KRIEG BEGINNT HIER – BEENDEN WIR IHN HIER

Gegen Krieg und Militär Diehl3

Ein Aufruf der Revolutionär organisierten Jugendaktion (ROJA) zur Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz (SIKO)

DEMO: 07.02.15 – 13:00 Uhr – Marienplatz München

Busfahrkarten im Stadtteilladen Schwarze Katze und im Archiv Metroproletan erhältlich.   ————————————————————————————————————————

Wir sind SchülerInnen, Auszubildende und ArbeiterInnen, und gemeinsam die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft. Wir sind die Kinder der ArbeiterInnenklasseund damit keine Gewinner in diesem System. Wir sind gezwungen tagtäglich aufzustehen, uns dem Leistungszwang in der Schule zu unterwerfen, um später schuften zu dürfen. Wir sollen uns krumm und dämlich ackern und sollen das machen was man uns sagt. Doch was bekommen wir für unsere Mühen? Gerade einmal einen Bruchteil von dem, was uns unserer Leistung nach zu stehen würde. Zum unbeschwerten Leben reicht es für viele von uns schon lang nicht mehr. Aber nicht weil es nicht für Alle reichen würde. Sondern nur weil eine Minderheit, die Bosse, Banker und Konzernchefs (KapitalistInnen) die Gewinne einfahren und uns für unsere Arbeit nur ein Minimum bezahlen. Sie sind die, die im Kapitalismusauf Kosten unserer Arbeit reich werden.

Um die Interessen dieser Minderheit auch gegebenenfalls mit militärischen Mitteln durchzusetzen gehen allein 10% der Ausgaben der Bundesregierung an die Bundeswehr. Damit werden Kriege geführt, Drohnen, Panzer und andere todbringende Waffen gekauft. Für uns gibt es kein Geld, wir sitzen weiterhin in maroden Schulgebäuden, müssen Büchergeld, Papiergeld, teure Tickets und einige sogar Schulgeld oder überteuerte Mieten bezahlen. Es geht nicht darum, dass wir ein gutes Leben haben, sondern darum, dass sie ihr Geld machen. Im Kapitalismus steht die Profitmaximierung und nicht das Wohl des Menschen an oberster Stelle und dieses Ziel wird nach Außen auch mit Krieg verfolgt.

KRIEG BEGINNT…

im Klassenzimmer

In der Bevölkerung ist die Ablehnung gegenüber offen geführten Kriegen zwar noch groß, wodurch es den Herrschendenerschwert wird, mit den eigenen Truppen ins direkte Kampfgeschehen einzugreifen. Jedoch wird vehement auf eine Verschiebung der Antikriegshaltung zu einer Kriegsbegeisterung hingearbeitet. Beispielwiese sollen Jugendoffiziere uns schon in der Schule für ihre Kriege gewinnen. Sie versuchen Kriege als humanitäre Hilfe zu verschleiern, die angeblich Hilfe für Menschen verspricht. Dahinter verbirgt sich allerdings genau dieselbe Kriegsfratze des Kapitalismus: Vergewaltigung, Folter und Mord um Profite, Rohstoffe und politischer Macht zu sichern. Sie bemühen sich den Soldaten als normalen Beruf darzustellen und werben mit vielversprechenden Karriereaussichten. Dass diese Karriere oft auch ein todbringendes Unterfangen ist, wird nicht erwähnt. Die Medienarbeit der Bundeswehr schlägt in die selbe Kerbe und für diese werden jährlich mehrere Millionen Euro ausgegeben.

