mov(i)e against………. Land and Freedom

Donnerstag 17.1 | 20.30 Uhr | Desi | Brückenstr. 23 | Nürnberg
Spielfilm, Großbritannien, Spanien, Italien, Deutschland, 1995, Ken Loach, 109 min

Spanien im Bürgerkrieg 1936: General Franco putscht gegen die junge republikanische Linkskoalition. Aus unzähligen Ländern kommen internationale Brigadisten nach Spanien um die linke Volksfront zu verteidigen. Land and Freedom erzählt die Geschichte eines kommunistischen Arbeiters aus England, der voller Überzeugung nach Spanien kommt, um gegen den Faschismus zu kämpfen. Schnell gerät er in die Wirren des Krieges, den ungleichen Kampf gegen die Franco-Truppen und die internen Auseinandersetzungen zwischen den republikanischen Parteien. Es kommt zum fatalen Bruch zwischen der Kommunistischen Partei und der linkssozialistischen/anarchistischen Bewegung. Nicht nur die Revolution findet ein jähes Ende, auch der Krieg geht verloren und in Spanien beginnt die bis 1975 dauernde Herrschaft des faschistischen Diktators Franco. Ken Loach gelingt ein emotional fesselndes, spannendes und eindringliches Meisterwerk über die tragische Geschichte des spanischen Bürgerkriegs.

drucken | 3. Januar 2013 | radikale Linke

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.