barricada – April 2009

… mit folgenden Themen …


Anti-Antifa vor Gericht

Bürgerinitiative Ausländerstopp-Stadtrat Sebastian Schmaus steht am 7. Mai schon wieder vor Gericht. Nein, es geht nicht schon wieder darum, dass er stockbesoffen Auto gefahren ist, weshalb er  vor kurzem zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Tatsächlich hat es die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vor etwa zwei Monaten geschafft, Schmaus einen Strafbefehl wegen seiner Betätigung als Fotograf für die Nazitruppe „Anti-Antifa Nürnberg“ zuzustellen. [mehr lesen]

Unsere Revolution statt eurer Krise! Der 1. Mai steht vor der Tür

Unter dem Motto „Unsere Revolution statt eurer Krise! Banken und Konzerne enteignen und vergesellschaften. Kapitalismus abschaffen!“ rufen zahlreiche Gruppen, Initiativen und Organisationen zur diesjährigen revolutionären 1. Mai-Demonstration in Nürnberg auf. [mehr lesen]

Finanzmarktkrise, Systemkrise, Epochenumbruch oder was? Teil2
Wo sollen wir beginnen mit der Vorgeschichte der aktuellen Krise? Jeder Abschnitt in einem Krisenzyklus fußt auf vorangegangenen ökonomischen und politischen Entwicklungen. Der Streit darüber, auf welchen Zeitpunkt der “Beginn??? der Entwicklung zu setzen ist, aus der die jetzige Weltwirtschaftskrise resultiert, ist also müßig.
Einige Jahrzehnte zurück müssen wir aber schon gehen, … [mehr lesen]

Krise? Welche Krise?
Aufklärungsarbeit zur aktuellen Krise des Kapitalismus leistet natürlich nicht nur diese Zeitung (siehe S. 6), sondern auch einige linksradikale Akteure haben sich dem Thema angenommen. [mehr lesen]

Make NATO History – ein interview zu den aktivitäten gegen den NATO-Gipfel
Am 3. und 4. April trafen sich politisch und militärisch Verantwortliche der NATO in Strasbourg, Kehl und Baden-Baden, um über militärische Strategien zu diskutieren und das 60. Jubiläum der NATO zu feiern. Doch konnten die PolitikerInnen ihre Bereitschaft für die Interessen des Kapitals über Leichen zu gehen nicht ungestört zur Schau stellen. Ca. 30.000 Menschen protestierten vor Ort… [mehr lesen]

Soziale Kämpfe in der Region
Sozialticketbündnis für Nürnberg-Fürth-Erlangen gegründet – Demo für Stromsozialtarif in Fürth [mehr lesen]

drucken | 9. April 2009 | barricada

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.