Naziaufmarsch am 6. September – Faschismus bekämpfen auf der Strasse und in den Köpfen!

Für den 6. September 2003 hat der überregional bekannte Neo-Nazi Gerd Ittner aus Zirndorf einen Aufmarsch mit dem Motto „Stolz und treu – macht Deutschland frei“ in Nürnberg angemeldet. Ittner ist bekennender Neo-Nazi und Holocaust-Leugner. Seine menschenverachtenden Machwerke veröffentlicht er regelmäßig im Internet.

Ittner hat die historische Route vom Reichsparteitagsgelände zum ehemaligen Adolf Hitler Platz, dem heutigen Hauptmarkt gezielt gewählt, um sich in die Tradition der von 1927 bis 1938 im September in Nürnberg stattfindenden Propagandaveranstaltungen der NSDAP zu stellen. Regelmäßig fanden in Nürnberg auf dem Reichsparteitagsgelände neben den Reichsparteitagen der NSDAP auch Totengedenken der SA (Sturmabteilung) und SS (Schutzstaffel) statt. Neben Funktionären der NSDAP, der SA, SS und anderer paramilitärischer Verbände versammelten sich auch Abordnungen des Reichsarbeitsdienstes (RAD), der Hitlerjugend (HJ) und der Wehrmacht. Das Nürnberger Reichsparteitagsgelände zählte zu den wichtigsten Nazibauwerken und hat bis heute seine Anziehungskraft auf Neonazis aus aller Welt nicht verloren Nach 1945 wurde das Reichsparteitagsgelände sowohl militärisch als auch gewerblich genutzt. Die Bauten der Luitpoldarena wurden gänzlich entfernt und dem Gelände wieder seine frühere Gestalt als Parkanlage gegeben. Erst 2000 wurden Teile der Kongresshalle für das „Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände“ freigegeben, dessen Planung durch den Widerstand der CSU und anderen rechtskonservativen Kräften immer wieder verzögert wurde.

Nürnberg, Stadt der Reichsparteitage, der Rassegesetze und laut Hitler „deutscheste aller Städte“


Dieser Umgang mit der Nazi-Vergangenheit hat nicht nur in Nürnberg Tradition.

Der seit der „Wiedervereinigung“ Deutschlands wieder erstarkte Nationalstolz ermöglichte ein Abschließen mit der NS-Geschichte, wodurch selbst die militärische Beteiligung Deutschlands an Angriffskriegen möglich wurde. In rechtskonservativen und neonazistischen Kreisen wird Antisemitismus wieder öffentlich diskutiert, Auschwitz verharmlost oder gar geleugnet. Die zahlreichen antisemitischen Anschläge auf Gedenkstätten, Friedhöfe und Synagogen zeigen, dass der Antisemitismus als eine besondere rassistische Erscheinungsform untrennbar mit der ideologischen Geschichte des deutschen Nationalstolzes verbunden ist.

Das Verhältnis des Staates gegenüber der faschistischen Bewegung ist rein taktisch.
So bedienten sich in den 90er Jahre die verschiedensten bürgerlichen Parteien der Parolen rechter Organisationen und Ideologen, um ein rassistisches Klima anzuheizen, welches die faktische Abschaffung des Asylrechtes und die rassistischen Pogrome von Rostock, Solingen usw. erst möglich machte. Rassismus gibt es nach belieben als biologische, kulturelle oder ökonomische Variante. Zum Teil wird er offen aber häufig auch verschleiert propagiert und ist wesentlicher Bestandteil des Bewusstseins vieler Menschen. Rassismus dient zur Verschleierung gesellschaftlicher Klassenwidersprüche im kapitalistischen System und wird von den Herrschenden bewusst und gezielt eingesetzt. Opfer der staatlichen Repression sind vor allem MigrantInnen und Flüchtlinge, die wie z.B. in Fürth in sog. „Ausreisezentren“ durch alltägliche Kontrollen, Ausgangssperren und polizeiliche und behördliche Schikanen zur „freiwilligen“ Ausreise genötigt werden sollen.

Faschistische Bewegungen werden z.B. durch „Akzeptierende Jugendarbeit“ gefördert und andererseits durch Parteien- und Organisationsverbote „bekämpft“, um sich in der Weltöffentlichkeit als „antifaschistischer“ Staat profilieren zu können und den „Standort Deutschland“ für in- und ausländische Investoren attraktiv zu halten. Auch nach Innen dient die Abgrenzung gegen neofaschistische und rechtsterroristische Organisationen zur Verortung in der selbstdefinierten demokratischen Mitte. Dienten zu Zeiten des „Deutschen Herbstes“ RAF und Bewegung 2. Juni zur Legitimation der Aufrüstung des deutschen Sicherheitsapparates, so waren dies in den 90er Jahren sowohl linke Bewegungen, als auch neofaschistische Parteien.

Antifaschismus bleibt revolutionär und wir delegieren ihn nicht

Durch die „staatliche Initiative gegen Rechtsextremismus“ sollte revolutionärer Antifaschismus überflüssig erscheinen. Doch nur eine antifaschistische Bewegung, die die Zusammenhänge zwischen Kapitalismus und Faschismus erkennt, kann auch dem Naziterror effektiv begegnen. Es ist notwendig, Alt- und Neonazis mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln anzugreifen und die direkte Konfrontation zu suchen. Nur so kann verhindert werden, dass sie ihre faschistische Ideologie ungehindert öffentlich verbreiten können. Ittner will die Nürnberger Bevölkerung, an die Verherrlichung des Nationalsozialismus „gewöhnen“. Folgerichtig Ittners Drohung bei einem Verbot des Aufmarsches bis 2013 jedes Jahr eine 1. Mai-Demonstration anzumelden. Eine Taktik, die bereits in Fürth erfolglos von der NPD versucht wurde. Dort fand sich ein kontinuierlich arbeitendes, breites Bündnis verschiedener Organisationen und Einzelpersonen gegen Neofaschismus und Rassismus zusammen, das von Gewerkschaften, Parteien und linken/linksradikalen Gruppen reicht und wiederholt gegen die Aufmärsche der Nazis auf die Strasse ging. Doch auch in Nürnberg und dem Umland regt sich seit Jahren linksradikaler Widerstand gegen faschistische Umtriebe, Einrichtungen und Aufmärsche. Beispielsweise organisierte im November 1999 das Antifaschistische Aktionsbündnis Nbg. in Fürth eine Demonstration gegen den Nazi-Laden „Utgard“, der bis zu seiner Schließung im Juli 2000 als Anlaufstelle für Mittelfrankens Naziriege und zum Vertrieb von faschistischer Propaganda diente. Der Laden musste nicht zuletzt wegen dem anhaltenden Engagement entschlossener AntifaschistInnen geschlossen werden (die Schaufensterscheiben des „Utgards“ wurden wiederholt entglast). Auch die „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ konnte ihren Aufmarsch zum Stadtrats-Wahlkampf im Oktober 2001 gegen den Widerstand von 2500 AntifaschistInnen nicht durchsetzen, sie mussten in einer Sonder-U-Bahn vom Auftakt am Aufseßplatz unterirdisch zur Abschlusskundgebung am Jakobsplatz chauffiert werden. Linker Widerstand wird auch in Nürnberg kriminalisiert, die Präsenz von neonazistischem Gedankengut in der Öffentlichkeit von Behörden und Polizei durchgesetzt. Deshalb liegt es auch in Zukunft an uns antifaschistischen Widerstand aufzubauen.

Organisiert den revolutionären antifaschistischen Widerstand!
Kapitalismus abschaffen – für die soziale Revoution

Anifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg

Vorbereitungen der Gegenaktivitäten zum 6.9.:
Jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr in der Schwarzen Katze (Gostenhof, Nbg)

Regelmäßige Infos: http://www.nadir.org/redside

Kontakt:
Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg
c/o Libresso
Bauerngasse 14
90443 Nürnberg
oder  oa-nuernberg@web.de

Faschismus bekämpfen auf der Strasse und in den Köpfen!
Gegen Staat und Kapital!

drucken | 22. Juli 2003 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Terminkalender

Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer