Biji Newroz: Der Kampf um Befreiung ist International!

Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung
Gegen Waffenexporte in die Türkei, das PKK Verbot und dem §129b

Bundesweite Großdemo | 19. März | 09.00 Uhr | Cecilienallee, Düsseldorf

Am 21.März feiern die Menschen im mittleren und nahen Osten das Frühlings- und Neujahresfest „Newroz“. In den kurdischen Gebieten der Türkei entwickelte sich „Newroz“ seit den großen „Serhildans“ (Volksaufständen) Anfang der 1990er Jahre von einem kulturellen Frühlingsfest zu einem politischen Symbol der kurdischen Befreiungsbewegung gegen Kolonialismus, Krieg, Besatzung und Fremdbestimmung. Millionen Menschen beteiligten sich in Kurdistan und der Türkei an „Newroz“ Festen und machen die Feste zu eindrucksvollen kollektiven Solidaritätsbekundungen für die Arbeiterpartei Kurdistans PKK und ihre Guerillaverbände. Diese führt seit 1984 einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat mit dem Ziel die nationale und soziale Unterdrückung der Kurd_innen zu beenden. Regelmäßig kommt es am Rande der Newrozfeiern zu militanten Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Jugendlichen und türkischen Polizei- und Militäreinheiten.

Auch in der BRD findet am 19.März in Düsseldorf eine zentrale und bundesweiten Newroz-Demonstration statt, zu der mehrere zehntausende Kurd_innen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden. Die BRD ist beteiligt am Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in der Türkei: Mit Waffenexporten, finanzieller Unterstützung, Polizeilicher und Geheimdienstlicher Zusammenarbeit und nicht zuletzt mit der staatlichen Repression gegen die kurdische Bewegung hier unterstützt die BRD ihren NATO-Partner Türkei im Kampf gegen die Freiheits- und Emanzipationsbestrebungen der Kurd_innen. Als Zeichen des Protestes gegen Waffenexporte, PKK-Verbot und politischer Repression gegen fortschrittliche Migrantinnen rufen wir dazu auf zur zentralen Newroz-Demo nach Düsseldorf anzureisen und sich an einem internationalistischen-antifaschistischen Block zu beteiligen.?

Weitere Infos gibt es bei der Antifaschistisch Revolutionären Aktion Berlin (ARAB)

drucken | 1. März 2011 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.