Aufruf zum antikapitalistischen Block am 4.10.2014 in Nürnberg!

Plakat_4_10_header

+++NEU+++

Indymedia-Artikel: „Polizei will Route kippen“

Radio Z-Interview: „Demonstration gegen europäische Verarmungspolitik am Samstag in Nürnberg“

Info: Gegen das Teilverbot der Route wurde Klage eingereicht.

»»Übersichtsseite««

Antikapitalistischer Block | Aufsessplatz |  04.10.2014 | 12 Uhr

Von Nürnberg nach Frankfurt – die europäische Verarmungspolitik angreifen!

Die europäische Krisenpolitik der Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission, welche Millionen von Menschen in Europa in die Armut getrieben hat, besteht weiterhin fort. Innerhalb dieser Politik spielt die BRD mit ihrer Arbeitsmarkt- und Migrationspolitik eine bedeutende Rolle. Gegen diese Verarmungspolitik der EU und der BRD setzen wir den Klassenkampf von unten! Es gilt den Kapitalismus abzuschaffen! Lasst uns aus dem Herzen der Bestie ein wichtiges Signal der Solidarität an die lohnabhängige Klasse in allen Ländern senden und hier den Widerstand und den Kampf für unsere Interessen weiter vorantreiben. Dafür steht der antikapitalistische Block auf der Demonstration des Sozialforums Nürnberg am 4. Oktober 2014 zur Bundesagentur für Arbeit (BA) und zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Demonstration stellt eine Etappe der Proteste gegen die Krisenpolitik der Troika dar. Einen weiteren Höhepunkt werden diese in der BRD zur Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt finden.

Die Krise ist vorbei?! Für uns nicht!

Während die Mehrheit der Menschen in Europa nach wie vor unter den Folgen der Krise zu leiden hat, geht das deutsche Kapital als Gewinner aus der Krise hervor. Mit der Agenda 2010 wurde ein Meilenstein in Sachen Liberalisierung gelegt. Der Ausbau des Niedriglohnsektors verschaffte dem deutschen Kapital ideale Ausbeutungsbedingungen. Dadurch war es ihm möglich mit weniger Lohnkosten zu produzieren und die Mehrheit der anderen Europäischen Staaten durch billige Exporte niederzukonkurrieren. Für die Disziplinierung der Erwerbslosen sorgten die Hartz IV Gesetze.
SPD und Grüne setzten die Agenda gegen Protest von unten durch. Dabei mussten sie sich keine große Mühe geben, die Gewerkschafts-Spitze zu überzeugen, die mit ihrer sozialpartnerschaftlichen Haltung zum deutschen Kapital einen organisierten Widerstand der Lohnabhängigen erschwerte.
Bei abnehmender Tarifbindung und sozialpartnerschaftlichen Kompromissen von Gewerkschaften sinken die Reallöhne in der BRD seit Jahren bei steigender Produktivität. Mit den Hartz-Gesetzen wurde ein Drohpotenzial für die arbeitende Klasse geschaffen und mit dem Niedriglohnsektor ein institutionalisiertes Ausbeutungsparadies für das Kapital. Ziel ist es nun, diesen Angriff auf die lohnabhängige Klasse in kurzer Zeit auch in anderen EU-Ländern durchzusetzen. Auch in Deutschland ist ein Ende des Prozesses der Umverteilung von unten nach oben nicht in Sicht. Wir haben deshalb allen Grund zum Widerstand!

Warum am 4.10. in Nürnberg auf die Straße gehen?

In Nürnberg haben gleich zwei Institutionen ihren Sitz, die dem deutschen Kapital ideologisch wie auch praktisch treue Dienste leisten: die Bundesagentur für Arbeit (BA) und das Bundesamt für Mi­gration und Flüchtlinge (BAMF). Beide stehen für eine Politik der Repression. Die betroffenen Menschen werden in eine prekäre Existenz gezwungen und ihre Rechte werden massiv einge­schränkt.

