AgitProp: 1. Nürnberger Kriegsexpo

StandAm 6. April veranstalteten die organisierte autonomie (OA) und die Revolutionär organisierte Jugendaktion (ROJA) in der Nürnberger Innenstadt eine satirische Kriegsmesse. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Mit Sicherheit tödlich“ und bot Informationen über alles, was die Herrschenden und ihr politisches und militärisches Personal benötigen, um ihre Interessen weltweit robust durchzusetzen.

Uwe-verkauftZu martialischen Klängen und Jingles bekamen die PassantInnen eine Verkaufsshow geboten, in der die Vorzüge des „Universal Soldiers“ angepriesen wurden. Dieser erinnert zwar optisch an eine Street-Puppet mit übergroßer Knarre, ist aber eine wunderbare Tötungsmaschine, die den berechtigten Profitinteressen Nachdruck verleiht, Störpopulationen ohne Skrupel wegputzt und auch in Zukunft eine Welt ohne Ungleichheit und Unterdrückung, Kriege und Krisen, Armut und Hunger verhindert.

universalsoldierAuf Flyern wurden MessebesucherInnen von der Waffenindustrie über die Vorzüge des Kapitalismus und seiner Kriege und die Rolle der bürgerlichen Medien bei der Vorbereitung und Durchführung eines Feldzuges aufgeklärt. Zusätzlich informierten ROJA und OA mit Messeständen über die erfolgreiche deutsche Rüstungsindustrie, militärische Flüchtlingsbekämpfung kleine-zieleund die wunderbare Welt der „weniger tödlichen Waffen“ (Diese innovativen Geräte sind weniger tödlich als tödliche Waffen und lassen sich gut gegen DemonstrantInnen oder streikende ArbeiterInnen einsetzen). Ein Teil der Ausstellung der OA/Prolos und ein normal bestückter autonomer Büchertisch ergänzten die Kriegsmesse mit einer revolutionär linken Sicht auf Krieg, Krise und Kapitalismus.

Trotz sehr winterlicher Temperaturen stieß diese Agitpropaktion auf gute Resonanz. Das Programm und die Ausgestaltung waren zudem so gezeichnet, dass die antikapitalistische und antimilitaristische Ausrichtung der Aktion den PassantInnen beinahe sofort bewußt wurde.

drucken | 18. April 2013 | organisierte autonomie (OA)

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Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.