Fight Back Festival Vol. IV

Sa., 28.05. | Einlass 16.00h | Stadtteilzentrum DESI

Die In­ten­ti­on des Fes­ti­vals bleibt die glei­che, es gilt ein deut­li­ches Zei­chen zu set­zen gegen Ras­sis­mus, Fa­schis­mus, An­ti­se­mi­tis­mus, Dis­kri­mi­nie­rung, Aus­beu­tung und Un­ter­drü­ckung. Das Fight Back Fes­ti­val ist ein Ort der Be­geg­nung und Ver­net­zung ver­schie­dens­ter Sub­kul­tu­ren und Men­schen, neben den viel­fäl­ti­gen mu­si­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen wird es In­for­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten, vega­nes Essen und ei­ni­ges wei­te­re geben. Die kom­plet­te Ver­an­stal­tung wird von An­ti­fa­schis­tIn­nen kom­plett D.I.Y. durch­ge­zo­gen. Ge­win­ne durch das Fight Back Fes­ti­val flie­ßen kom­plett in an­ti­fa­schis­ti­sche Pro­jek­te und Struk­tu­ren.
Es spielen:

REJECTED YOUTH (Streetpunk – Nürnberg)
Die Local-Heroes erstmals beim Fight Back am Start. RY gehören unlängst zu den besten Streetpunk-Kombos Europas. Schnell, melodisch, aggressiv, antifaschistisch – eigentlich brauchen wir euch gar nichts über RY erzählen – kommen und ab feiern!

DISTEMPER (Ska-Punk – Moska/Russland)
Europas umtriebigste Ska-Punk Combo nun endlich auch beim Fight Back. Distemper aus Moskau bieten seit über 20 Jahren eine perfekte Symbiose aus Punkrock und tanzbaren Ska-Punk. Live von der ersten bis zur letzten Minute eine absolute Macht.

RIOT BRIGADE
(HC-Punk – Herrenberg)
HC-Punk Granate aus Herrenberg, die hier keiner weiteren Vorstellung bedarf, zum zweiten mal beim FB am Start. Spätestens seit ihrem hervorragenden Album „Go On“ müssen Riot Brigade keinerlei internationale Vergleiche mehr scheuen.

KURZER PROZESS (Punk-Rap – Nürnberg)
Antifa Punk-Rap aus Nürnberg und zum vierten mal in Folge beim Fight Back am Start. Mit ihrem zweiten Album im Rücken (Release 1. Mai) werden KP den Saal mal wieder zum kochen bringen. Fäuste hoch!

NIGHT FEVER (Hardcore – Kopenhagen/Dänemark)
Night Fever aus Kopenhagen sind eine der aktuell abgedrehtesten und angesagtesten Hardcore Bands Europas. Freut euch auf unzählige „Fuck you“ und eine durchdrehende Crowd – This is Copenhagen Man!

NO SHAME
(Punkrock – Salo/Finnland)
Grandiose D.I.Y. Band aus Finland. Punkrock mit Herz und Verstand, für Jung und Alt, mal mit einigen gelungenen ruhigeren Stücken, mal wütend, mal melancholisch, stets gesellschaftskritisch – Better Drunk than Part of the Machine!

BRAT PACK (HC-Punk – Nijmegen, Niederlande)
Der diesjährige FB Geheimtipp kommt aus den Niederlanden. Brat Pack stehen für schnellen und melodischen HC-Punk. Brat Pack gehören sicherlich zu den besten Punkrock Bands Europas der „neuen Generation“.

FRÜCHTE DES ZORNS (Akustik – Berlin)
Akustik Trio aus Berlin: „Unsere Musik ist die Poesie der Subversion. Unser Gesang ist der Gesang der Verweigerung, der Revolte und des Aufbruchs. Unsere Lieder sind voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben.“

ENRAGED MINORITY (Streetpunk – Rheinfelden)
Antifaschistischer Streetpunk aus Rheinfelden, schnörkellos und direkt in die Fresse. Oldschooliger 80er Sound, es wird kein Blatt vor den Mund genommen und nicht drumherum geredet – EM gehen direkt nach vorne!

Weitere Infos zum Festival & Vorverkauf unter fightback.blogsport.de

drucken | 8. April 2011 | radikale Linke

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.