Nügida kommt – Wir auch! Kein Meter Straße den RassistInnen, NationalistInnen und FaschistInnen!

hpAlle gegen Rassismus und soziale Spaltung! – Internationale Solidarität statt Pegida!

Demonstration von AAB und OA: Montag, 16. Februar 2015: Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße Auftakt 16:30 Uhr // Beginn 17:00 Uhr

16. Februar APRÈS-NOGIDA CLUBBING im Zentralcafe im K4  21:00 Uhr Eintritt frei

Gegenaktivitäten am Montag, 23. Februar 2015: Achtet auf Ankündigungen

Gemeinsam werden wir zum Auftakt der RassistInnen gehen und vor Ort aktiv werden!

Der lokale Ableger der rassistischen Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) will in Nürnberg aufmarschieren. Am Montag, den 16. Februar und am Montag, den 23. Februar wollen sie ihre Hetze gegen Muslime, solche, die sie dafür halten, Flüchtlinge, AtheistInnen, Linke und eben alle, die nicht in ihr beschränktes Weltbild passen, auf unsere Straßen tragen. Wie in mehreren Städten ist der lokale Ableger der rassistischen Bewegung vor allem im Nazi-Spektrum verortet.

Wir sagen: Nügida? Läuft nicht!

Bereits Anfang dieses Jahres haben tausende NürnbergerInnen gezeigt, was sie von diesem Versuch halten, uns nach unserer Herkunft zu spalten. An einer Kundgebung der Organisierten Autonomie und des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg zu der auch viele weitere Gruppen und Initiativen aufriefen, beteiligten sich etwa 800 Menschen, an der Demonstration am Montag drauf dann schon knapp 4000 Menschen. Wir alle wollten den NationalistInnen und RassistInnen der Pegida vorbeugend klar machen, dass ihnen in Nürnberg kein Meter Straße zugestanden wird. Nun wollen sie es versuchen und wir werden ihnen einen gebührenden Empfang bereiten!

Gegen JEDEN Rassismus!

Wir haben sowohl bei unserer Kundgebung als auch bei der Demonstration gemeinsam mit Tausenden gezeigt, dass wir nicht nur rassistische Bewegungen ablehnen, sondern den Rassismus an sich. Wir wenden uns deshalb selbstverständlich gegen den alltäglichen Rassismus, der aus Diskriminierung auf der Straße, im Betrieb, in der Schule, auf dem Amt oder bei Polizeikontrollen etc., besteht.  Gerade in Krisenzeiten ist Rassismus aber auch ein altbewährtes Ablenkungsmanönver, das die herrschende Klasse immer wieder gezielt einsetzt. Politiker, wie Seehofer, Sarrazin und Buschkowski sind nur die bekanntesten Beispiele dafür. Für Lohndrückerei und Kürzungen von Sozialausgaben werden direkt oder indirekt „die Ausländer“ verantwortlich gemacht. Als seien es nicht die Konzernchefs, die Löhne drücken, um höhere Gewinne einzufahren; als seien es nicht die bürgerlichen Parteien, die Steuererleichterungen für ihre Lobby höheren Ausgaben für Pflegeeinrichtungen oder Spielplätzen vorziehen. Doch sie sehen es lieber wenn wir Lohnabhängigen uns untereinander die Schuldkarte zuspielen, als die Profiteure unserer Situation direkt anzugehen.

Die Fluchtursachen werden hier produziert! Beenden wir sie solidarisch – hier und überall!

Die Bundesrepublik ist der drittgrößte Waffenexporteur weltweit. Die bürgerlichen Parteien, die heute prestigeträchtig nach Offenheit und Toleranz schreien, wickeln morgen schon wieder Waffengeschäfte ab, bauen das europäische Grenzregime weiter aus und führen Kriege, bei denen es um Profite, Ressourcen und geostrategische Macht geht. Dass diejenigen, auf die Bomben fallen, nun von dort fliehen müssen, liegt auf der Hand. Krieg wird aber nicht nur mit Waffen geführt. Die westlichen kapitalistischen Zentren zerstören auch mit Krediten, Subventionen, Embargos und der Plünderung von Ressourcen und Rohstoffen täglich die Existenzgrundlage unzähliger Menschen, welche hier dann als „Wirtschaftsflüchtlinge“ diffamiert und abgelehnt werden. Die Folge ist dieselbe: Menschen fliehen und suchen nach einer Möglichkeit über die Runden zu kommen. Nur ein geringer Teil all dieser Menschen schafft es überhaupt bis nach Europa – geschweige denn nach Deutschland. Willkommen sind hier die Wenigsten – allen Beteuerungen von SPD, CDU und Co zum Trotz! Ebenso wie wir alle im Kapitalismus nach unserer Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt eingestuft werden, passiert das natürlich auch bei Menschen, die aus anderen Ländern hierher kommen. Wer der Wirtschaft nützt, darf bleiben, wer nicht, muss gehen. Um Schutz geht es dabei nicht. Manchmal dient es auch dem politischen Kalkül, Menschen aufzunehmen, weil die herrschende Klasse hier gerade im Interessenskonflikt mit den Mächtigen eines anderen Landes ist. Etwa durch Flüchtlingskontingente werden Menschen  zu strategischen Spielbällen gemacht, wenn sie beispielsweise zu propagandistischen Zwecken benutzt werden, um die eigene aggressive Außenpolitik gegen ihre Herkunftsländer zu legitimieren.  Zu leiden haben die Menschen, die wieder abgeschoben werden, sobald der Interessenskonflikt beigelegt ist oder neue willfährige MachthaberInnen da sind, auch wenn sich an der Bedrohung für die Menschen vor Ort nichts geändert hat.

Unsere Leitkultur: Solidarität, Freundschaft und Widerständigkeit!

Pegida ist gefährlich. NationalistInnen, RassistInnen, National-Konservative, RechtspopulistInnen, Nazis – in welchem Gewand sie sich auch immer präsentieren mögen – sind gefährlich, weil sie mit ihren menschenverachtenden Ideologien auf die Spitze treiben möchten, was in den Strukturen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung bereits angelegt ist: sie wollen den in Gesetze gegossenen alltäglichen Rassismus, der in den Medien aufbereitet wird, weiter verschärfen. Sie wollen die Spaltung vorantreiben und uns weismachen, wir hätten mit unserem deutschen Chef mehr gemeinsam als mit unserer türkischen Kollegin. Sie wollen Ängste schüren, die von den bürgerlichen Parteien dankbar aufgegriffen werden, um einerseits unser aller Freiheit mit Überwachung weiter einzuschränken und um andererseits Kriegen ideologisch den Weg zu bereiten. Damit machen sie sich zu nützlichen Idioten einer Wirtschafts- – und Gesellschaftsordnung, die ausschließlich an den Interessen einer Minderheit orientiert ist und suchen ihr Heil in der Anbiederung an diese.

Raus auf die Straße gegen Rassismus und Nationalismus! Für eine solidarische Welt ohne Grenzen!

Das Kapital übertritt schon lange spielend einfach Grenzen, die für unliebsame Menschen immer weiter hoch gezogen werden. Für uns muss das bedeuten, dass wir nachziehen müssen. Wir als Lohnabhängige – egal woher wir irgendwann einmal kamen –  müssen praktische Solidarität wieder erlernen, müssen uns über die Grenzen hinweg organisieren, um Lohndrückerei, Spaltung und Krieg zu bekämpfen und für ein gutes Leben fern ab von Profit und Kapitalismus für uns alle zu streiten. Rassismus und Nationalismus in all ihren Formen und ideologischen Ausprägungen haben in einer solchen Welt keinen Platz. Wir setzen auf internationale Solidarität statt soziale Spaltung!
Eine grenzenlose solidarische Gesellschaft wird nicht von heute auf morgen entstehen. Beginnen wir aber schon jetzt und hier, indem wir den RassistInnen von Nügida keinen Fußbreit lassen und unsere Vorstellungen einer anderen Welt auf die Straße tragen.

Kommt daher zur Demonstration der Organisierten Autonomie und des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg. Gemeinsam werden wir zum Auftakt der RassistInnen gehen und vor Ort aktiv werden!

Dates: 16:30 Uhr Auftakt; 17:00 uhr Demo-Beginn und 23.02. alle kommen!

UnterstützerInnen: Revolutionär organisierte Jugendaktion, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend Nbg, Auf der Suche, Musikverein, Medya Volkshaus, Libertad Nbg, Freie ArbeiterInnen Union Nbg, Wagenkomando Mobile Architektur, Pension Ost, Die Partei, Hintner Jugend, Junge Piraten Nbg, Deutsche Kommunistische Partei Nbg, Radikale Linke Nbg, Marion Padua Stadträtin der Linken Liste, Karawane Gruppe Nbg, MC Kuhle Wampe, Kneipe Arsch und Friedrich, Feministische Perspektiven

Die Durchführung der Demo unterstützen: Tagescafe Balazzo Brozzi, Sozialforum Nürnberg

 

Informiert euch und haltet euch auf dem Laufenden unter www.redside.tk

drucken | 6. Februar 2015 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer