Stoppt den Krieg gegen Libyen!

Seit dem Abend des 19.März führt ein Bündnis westlicher Staaten einen Krieg gegen Libyen. Mit lasergesteuerten Lenkraketen und Marschflugkörpern greifen Französischen, US-Amerikanische und Britische Kampfjets angebliche Stellungen der libyschen Armee an. Tote Zivilisten werden zynisch als „Kolleterallschaden“ verbucht und von den Aggressoren in Kauf genommen. Und wie immer geht es bei diesem Krieg nicht um „Demokratie“ und „Menschenrechte“ sondern handfeste Wirtschaftliche und Politische Interessen. Vor allem der französische Imperialismus versucht die aktuelle Situation in Libyen zu nutzen um sich Zugriff auf die dortigen Rohstoffe und Märkte zu sichern und seinen politischen und ökonomischen Einfluss in der Region aufrechtzuerhalten und auszubauen. Den durch die Aufstände, Revolte und Umstürze in Nordafrika besteht für die ehemalige Kolonialmacht Frankreich die reale Gefahr das sich der Maghreb von der neokolonialen Abhänigkeit Frankreichs befreien könnte. Während Frankreichs Ministerpräsident Sarkozy also begeistert die Kriegsfanfaren erklingen lässt, zeigt sich die deutsche Regierung dem Militäreinsatz gegenüber vorsichtiger und lehnt eine direkte Beteiligung der Bundeswehr an den Kriegshandlungen ab. Wie schon beim Irak-Krieg scheint das deutsche Kapital in der Region andere geopolitische und wirtschaftliche Präferenzen zu haben als die NATO-Bündnispartner. Trotzdem steht natürlich auch Deutschland Gewehr bei Fuß an der Seite der „westlichen Wertegemeinschaft“ und ist keinesfalls „neutral“. Im Schatten der imperialistischen Aggression gegen Libyen wird die Bundeswehr-Präsens in Afghanistan erhöht um Frankreich, USA und Großbritannien zu entlasten. In den kommenden Tagen soll im Bundestag ein „erweitertes Afghanistan-Mandat“ beschlossen werden das unter anderem auch den Einsatz von AWACS-Aufklärungsflugzeugen ermöglicht.

Krieg dem Krieg!
Werdet Aktiv gegen Krieg, Besatzung und Kapitalismus!
Mobilisiert! Sabotiert! Desertiert!

Weitere Infos:
Libyen-Analyse der Informationsstelle Militarisierung
Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsgegnerInnen

drucken | 23. März 2011 | redside

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.