mov(i)e against… „Veranstaltung und Film über die Äthiopische Revolution 1974“

Do., 17.07.14 | 19.00h | Stadtteilzentrum DESI

AB 19:00 BERICHTEN AKTIVIST/INNEN VON DER ÄTHIOPISCHEN REVOLUTION
AB 20:30 UHR ZEIGEN WIR DEN FILM TEZA-MORGENTAU

Teza1974 erlebte Äthiopien eine links orientierte, sozialistische Revolution. Treibende Kräfte für diese Revolution waren Uni-Studenten, Dozenten, Schüler und Lehrer gewesen. Deren Bewegung begann ungefähr parallel zur 68er-Bewegung in Deutschland. Die Revolution wurde letzendlich von eine Gruppe von Armeeoffiziere geklaut: Nach der Entmachtung des Kaisers in 1974 ermordete das Militär unzählige junge Revolutionäre, schmückte sich jedoch mit deren Vision, um bei der Bevölkerung akzeptiert zu werden. Aktivisten aus Äthiopien werden von 19 bis 20 Uhr über diese Ereignisse informieren und diskutieren.
Von 20:00 bis 20:30 gibt es Essen aus der Desi-Vokü und um 20:30 zeigen wir den Film “Teza – Morgentau???

Teza – Morgentau
2008 USA / Deutschland / Frankreich 2008, R.: Haile Gerima, 138 Min; Original mit deutschen Untertiteln
Anberber kehrt nach Jahren des Medizinstudiums in Europa nach Hause zurück. In dem äthiopischen Dorf, in dem er aufwuchs, heißt man ihn herzlichst mit einer Feier Willkommen. Die Bewohner_innen setzen große Hoffnungen in den Akademike r. Doch schon am ersten Abend wird Anberber mit den politischen Unruhen im Land konfrontiert, die seinen Neuanfang in Frage stellen. Als Regierungstruppen einmarschieren, die Soldaten für den anstehenden Krieg rekrutieren, muss er erkennen, dass das Land seiner Kindheit nicht mehr dasselbe ist. Bilder aus einem früheren Leben werden lebendig. Anberber flüchtet sich in Isolation, hat Alpträume, weiß nicht weiter. An wissenschaftliches Engagement ist nicht zu denken.

drucken | 14. Juli 2014 | radikale Linke

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.