Heraus zum internationalen Frauenkampftag!

Keine Befreiung ohne Revolution – keine Revolution ohne Befreiung!
Heraus zum internationalen Frauenkampftag!
Nieder mit Patriarchat und Kapitalismus!

8.März 2014 – 15.30 Uhr – Weißer Turm, Nürnberg | Demo des Bündnis 8.März

frauenkampftagDer 8.März, der internationale Frauenkampftag, steht weltweit als symbolischer Tag für die Gleichstellung von Frauen und für den Kampf gegen patriarchale Unterdrückung, Ausbeutung und ungleiche Behandlung.
An diesem Tag tragen wir, gemeinsam mit hunderttausenden Menschen weltweit unsere Forderung auf die Straße, endgültig Schluss zu machen mit struktureller Unterdrückung und sexualisierter Gewalt, Schluss zu machen mit ökonomischer Ausbeutung und patriarchalen Rollenbildern und aufzubrechen, hin zu einer Welt, in der alle Menschen frei über ihr Leben, ihre Arbeit und ihren Körper entscheiden können.

Doch der Kampf um die Befreiung der Frau steht nicht nur am 8.März, nicht nur an einem Tag im Jahr auf der Tagesordnung. Der Kampf um die Befreiung aller Frauen ist ein alltäglicher, egal ob an Arbeitststelle, zu Hause oder im gesellschaftlichen Zusammenleben. Frauen sind ständig offener und verdeckter Gewalt ausgesetzt, vom Alltagssexismus über sexuelle Belästigung bis hin zu sexualisierter oder häuslicher Gewalt. Häufig findet diese Gewalt verdeckt und unsichtbar statt – Fälle wie die unlängst bekannt gewordenen Massenvergewaltigungen in Indien zeigen aber deutlich, dass sexualisierte Gewalt alles andere als Einzelfälle und Ausnahmen sind. Die massiven Proteste brachten den Staat übrigens nicht zum Eingreifen – erst nachdem die Tourismuszahlen einbrachen sahen sich indische staatlich Stellen genötigt, eine Kampagne gegen Gewalt an Frauen zu starten, um das Image Indiens in der Welt wiederherzustellen.
Auch eine ökonomische Gleichstellung existiert faktisch nicht, Rollenbilder bestimmen den Lebensweg (nicht nur) von Frauen von Anfang bis Ende und von einer Selbstbestimmung über den eigenen Körper kann bei weitem keine Rede sein. Durch alltägliche patriarchale Gewalt ebenso wie durch staatliche Gesetze und Programme, bestehende Hierarchien und Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz wird Frauen systematisch ein Platz in der Gesellschaft zugewiesen. Bei allen Erfolgen, die die Frauenbewegungen bislang erkämpft haben, bei allen Fortschritten, die es gab und gibt – das Ende der strukturellen Unterdrückung in den Grenzen einer auf Ausbeutung und Unterdrückung basierenden Gesellschaft herbeizuhoffen bleibt weiterhin eine Illusion.

Bereits von frühester Kindheit an werden Männer und Frauen in eine Rolle gezwungen, sei es über die Wahl des richtigen Spielzeugs, jungen- und mädchenspezifische Fächer in der Schule oder Auswahlkriterien bei Ausbildungsplatz und Job. Diesen Rollenbildern entsprechen auch die typischen „Frauen- und Männerberufe“. Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 22% weniger als Männer und arbeiten darüber hinaus häufig in extrem unsicheren Arbeitsverhältnissen. Ein Großteil der Frauen arbeitet in schlecht bezahlten Verhältnissen wie etwa in der Pflege, in sozialen Berufen oder im Verkauf – alles Jobs im Niedriglohnbereich. Und gerade diese Berufe sind es, in denen häufig in Teilzeit gearbeitet wird und die immer wieder in besonderem Maße von Kürzungsmaßnahmen und vermeintlichen „Krisenbewältigungsstrategien“ betroffen sind. Die Umstrukturierung des Arbeitsmarktes im Rahmen der Agenda 2010 und späterer Konjunkturprogramme, mit denen das Kapital die Lasten kapitalistischer Krisen bereits im Vorfeld auf die Schultern der Lohnabhängigen verteilt hat, Teilzeit-, Mini- und 1-Eurojobs ebenso wie der Zwang für jeden Lohn zu arbeiten erhöhen die Konkurrenz und verschärfen die Lohnarbeitsverhältnisse von Frauen.
Das Kapital freuts – wird doch genau dieses Modell in ganz Europa mit aller Macht durchgesetzt, auch im europäischen Ausland natürlich im besonderen Maße zum Nachteil von Frauen.
Gleichzeitig wird Frauen der Zugang zu traditionell als Männerberuf geltenden Berufen erschwert. Für Unternehmen spielt dabei häufig die „Gefahr“ einer Schwangerschaft eine nicht unwesentliche Rolle. Potentielle Ausfälle machen das Geschäft mit der Ware Arbeitskraft weniger profitabel und damit für das Kapital unattraktiv. Mehrheitlich ist es aber eben die Aufgabe von Frauen, Elternzeit zu nehmen oder in Teilzeit zu wechseln, wenn Nachwuchs da ist. Neben Schwierigkeiten bei der Einstellung führt das wiederum zu geringeren Einzahlungen in die Sozialkassen und zu niedrigerem Anspruch etwa auf ALGI oder Rente. Ohne verdienenden Ehemann – und damit ökonomische Abhängigkeit – häufig der vorprogrammierte Weg in die Altersarmut.

Das Kapital macht sich die Spaltung in Mann und Frau bewusst zu nutze und fördert sie, um optimale Ausbeutungsbedingungen zu erhalten. Die strukturelle Ungleichbehandlung von Frauen drückt das Lohnniveau in ganzen Branchen nach unten. Das, und das reaktionäre Frauenbild führen zu einer vermeintlichen Konkurrenz unter Männern und Frauen. Gleichzeitig werden Frauen durch Staat und Wirtschaft vermehrt in den Bereich der häuslichen, der so genannten Reproduktionsarbeit gedrängt. Auch hier leisten mehrheitlich Frauen die unbezahlte Arbeit, die zur Erholung und Wiedererlangung der Leistungsfähigkeit in der Lohnarbeit nötig ist – waschen, kochen, putzen, Kinder versorgen und am besten noch liebende Ehefrau mit ehelichen Pflichten sein. Der Kapitalismus profitiert von diesen unbezahlten Tätigkeiten – sind sie doch notwendiger Bestandteil der Ausbeutung der Ware Arbeitskraft. Diese doppelte oder mehrfache Ausbeutung und Diskriminierung steigert sich für migrantische Frauen nochmals zusätzlich. Rassistische Migrationspolitik in Deutschland, Alltagsrassismus, sowie ein hochgerüstetes Grenz- und Abschiebungsregime lassen bereits die Erlangung von Asyl oder einem Aufenthaltsrecht zu einem zehrenden Kampf werden. Schaffen es Frauen trotz der rassistischen Grenz- und Abschottungspolitik einen Aufenthalt zu erkämpfen, stehen sie wiederum vor einer Mehrfachdiskriminierung und -ausbeutung. In westeuropäischen Ländern erledigen oft Migrantinnen die anfallende Haushalts-, Pflege- und Sorgearbeit, sie müssen in prekären Verhältnissen arbeiten, sind vielfach illegalisiert und in besonderem Maße von Rassismus und Sexismus betroffen. Menschen mit Migrationshintergrund werden bei der Lohnarbeit systematisch schlechter bezahlt und in unsichere Arbeitsverhältnisse gedrängt. Auch hier herrschen natürlich extreme Konkurrenz, Niedriglohndruck und verschärfte Ausbeutungsbedingungen – und auch hier in besonderem Maße für Frauen.

Die bürgerliche Frauenbewegung hat der Verquickung von Kapital, Rassismus und Patriarchat nichts entgegenzusetzen gewusst. Formal gibt es eine Gleichstellung – faktisch haben sich viele Erfolge bei genauerem Hinsehen zu Nachteilen entwickelt. Durch die vermeintliche Gleichstellung sind Frauen, die Karriere, Kinder und Haushalt optimal miteinander bewältigen, die sich in der „Männerwelt“ durchsetzen und dabei nichts von ihrer weiblichen Rolle einbüßen, heute das Vorzeigemodell der bürgerlichen Gesellschaft. Machbar ist das – wenn überhaupt – für bürgerliche Frauen, die sich eine Haushaltshilfe, Nanny, Yogastudio und so weiter leisten können – für die Mehrheit der lohnabhängigen Frauen baut dieses Rollenbild nur mehr Druck auf und bleibt unerreichbar. Es vermittelt vor allem eines – welche es nicht schafft, scheitert nicht an gesellschaftlichen Hürden, der Klassenlage oder struktureller Unterdrückung – sondern ist schlichtweg selber schuld. Neben der Verschärfung der Doppel- und Mehrfachausbeutung von Frauen im kapitalistischen Alltag, führt dies vor allem auch zu einer Individualisierung und Entkollektivierung des Problems. Sich selbst zu ermächtigen, gegen strukturelle Unterdrückung, gegen alltäglichen Sexismus sowie männliches und weibliches Rollenverhalten ist ein notwendiger und essentieller Bestandteil des Frauenkampfes heute. Ebenso wie sich in die Lage zu versetzen, die eigenen Interessen individuell zu erkennen und zu vertreten. Doch dabei stehenzubleiben reicht nicht aus..

Das Patriarchat ist im Kapitalismus verwurzelt und erhält diesen aufrecht, insofern müssen wir sowohl mit der Illusion einer feministischen Revolution unter kapitalistischen Vorzeichen Schluss machen wie mit der Annahme, das Patriarchat würde von selbst verschwinden, wenn nur der Kapitalismus erst mal auf dem Müllhaufen der Geschichte landet. Das Patriarchat hat alle bisherigen Klassengesellschaften geprägt und wurde sich von den jeweils herrschenden Klassen zu nutze gemacht, um ihre Herrschaft zu zementieren – so auch im Kapitalismus. Es existiert lange bevor und unabhängig von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung und wird auch über diese hinweg Bestand haben, wenn wir nicht für sein Ende sorgen. Die Konkurrenz zwischen Männern und Frauen spaltet uns und zieht Grenzen wo es keine geben dürfte. Das Kapital nutzt diese Spaltung. Ohne ein kollektives Bewusstsein über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Unterdrückung, ohne eine Erkenntnis über die Notwendigkeit der Überwindung dieser Spaltung und ohne den gemeinsamen Kampf gegen jede Form der Ausbeutung und Unterdrückung wird auf längere Sicht alles so bleiben wie es ist – oder sich tendentiell verschlimmern. Nur im gemeinsamen Kampf um Gleichstellung kann ein kollektives Bewusstsein über die eigene Stärke erlangt werden und ein Schritt in Richtung sozialer Revolution gegangen werden! Für uns gilt es, die Spaltung zwischen Geschlechtern und die Zurichtung auf spezifische Rollen zu durchbrechen und kollektiv und organisiert für eine Gesellschaft frei von jeder Ausbeutung und Unterdrückung zu kämpfen. Der Kampf gegen das Patriarchat und der Kampf gegen den Kapitalismus sind untrennbar miteinander verwoben und um diese Kämpfe entschlossen und fortschrittlich führen zu können ist es notwendig sich kollektiv zu organisieren und den Schritt aus der Vereinzelung zu wagen!

Machen wir Schluss mit sexistischer Zurichtung und profitorientierter
Ausbeutung!
Gemeinsam, solidarisch und entschlossen gegen Kapitalismus und Patriarchat!
Für die soziale Revolution!

Aufruf der Revolutionär organisierten Jugendaktion (ROJA) und der organisierte autonomie (OA)

drucken | 9. Februar 2014 | organisierte autonomie (OA)

6 Comments

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Terminkalender

Mittwoch, 30.11.2022

Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg

IM Folgenden dokumentieren wir einen Aufruf, der uns erreicht hat: Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle
Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer