movie against…… „Regina Kiwanuka – Angst hab ich keine“

2009, 50 min., Regie: Veronika Dimke

Do., 28.05.09 | 21.00h | Stadtteilzentrum DESI

Die Filmemacherin Veronika Dimke hat im Rahmen ihrer Filmreihe; „Angst hab ich keine“ Regina Kiwanuka zwei Jahre lang bei ihrer politischen Arbeit und ihren persönlichen Auseinandersetzungen mit Behörden begleitet. Die Politikerin engagiert sich für eine Demokratisierung in Uganda und in ihrem Exilland Deutschland. Der Film über die in Nürnberg ansässige Politikerin schafft es ohne Kommentare auszukommen, denn Frauen wie ihr wird viel zu oft reingeredet.
In „Angst hab ich keine“ hält Regina Kiwanuka der deutschen Gesellschaft einen Spiegel vor und eröffnet einen Blick der überraschend und neu ist. Sie bettelt nicht um Almosen, sondern fordert Menschenrechte ein. Die Kluft zwischen Flüchtling und Passdeutschen verringert sich, wenn klar wird, dass diese Menschenrechte immer und überall von mutigen Aktivistinnen wie ihr erkämpft werden müssen. Diese Frau braucht kein Mitleid, sondern Verbündete.
Ihre Schwerpunktthemen sind der Kampf gegen sexualisierte Gewalt und für die Schließung von Flüchtlingsheimen, die eigene politische Verfolgung und die ihrer Kollegen in Uganda und der Kampf um ein Bleiberecht von Menschen in Not. Ihre Freund_innen fürchten um ihr Leben, wenn der dritte Abschiebeversuch nach Uganda nicht verhindert wird.

Verantstalterin: radikale Linke (rL) und Karawane

drucken | 11. Mai 2009 | redside

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.