U-Bahn-Eröffnung in Nürnberg von Protesten für ein Sozialticket begleitet

Her mit dem Sozialticket

Sozialticket JetztDie Eröffnung der neuen U-Bahnstation am 10.12 in Nürnberg zog die Aufmerksamkeit zahlreicher Initiativen, die seit über drei Jahren für ein Sozialticket in den öffentlichen Verkehrsmitteln kämpfen auf sich. AktivistInnen der organisierten autonomie, des Sozialticketbündnisses und andere Gruppen dominierten mit mehreren Transparenten und Flugblattverteilungen das Bild der Veranstaltung. Sie prangerten die unsoziale Verkehrspolitik der Stadt Nürnberg und der VAG an, die trotz breiter Unterstützung der Bevölkerung bisher die Forderung nach einem angebrachten Tarif für finanziell schwach gestellte Menschen nicht umsetzt. Stattdessen wurde nun unverschämterweise sogar eine Fahrpreiserhöhung von 30% beschlossen. Dazu Lena Ungerl von der organisierten autonomie: “Wir werden es nicht stillschweigend hinnehmen wenn der Ausschluss des wachsenden Anteils armer Menschen durch die allein auf Profit ausgerichtete Verkehrspolitik von Stadt und VAG zementiert wird. Deshalb braucht es ein Sozialticket. Mobilität ist ein Grundbedürfnis, das für alle am besten kostenlos zur Verfügung stehen muss“.

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drucken | 12. Dezember 2011 | organisierte autonomie (OA)