Mit diesen imageschaffenden Maßnahmen der Bundeswehr und ihrer Medienarbeit soll die Antikriegshaltung in der Bevölkerung aufgebrochen und letztendlich sollen wir auf Kriegskurs gebracht werden. Sie wollen, dass wir, die die bereits hierzulande für ihren Reichtum ausgebeutet werden auch noch für ihre Interessen ins Feld ziehen und im Ernstfall für diese sterben.

in Nürnberg

In unserem überschaubaren Städtchen ist eines der tödlichsten Unternehmen der Welt ansässig. Die Firma Diehl befindet sich seit Jahren unter den Top 100 der globalen Waffenexporteuren. Die Kriegsschmiede stellt neben Handgranaten, Raketen und Munition auch die völkerrechtlich geächteten Streubomben her. Streubomben entfalten ihre todbringende Kraft dadurch, dass sich mehrere kleine Bomben aus einer Lösen. In einem aktuellen Propaganda Video des Islamischen Staates (IS) wird eine Kiste Handgranaten, Modell DM41 präsentiert. Diese Granaten waren einst das Standardmodell der Bundeswehr und wurden von Diehl produziert. Sie sind mittlerweile weltweit im Umlauf und befinden sich im Arsenal etlicher Länder und Kriegsparteien.

in der BRD

Es kommen aber nicht nur Waffen von Diehl in dem Krieg zwischen dem vom Westen beschworenen IS und den kurdischen Autonomie Regionen in Rojava zum Einsatz, sondern auch aus anderen deutschen Rüstungsschmieden.

Saudi-Arabien besitzt beispielsweise eine Lizenz zur Produktion der Handfeuerwaffen aus dem Hause Heckler & Koch. In der Türkei wurde bereits 1967 eine Fabrik zur Herstellung des G3-Sturmgewehres gebaut. Die Vereinigten arabischen Emirate sowie Katar kauften in den letzten Jahren Waffen aus der BRD, insgesamt belaufen sich die Geschäfte auf einen Wert im Milliardenbereich. Die genannten Staaten unterstützen den IS bis vor kurzem noch offiziell und belieferten die Dschihadistenauch mit Waffen und Munition. So kann es nicht überraschen, dass deutsche Waffen auch in sogenannten Krisengebieten wie Syrien im Kampfgeschehen verwickelt sind. Deutschland ist seit geraumer zeit, der Europameister der Waffenexportnationen und weltweit bereits an dritten Stelle.

Der Export von Waffen an andere Staaten löst bei weitem nicht ein vergleichbares Medienecho aus, wie die Entsendung von Bodentruppen oder Flugzeugen. Die BRD gibt sich Mühe, sich nicht als aktive Kriegspartei darzustellen. Sie lassen Andere ihre Drecksarbeit machen oder tarnen ihre Kriege als humanitär. Sie brüsten sich damit „nur“ Auszubilden und Strategien zu entwickeln und Andere für sich kämpfen zu lassen. Sie beliefern wenn gewollt beiden Kriegsparteien, um aus einem Krieg doppelten Profit zu schlagen. Beispielsweise verkaufte Deutschland im 8 Jahre andauernden Krieg zwischen dem Irak unter Saddam Hussein und dem Iran an beide Länder Waffen. Sie unterstützen Kriegsparteien um Regionen zu destabilisieren, sodass deutsche Unternehmen im Anschluss in diese billig investieren, Rohstoffe einkaufen und ihre Profite ausbauen können. Dies ist die dem Kapitalismus innewohnende Logik. Sobald der begrenzte Markt im eigenem Land aufgeteilt ist, müssen im Ausland neue Märkte erschlossen werden. Falls dies nicht durch erpresserische Abkommen und Diplomatie möglich ist, wird auch bereitwillig zu kriegerischen Mitteln gegriffen. Auf ihren Konferenzen planen sie ihre Kriege von langer Hand. Überlegen sich wie sie die Menschen weiter ausbeuten können, vernetzen sich und sprechen sich ab. Die Sicherheitskonferenz (SIKO) in München ist ein solcher Ort.

Von Nürnberg nach München

Die SIKO ist ein einmal jährlich stattfindendes privates Treffen von Vertretern der Rüstungsindustrie mit hochrangigen Politikern, Konzernchefs, Diplomaten und Militärs. Die Mitgliedsstaaten der NATO und der EU, aber auch aus anderen kapitalistischen Ländern wie Russland oder der Volksrepublik China sind vertreten. Unter dem geradezu zynisch klingenden Motto „Frieden durch Dialog“ wird vorgespielt, sich um die weltweite Friedenssicherung zu bemühen. Tatsächlich werden Rüstungsgeschäfte verhandelt und es wird von den Herrschenden geplant wie mehr Profite, Rohstoffquellen und geostrategische Positionengewonnen werden können. Hier wird geplant wie wir und unsere Brüder und Schwestern in anderen Ländern ausgebeutet werden. Außerdem gibt es Absprachen wann welche Krieg geführt werden und wie beispielsweise mit Rojava verfahren wird. Denn noch sieht es so aus, als würden die Menschen in Rojava die Ressourcen aus der Region nicht für Schleuderpreise an die KapitalistInnen verkaufen.

Das soll jedoch nicht heißen, dass die bei der SIKO vertretenen Staaten eine Gruppe mit deckungsgleichen Zielen sind. Sie bekämpfen sich (politisch) auch untereinander, wenn die Interessen der jeweiligen Konfliktparteien in entgegengesetzte Richtungen verlaufen, was beispielsweise an den Auseinandersetzungen in der Ukraine beginnend mit dem „Euromaidan“gesehen werden konnte. Hier bei stehen die EU und die USA auf der einen und Russland auf der anderen Seite. Die EU will mit der Angliederung der Ukraine ihren Einflussbereich nach Osteuropa erweitern. Während Russland ihrerseits den Einfluss in den europäischen Raum behalten möchte.

Die Ukraine ist ein klassisches Beispiel für einen Stellvertreterkrieg. Es werden Waffen und Gelder an Konfliktparteien geliefert, welche dann diesen Krieg austragen, ohne dass die NATO-Mächte selbst einen Fuss in das Land setzten müssen.

BEENDEN WIR KRIEG HIER

Die in München zusammenkommenden Mächte stehen für eine neoliberale, imperialistischePolitik der Ausbeutung und der sozialen Spaltung. Wenn wir nichts dagegen tun, dass die KapitalistInnen ihre Reichtümer weiterhin rücksichtslos vermehren, werden wir die VerliererInnen in diesem System bleiben.

Der Kapitalismus, der Ausbeutung und Konkurrenzzwang für uns alle bedeutet, benutzt und produziert kriegerische Auseinandersetzungen, wie in der Ukraine oder in Syrien. Die Zahl der Menschen, die kaum noch eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben steigt rapide. Wir sagen es ist genug! Wir stellen uns dem entgegen – denn – Krieg beginnt hier in der Schule und auf der SIKO. Blockieren wir jeden Bundeswehrauftritt in der Schule. Verhindern wir Treffen von denen, die für Krieg, Hunger, Elend und Unterdrückung auf der ganzen Welt verantwortlich sind. Stehen wir auf gegen ihrer Kriegsproganda. Werden Laut gegen sogenannte humanitäre Intervention und Rüstungsexporten. Zeigen wir uns Solidarisch mit den Betroffenen und setzen ein deutliches Zeichen gegen diese Konferenz des Imperialismus!

Kapitalismus gibt uns keine Zukunft. Geben wir dem Kapitalismus keine Zukunft mehr. Kämpfen wir gemeinsam für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Schließen wir uns zusammen und wehren uns gemeinsam. Schaffen wir eine Welt, die nach unseren Bedürfnissen aufgebaut ist. In der jeder unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Hautfarbe selbst bestimmt leben kann. In der nicht Geld sondern der Mensch das höchste Gut ist. Gehen wir zusammen, lautstark und entschlossen auf die Straße und schreien unsere Wut heraus. Wir nehmen ihre Ungerechtigkeiten nicht länger hin. Egal ob in München oder anderswo: Erheben wir uns gegen Kapitalismus und Krieg. Lasst uns die Scheiße beenden!

Keine deutschen Waffenexporte in andere Länder – Umwandlung der Rüstungsindustrie zu ziviler Produktion!

Bundeswehr und Kriegslogistik angreifen!

Klasse gegen Klasse, Krieg dem Krieg!

Für die soziale Revolution weltweit!

Unterstützt durch OA Nürnberg und SDAJ

drucken | 30. Dezember 2014 | Revolutionär organisierte Jugendaktion

Terminkalender

Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer