5 Jahre seit dem staatlichen Mord an Alexis

7. Dezember 2013 | 20:00 Uhr | KOMM e.V., Untere Seitenstr. 1
061208-13Am 6. Dezember 2008 wurde der 15 Jährige Schüler Alexis Grigoropoulos im Athener Stadtteil Exarcheia von einem Polizisten erschossen.

In wenigen Minuten entstand eine spontane Demonstration die sich von Athen aus zu einem Aufstand in ganz Griechenland entwickelte. In einer Zeit in der die griechische Jugend kaum Perspektiven hat auf ein vernünftiges Leben und die Krise sich ausweitet, war der Tod von Alexis der Funke der die Prärie in Brand steckte. Die gesellschaftliche Stimmung explodierte. Ab dem Moment wo sich die spontanen Demonstrationen zu einem Aufstand ausweiteten und kein Ende der Kämpfe in Sicht war, öffnete die Revolte Räume für Diskussionen und Utopien. Alles war möglich.

Was war besonders bei diesem Aufstand?
Wie ist der Aufstand verlaufen?
Ist alles vorbei?

Über diese und mehr Fragen, über Ereignisse und persönliche Erfahrungen werden am 7. Dezember zwei Genossen aus Griechenland berichten und mit euch diskuttieren.

Dezember 2008 war nicht die Antwort, sondern die Frage!

7. Dezember 2013 | 20:00 Uhr | KOMM e.V., Untere Seitenstr. 1

drucken | 22. November 2013 | redside

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.