150 Menschen forderten: Sozialticket jetzt!

Sozialticket-DemoAm Samstag, den 6. Oktober fand in Nürnberg eine Demonstration unter dem Motto „Sozialticket jetzt! Fahrpreiserhöhungen zurücknehmen! Perspektivisch Nulltarif für Bus und Bahn und in allen öffentlichen Einrichtungen durchsetzen!“ statt. Etwa 150 Menschen brachten die Forderung nach einem Sozialticket für Bus und Bahn erneut auf die Straße.

Es wurden tausende Flugblätter verteilt, die auch auf viel Zuspruch stießen. RednerInnen waren, VertreterInnen des Nürnberger Bündnis Sozialticket, der Fürther Erwerbslosen Initiative, der organisierten autonomie, des Seniorenrats der Stadt Fürth, des internationalen Frauencafes und des Bündnis gegen Fahrpreiserhöhungen.

Sozialticket SchilderDie Stadt Nürnberg hatte im Juli angekündigt, man wolle im Oktober auf Basis einer von der Stadt beauftragten Studie über Verbesserungen in Richtung Sozialticket diskutieren. Nächste Gelegenheit dazu wäre der Sozialausschuss der Stadt Nürnberg am 18. Oktober. Vor diesem Termin wollte das Bündnis Sozialticket noch einmal die Forderung nach der raschen Eiführung eines Sozialtickets zum Preis von 15 Euro in die Öffentlichkeit bringen. Auf Vorschlag der organisierten autonomie (OA) wurde deshalb eine Demonstration für den 6.10.2012 beschlossen. Dem Aufruf folgten etwa 150 Menschen, die mit Hilfe verschiedener Materialien eine durchaus Aufmerksamkeit erregende Demonstration durch die Innenstadt machten.

Nächste Station im Kampf um ein Sozialticket in der Nürnberger Region ist die Sozialaausschussitzung des Nürnberger Stadtrates am 18.10.2012. Vorausgesetzt, die Stadtspitze Nürnbergs kneift nicht wieder und steht zu der Ansage, dass im Oktober über das Sozialticket diskutiert werden soll.

Aufrufe zur Demonstration

Die Präsentation zur Nürnberger Studie als PDF

drucken | 8. Oktober 2012 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.