Bundesagentur für Arbeit – Disziplinierung und Ausbeutung ist ihr Job

Der BA kommen mehrere Aufgaben zu, mit deren Erfüllung sie dem kapitalistischen Arbeitsmarkt und somit dem Gesamtinteresse des deutschen Kapitals dient. Zum einen ist sie für die Repression gegen Erwerbslose zuständig. Sie lässt keine Gelegenheit aus, den Druck auf diejenigen zu erhöhen, für die entweder gerade keine Verwendung ist, oder auf die, die sich der Leitlinie „Arbeit um jeden Preis“ nicht beugen.
Die BA sorgt durch Planung, Richtlinien und Verfahrensanweisungen dafür, dass sich Erwerbslose der zunehmenden Ausbeutung nicht verweigern können und ihnen weitere Rechte entzogen werden. Vor Ort setzen die Jobcenter mittels Sanktionen und Kürzungen die Vorgaben der BA durch. Unter dem Deckmantel der Rechtsvereinfachung werden aktuell Verschärfungen vorbereitet.
Doch die BA ist nicht nur für Zwangsmaßnahmen gegen Erwerbslose zuständig. So wird in gemein­samen Arbeitskreisen mit Arbeitgeberverbänden und Regierungsmitgliedern die Arbeitsmarktpolitik in eine für das Kapital profitable Richtung gesteuert. Immer wieder jongliert die BA mit Zahlen her­um, korrigiert am laufenden Band ihre Statistiken und verschafft Vorstößen der bürgerlichen Partei­en somit ideologische Schützenhilfe.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zum Beispiel ist ein Forschungsinstitut, das der BA angegliedert ist. Mit Studien und Stellungnahmen zu Leiharbeit, zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, zu Minijobs oder zum Renteneintrittsalter liefert das Institut den bürgerlichen Parteien immer wieder Argumente, mit denen sich die Fortsetzung des neoliberalen Kurses und die Umge­staltung des Arbeitsmarktes rechtfertigen lassen.
Konsequenterweise fördert die BA als Institution des bürgerlich kapitalistischen Staates prekäre Be­schäftigung, indem sie Arbeitslose zwingt, sich auf jede Beschäftigung zu bewerben, sei sie auch noch so ungesichert oder geringfügig. Das gepriesene deutsche Jobwunder wäre ohne die Bundes­anstalt nicht denkbar gewesen: Ein Jobwunder, das bedeutet, dass heute ein Viertel aller Beschäftig­ten im Niedriglohnsektor arbeiten. Ein Jobwunder, das vor allem MigrantInnen, Frauen und soge­nannten Geringqualifizierten ein Leben in ständiger Unsicherheit beschert, besser Ausgebildeten den sozialen Abstieg – und dem Kapital die billigsten Arbeitskräfte, die es sich wünschen kann.

BAMF – Bundesamt für Rassismus und Spaltung

Das BAMF ist die zweite Institution in Nürnberg, die hier ihre Schweinereien vorbereitet, um sie dann bundesweit und sogar europaweit zum Einsatz zu bringen. Auch das BAMF erfüllt zugleich mehrere Funktionen im Dienste des Kapitals und seinen staatlichen HandlangerInnen.
Sein Handeln ist das zynische Barometer, an dem sich die politischen und wirtschaftlichen Interes­sen der BRD ablesen lassen. So zeigte das Beispiel Afghanistan, dass eine afghanische Herkunft erst dann als Fluchtgrund akzeptiert wurde, als eine weitere Begründung für ein militärisches Ein­greifen der BRD gesucht wurde. Obwohl noch immer täglich Menschen in dem Land getötet oder existenziell bedroht werden, darf nach dem Abzug der Bundeswehr wieder abgeschoben werden. Der Einzelne wird somit zum Spielball der Willkür der Herrschaftsinteressen.
Doch Krieg und Armut haben ihre Ursache in der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Dass Menschen auf der Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben aus ihrer Heimat flüchten müssen, liegt an der Politik der imperialistischen Zentren, die auf kapitalistische Konkurrenzfähigkeit ausgerichtet ist. Das BAMF hat die Aufgabe, die MigrantInnen und Flüchtlinge hier so zu behandeln, dass sie wo nötig und möglich zur Konkurrenzfähigkeit der BRD beitragen – oder eben verschwinden. Dabei kann das BAMF noch rücksichtsloser mit seiner „Klientel“ umgehen als die BA, da z.B. Flüchtlinge in der BRD kaum über eine Lobby verfügen, nur eingeschränkte Rechte haben und Ziel massiver Hetzkampagnen zur Spaltung der ArbeiterInnenklasse sind.
Das BAMF steht für eine menschenverachtende Einwanderungspolitik, die Zuwanderung unter dem Schlagwort „Humankapital“ nach Green-Card Manier regeln soll. Gemeinsam mit der Bundesagen­tur für Arbeit, das der „Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung“ zu­ stimmen muss, sorgt das BAMF für jene Selektion von Menschen nach ökonomischen Gesichts­punkten, die das deutsche Kapital fordert.

Krise ist unser Alltag im Kapitalismus…

BAMF und Bundesagentur für Arbeit tragen dazu dabei, dass das deutsche Kapital aus der Krise als Gewinner hervorgeht. Verlierer sind Millionen von Menschen in Deutschland und anderswo, die für diese „Krisenlösung“ bezahlen müssen.
Während Viele auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise begannen, am kapitalistischen Wirtschafts­system zu zweifeln, entfalteten der Staat und die bürgerliche Klasse ihre Gegenpropaganda: Natio­nalismus, Rassismus und Sozialchauvenismus sollen die Kritik am System ersticken. Wir dürfen uns auf diese Spaltung nicht einlassen. Anstatt uns aufeinander hetzen zu lassen, sollten wir zusammen stehen und für unsere Rechte gemeinsam solidarisch kämpfen. Die deutsche Kapitalstrategie mit Niedriglohnsektoren und Flexibilisierung, eine Strategie, bei der Arbeitslose mit Daumenschrauben-Taktik in unterbezahlte Beschäftigung gezwungen werden, soll künftig als Blaupause für die Umgestaltung der Arbeitsmärkte in anderen europäischen Ländern dienen. Es liegt an uns, den Kampf gegen die hiesigen Verhältnisse aufzunehmen.
Erst wenn wir uns klar werden, dass unser Interesse unversöhnlich dem der KapitalistInnen entge­gensteht, dass die Trennlinie zwischen oben und unten und nicht zwischen Hautfarbe, Geschlecht, oder Nationalität verläuft, haben wir eine Chance auf ein Leben, in dem die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt des Denken und Handelns stehen und nicht die Profite einiger Weniger.

…unser Alltag im Kapitalismus ist Widerstand!

Es gelingt schon heute immer wieder, Proteste auf die wesentlichen Fragen zuzuspitzen. In Ham­burg und Berlin solidarisierten sich viele Menschen mit den Flüchtlingen, halfen praktisch, kämpf­ten solidarisch und ließen sich nicht auf Grund verschiedener Pässe spalten. In Nürnberg errichteten die streikenden Flüchtlinge ein Protestzelt, besetzten nach einer Demonstration spontan den Eingang des BAMF und erhielten dabei breite Unterstützung von Nürnberger AktivistInnen. Doch auch in anderen Feldern ist es spürbar, dass sich etwas bewegt und die richtigen Fragen gestellt werden, wenn auch noch nicht immer die richtigen Antworten parat sind.
So bringt die Lage auf dem Wohnungsmarkt erste Proteste und Kämpfe hervor. Die aktuelle Nied­rigzinspolitik der EZB führt zu verstärkten Immobilien-Investitionen. Dies hat eine Steigerung des Wertes der Ware Wohnraum zur Folge und schlägt sich auf die MieterInnen mit erhöh­ten Mieten nieder, die immer schwieriger zu bezahlen sind. Immer mehr Menschen müssen sich deshalb an anderer Stelle einschränken, müssen ihre gewohnten Strukturen verlassen oder werden im schlimmsten Falle obdachlos. EigentümerInnen nutzen das Geschäft mit unserem Dach über dem Kopf, das wir alle brauchen und sehen darin eine nahezu unerschöpfliche Quelle des Profits. Doch immer mehr Menschen wehren sich und wollen sich das nicht bieten lassen. Der Kampf um Wohn­raum ist existenziell und die Verhinderungen von Zwangsräumungen zeigen deutlich das steigende Interesse auf, die Frage von Eigentum und Profit nicht alternativlos stehen zu lassen.
Auch wir wollen am 04.10. in Nürnberg die Akteure angreifen, die den bestehenden Verhältnissen ideologische und praktische Schützenhilfe leisten. Sowohl die BA als auch das BAMF sind Institu­tionen, welche unseren Alltag mit Repression bestimmen. Und das gilt nicht nur für Erwerbslose und MigrantInnen, sondern für uns alle. Konkurrenzdruck, Arbeitshetze, Niedriglohnsektor, Leihar­beit, befristete Verträge steigern die Ängste vieler Menschen, sollen sie gefügig machen alle Schikanen hinzunehmen, die der kapitalistische Alltag zu bieten hat.
Genau diesen Zustand gilt es zu durchbrechen. Gehen wir am 4.10. in Nürnberg gemeinsam auf die Straße, um den Herrschenden hier in der BRD eine klare Kampfansage zu machen. Fahren wir Anfang 2015 zur Eröffnung des neuen EZB-Gebäudes nach Frankfurt, um diesen Staatsakt zum Desaster zu machen und kämpfen wir jeden Tag um jeden Zentimeter unseres Lebens.
Gemeinsam mit den KollegInnen am Arbeitsplatz muss jede Lohnkürzung, jede Entlassung ge­schlossen abgewehrt werden. Gemeinsam mit Flüchtlingen stellen wir uns gegen rassistische Sondergesetze und Abschiebungen. Solidarisch mit anderen Erwerbslosen beim Jobcenter gilt es, jede Verschlechterung zurückzudrängen und mit den NachbarInnen zusammen kämp­fen wir gegen jede Mieterhöhung und jede Zwangsräumung. Damit es soweit kommt, müssen wir alle heute raus aus der Isolation, in die uns die herrschenden Verhältnisse getrieben haben und hal­ten wollen. Nur die herrschende Klasse profitiert von unserem Stillhalten, der Vereinzelung und un­serer Angst.

Heute liegt es an uns: schlagen wir den groß angelegten Klassenkampf von oben zurück. Mit neoliberalen Projekten wie der Agenda 2010 oder Europa 2020 soll das kapitalistische Europa fit gemacht werden für den Weltmarkt. Dagegen organisieren wir den Widerstand von unten. Greifen wir die Verarmungspolitik der Herrschenden an. Solidarisieren wir uns mit den kämpfenden Flüchtlingen und setzen gemeinsam das Bleiberecht durch.
Als revolutionäre Linke sehen wir die einzige Lösung in der Vergesellschaftung des Reichtums, der von uns allen, den Lohnabhängigen in Europa und der ganzen Welt, geschaffen wird! Bauen wir eine Welt von unten auf und nehmen uns das, was uns zusteht – nämlich alles! Kämpfen wir hierfür geschlossen und solidarisch – in Nürnberg, in Frankfurt, in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und auf der ganzen Welt.

Kapitalismus abschaffen!
Für die soziale Revolution

Dieser Aufruf wird unterstützt von: Antikapitalistische Linke München, Antifaschistische Linke Fürth, Club Vaudeville Lindau, Freie ArbeiterInnen Union Nürnberg, Revolutionär organisierte Jugendaktion, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend Nürnberg, Radikale Linke organisiert in der Interventionistischen Linken, Interventionistische Linke Frankfurt, Organisierte Linke Heilbronn, Zusammen Kämpfen [Stuttgart]

 

Element_4_10

 

 

drucken | 19. September 2014 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Mittwoch, 30.11.2022

Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg

IM Folgenden dokumentieren wir einen Aufruf, der uns erreicht hat: Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle
Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer