mov(i)e against……. Montags in der Sonne – Los lunes al sol

Donnerstag 20.11 | 20.30 Uhr | Stadtteilzentrum Desi | Brückenstr. 23 Nürnberg
Spielfilm, 115 min.

Die Werft in der spanischen Hafenstadt Vigo war gegenüber der Konkurrenz in Asien nicht mehr konkurrenzfähig und wurde geschlossen. Sie soll abgerissen werden, um Platz für Touristenhotels zu schaffen. Vergeblich protestierte eine Gruppe beherzter Arbeiter dagegen: Sie verloren ihre Jobs nur noch schneller als ihre ruhigeren Kollegen. Santa (Javier Bardem), der zu den Demonstranten gehörte, hängt jeden Tag mit den ebenfalls nicht mehr jungen arbeitslosen Werftarbeitern José (Luis Tosar) und Lino (José Angel Egido), dem alten Amador (Celso Bugallo) und dem früheren russischen Kosmonauten Sergej (Serge Riaboukine) in der Hafenkneipe „Naval“ herum, die Santas ehemaliger Kollege Rico (Joaquin Climent) mit seiner Abfindung erwarb. Auf verschiedene Weise versuchen sie alle, ihre Würde nicht zu verlieren. Santa kommt es auch darauf an, einen letzten Rest Solidarität unter den Betroffenen zu bewahren.

Eintritt frei

drucken | 4. November 2014 | radikale Linke

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.