Internationaler Frauenkampftag 2012

Der 8. März ist ein historischer Tag, an dem seit 1911 Frauen auf der ganzen Welt ihren alltäglichen Kampf öffentlich zum Ausdruck bringen. Dieses Datum erhielt seine Bedeutung als zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Frauen die Notwendigkeit erkannten, gegen ihre wirtschaftliche und soziale Unterdrückung aufzustehen.

In dieser Zeit wurde viel errungen, auch was heute als selbstverständlich gilt, wie zum Beispiel das Wahlrecht für Frauen. Und dass unsre (Groß)mütter eine Erlaubnis ihres Ehemannes vorweisen mussten, wenn sie eine Arbeit aufnehmen wollten, scheint uns rückblickend geradezu absurd.
Die Nicht-Verfolgung des Abtreibungsparagraphen 218 konnte nur durch langwierigen und zäh geführten Widerstand durchgesetzt werden. Das war ein großer Schritt für die Selbstbestimmung der Frauen über ihren eigenen Körper, entgegen des gesellschaftlichen Zwangs. Während der §218 Abtreibung generell unter Strafe gestellt hatte, war Vergewaltigung in der Ehe in der Bundesrepublik noch bis 1997 völlig legal. Ein Bewusstsein dafür, dass beide Elternteile -egal ob verheiratet oder nicht- gleichermaßen als Bezugspersonen fungieren und wirtschaftliche Verantwortung für ihre Kinder tragen, konnte erst langsam geschaffen werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden inzwischen teilweise angepasst, so beim Unterhalt für uneheliche Kinder. Auch die Arbeit im Haushalt und die Versorgung der Kinder liegen inzwischen in immer mehr Partnerschaften und Familien nicht mehr allein bei den Frauen. Von einer ausgeglichenen Aufteilung notwendiger Tätigkeiten zwischen Männern und Frauen sind wir aber noch weit entfernt.

Dabei ist es bereits normal, dass Frauen auch erwerbstätig sind, doch die Rollenverteilung im Haushalt und die Familienpolitik haben an dieser Stelle nicht mitgezogen. Neben der Arbeit muss ein Großteil der Frauen den Haushalt weiterhin alleine schmeißen, während sich „Mann“ ausruht. Diese Doppelbelastung für Frauen ist noch existenzieller, wenn die Betreuung von Kindern dazu kommt. Auch weil bezahlbare KiTa-Plätze fehlen, ist es für Frauen sehr schwer einen Job zu finden, dessen Arbeitszeiten sich mit der Verantwortung ihren Kindern gegenüber vereinbaren lassen. Auf der einen Seite fordert ein Großteil der Unternehmen von uns immer flexibler und immer mehr Stunden für unsere Arbeit zur Verfügung zu stehen, um ihre Profite zu vergrößern. Auf der anderen Seite möchten die KapitalistInnen, die daran verdienen, finanziell möglichst wenig dazu beitragen, dass für die Gesellschaft ausreichend Betreuungsangebote für Kinder bereit stehen.

Diese Umstände tragen dazu bei, dass fast doppelt so viele Frauen wie Männer in prekären Arbeitsverhältnissen stehen. Das bedeutet Niedriglöhne, kaum Kündigungsschutz, oder gar befristete Einstellung bis hin zu schlecht bezahlten Minijobs. Insgesamt sind Frauen im Beruf deutlich benachteiligt: Der Brutto-Stundenlohn von Frauen ist durchschnittlich 23% niedriger als der der Männer. Eine große Rolle spielt dabei, dass „typische Frauentätigkeiten“ wie Putzen oder Pflege in der Regel schlecht bezahlt sind, Frauen seltener in Führungspositionen hineinkommen, tendenziell geringere Ausbildungschancen haben und öfter teilzeitbeschäftigt sind. Aber auch bei der gleichen Arbeit und gleicher Qualifikation verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch 8% weniger pro Stunde als Männer. Die Benachteiligung der Frauen bei der Arbeitssuche und im Berufsalltag führt dazu, dass viele Frauen wirtschaftlich von einem Partner abhängig sind. Auf sich gestellt haben Frauen ein höheres Armutsrisiko als Männer.

Noch immer werden Frauen und Männer in ein bestimmtes Rollenbild gedrückt: Dabei werden Männern Eigenschaften zugeschrieben wie Stärke, Leistungsorientierung, Härte, Rationalität, Selbstständigkeit und Durchsetzungsvermögen. Die Klischeevorstellung der Frau hingegen wertet Frauen als schwaches Geschlecht und Spielball ihrer Gefühle ab, und beschränkt den „gesellschaftlichen Beitrag“ der Frau auf Schönheit und Fürsorglichkeit. So wird die Frau zum „Zierstück“ und der Mann zu ihrem „ritterlichen“ Beschützer. Diese Geschlechterrollen haben die meisten von uns verinnerlicht und schon als Kinder werden wir darauf getrimmt. Der gesellschaftliche Zwang sich an diese Rollen anzupassen, setzt sowohl Frauen als auch Männer unter Druck.

Durch die Reduzierung der Frau auf ihren Körper lässt sich im Kapitalismus der weibliche Körper als Ware vermarkten. Sei es durch Werbung mit leicht bekleideten, teils untergewichtigen Frauen, sei es dadurch, dass der Chef seinen Status durch eine junge und attraktive Sekretärin aufwerten möchte. Anstatt Empörung hervorzurufen erscheint es den meisten Menschen als selbstverständlich, dass bei einem Job als Bedienung von Frauen in der Regel verlangt wird Männern ihren Körper vorzuführen. Diese Übertragung der Warenförmigkeit auf den Körper setzt sich in der Sexualität fort. In Form von Prostitution wird diese dann auch auf dem Markt gehandelt. Einen krassen Ausdruck dieser Vermarktung des Körpers der Frau findet man in der Zwangsprostitution. Zigtausende Frauen werden jährlich in der EU von Menschenhändlern an Zuhälter gehandelt, das betrifft auch die BRD.

Dies ist eine besonders schwere Form der Gewalt gegen Frauen. Doch in den meisten Fällen findet Gewalt gegen Frauen im häuslichen Bereich statt. In einer Studie des IFF der Universität Bielefeld gab mehr als jede Fünfte der befragten Frauen an, körperliche und/oder sexualisierte Gewalt durch einen früheren oder aktuellen Partner erlebt zu haben.

Wenn es darum geht, dass Frauen für ihre Befreiung und Interessen kämpfen müssen, dürfen wir das nicht nur in einem nationalen Kontext betrachten. Weder dürfen wir uns durch die Phrase, wo anders sei es noch viel schlimmer, dazu bringen lassen, in unserem Alltag klein bei zu geben. Noch dürfen wir uns spalten lassen entsprechend unserer Herkunft oder dem Land, in dem wir leben. Denn die Unterdrückung der Frau hat System und letztendlich ist es ein und derselbe Kampf den lohnabhängige Frauen weltweit führen müssen. Während in Deutschland pro 100.000 Geburten 4 Mütter sterben, sterben in Afghanistan 450 mal so viele Mütter bei der Geburt.

Dies ist nur ein Beispiel, wie dramatisch sich Armut auf die Lebensperspektive von Frauen auswirkt. Doch bedingen sich die Armut eines Großteils der Weltbevölkerung und der Reichtum einiger Weniger gegenseitig. Die Unternehmen aus Staaten mit größerer wirtschaftlicher und militärischer Macht benutzen die sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländer als Lieferanten billiger Rohstoffe und als Absatzmärkte für teure Importwaren. Die aus diesem extremen Ungleichgewicht resultierende Verschuldung der ärmeren Länder wird dabei als zusätzliches Machtmittel eingesetzt, um sie zu einer (Wirtschafts-)politik zu zwingen, die kapitalistischen Profitinteressen dient und das wirtschaftliche Ungleichgewicht weiter vergrößert.

Wie Frauen die Folgen erleben, hat viele Gesichter: Fehlende Infrastruktur oder ein vom Internationalen Währungsfond (IWF) verordnetes Sparprogramm bei der Gesundheitsversorgung kann für Frauen bedeuten, bei der Geburt ihrer Kinder sterben zu müssen. Weltweite Ausbeutung heißt für viele Frauen zu Hungerlöhnen und unter zerstörerischen Arbeitsbedingungen für den westlichen Markt Kleidung zu nähen. Armut und soziale Ungerechtigkeit raubt gerade Mädchen und Frauen weltweit millionenfach die Chance auf Schulbesuch und Bildung. Das erschwert es den Frauen, ihre gesellschaftlichen Fesseln zu sprengen.

Besonders grausam wirken sich Kriege auf die Situation von Frauen aus, indem Not, Perspektivlosigkeit und die Militarisierung der Gesellschaft ihre Unterdrückung noch verschärft. Fast immer erleiden Frauen im Krieg massenhaft sexualisierte Gewalt.

Daher ist es menschenverachtender Hohn, wenn ein Krieg für den ungehinderten Zugang zu Rohstoffen und zu Märkten, ein Krieg für wirtschaftliche Interessen und geopolitische Macht – wie der in Afghanistan – gar noch unter dem Deckmantel der Frauenbefreiung geführt wird!

Unsere Unterdrückung ist nicht unabhängig von dem Wirtschaftssystem in dem wir leben. Im Kapitalismus zählt nur der Profit, der aus uns Lohnabhängigen raus gepresst wird. Und hier sind die Frauen ein gefundenes Fressen, als billige Lohnsklavinnen, als unbezahlte Hausarbeiterin und als Mütter der neuen Lohnsklaven. Wir müssen das Problem an der Wurzel anpacken und endlich Schluss machen mit dem unmenschlichen Wirtschaftssystem! Schluss machen mit der Gesellschaft, die Sexismus, Rassismus und die dazugehörenden Rollenbilder reproduziert. Der Kampf muss weiter gehen für die Befreiung des Menschen von allen Zwängen und gegen die Doppelunterdrückung der Frau als Lohnabhängige und zugleich auf Grund ihres Geschlechts. Und es lohnt sich, zu kämpfen, denn nur durch den gemeinsamen Kampf hier im kleinen aber vereint und solidarisch mit den kämpfenden Frauen auf der ganzen Welt, konnten die bisherigen Erfolge errungen werden.

Schluss mit Zusehen! – Aufstehen!
Für die soziale Revolution!

Gemeinsames Flugblatt der Revolutionäre organisierte Jugendaktion (ROJA) und der organisierten autonomie (OA)

drucken | 8. März 2012 | Revolutionär organisierte Jugendaktion

Terminkalender

Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer