA und Europa herhalten. Personell und finanziell sollen in der BRD die Geheimdienste und der Verfassungsschutz hochgerüstet werden.
Otto Schilly fordert den Einsatz der Bundeswehr im Inneren, die rassistischen Ausländergesetze sollen weiter verschärft werden und ganz selbstverständlich wird die Einschränkung von bürgerlichen Rechten in Aussicht gestellt.
Um die Opfer des in die Metropolen zurückgekehrten Krieges wird von den Herrschenden nicht wirklich getrauert. Sie trauern um verloren gegangene Profite, um die Symbole ihrer Allmacht und den Verlust der weltweiten Kontrolle. Wer, wann und wo Krieg zu führen hat wollen sie auch weiterhin exklusiv bestimmen.
Nach Aussen und Innen zielt ihre Politik deshalb heute darauf ab, mit eben jenem Terror den sie so wortreich verurteilen ihre absolute Herrschaft, die Herrschaft des Kapitals, erneut festzuschreiben und alles was sich zukünftig an Widerspruch regen könnte, soll erstickt und ausgelöscht werden.

Wirkliche Trauer und Betroffenheit umfasst die Millionen Opfer, die von dieser Weltordnung des globalen Kapitalismus und ihrem Terror hervorgebracht werden und ist nur in der absoluten Distanz zu den Herrschenden, ihrer Politik, ihren Zielen und Staatsapparaten, ihren Kriegsvorbereitungen und ihrer Ordnung möglich. Wir sprechen den Herrschenden, jenen weltweit Verantwortlichen, jedes Recht auf „Reaktion“, auf kriegerische Akte und Repression ab. Jede Aktion der imperialistischen Staaten und ihrer Verbündeten dient einzig dazu, ihre Herrschaft, die bestehende Terrorordnung der kapitalistischen Verhältnisse, abzusichern und zu verewigen.

Trauer und Betroffenheit über die Millionen Opfer dieser Weltordnung müssen sich endlich in Wut wandeln, in Wut gegen jenes System der organisierten Unmenschlichkeit, das die Verantwortung trägt für eine Welt, in der Profit alles und der Mensch des Menschen größter Feind ist. Wir müssen, darüber hinausgehend, die Mitarbeit verweigern, uns ihrer Ordnung aus Gewalt und Herrschaft entgegenstellen, müssen aufbrechen, die imperialistische Kriegspolitik und den Ausbau ihrer Repressionsapparate bekämpfen, müssen den Widerstand organisieren. Wir müssen endlich den Kampf beginnen, Schluß machen mit dem weltweiten Terror des Kapitalismus und gemeinsam den Weg frei räumen für eine Perspektive, für eine Gesellschaft jenseits der bestehenden Ordnung.

Kampf der politisch-militärischen Aggression nach Innen und Aussen
Kämpft mit uns gegen imperialistischen Krieg, gegen Überwachung, Kontrolle und Repression
Kämpft mit uns gegen die Ausplünderung des Trikonts, gegen ökonomische und militärische Erpressung
Setzen wir auf unsere internationale Solidarität gegen den globalen Kapitalismus

Kämpfen wir gemeinsam für die Soziale Revolution – Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung

drucken | 20. September 2001 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Mittwoch, 30.11.2022

Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg

IM Folgenden dokumentieren wir einen Aufruf, der uns erreicht hat: Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle
Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer