Gegen Sexismus und Patriarchat – 100 Jahre internationaler Frauenkampftag

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-Innenstadtaktionen und Demonstration am 8. März 2010

Anlässlich des internationalen Frauenkampftages hat sich in Nürnberg das „8. März – Bündnis“ gegründet. Das Bündnis, bestehend aus zahlreichen Initiativen und Organisationen wird an diesem Tag mit vielfältigen Aktionen, Infoständen, Ausstellungen, Kundgebungen etc. ihren Protest gegen Ausbeutung und Unterdrückung und ihre internationale Solidarität auf die Straße tragen. Ihr Protest wird in eine kurze aber wild entschlossene Demonstration münden.

Kommt am 8. März auf die Straße.
Infostände und Aktionen in der Nürnberger Innenstadt und am Aufsessplatz zwischen 15 und 18 Uhr
Demonstration: 18 Uhr | Weißer Turm | Nürnberg

Infos zum 8. März-Bündnis unter:
www.FrauenkampftagNbg.blogsport.de

Interview mit einer Sprecherin der RL zum 8.März: hier

Überblick über die Aktionen am 8. März:

ZAST (Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber)/ Zirndorf | 10 Uhr
Frauenfrühstück mit Flüchtlingsfrauen und Informationsveranstaltung zum 8.März
veranstaltet von: Internationales Frauencafé

Königstraße (zwischen Hauptbahnhof und Lorenzkirche) | 15-18 Uhr
„Serap hat es satt immer für heterosexuell gehalten zu werden und Kim weiß nicht ob sie in Formularen Frau oder Mann ankreuzen soll“- eine Straßenausstellung
veranstaltet von: Camelia

verschiedene Spielorte in der Innenstadt | 15-18 Uhr
Femmes Mob mit „Frau ärger dich nicht“ Figurenspiel
veranstaltet von: AG-Frauen des Sozialforums Nürnberg

„Mein Busen gehört mir!“ -unser Körper ist keine Ware!
Gegen den alltäglichen Sexismus
veranstaltet von: feministische Gruppe

Themenbezogene Streetart und kleinere Aktionen. Augen auf!
veranstaltet von: Autonome Jugendantifa Nürnberg (AJA)

Weißer Turm | 15-18 Uhr
„Warum Anna ihrem Chef in den Kaffee spuckt…Frauen im kapitalistischen Alltag“
Infostand und Austellung
veranstaltet von: Radikale Linke Nürnberg

Aufseßplatz | 15 -17 Uhr
Infotisch zum 8.März
veranstaltet von: AGIF (Föderation der ArbeitsmigrantInnen aus der Türkei in Deutschland)

Demonstration: 18 Uhr | Weißer Turm | Nürnberg
Auftaktkundgebung mit Preisverleihung „der Goldene Penis“
veranstaltet von: 8. März Bündnis

drucken | 17. Februar 2010 | radikale Linke

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.