Aufmarsch von Nügida blockiert!

Aufmarsch von Nügida blockiert!

Demo Spitze

Tausende AntifaschistInnen haben den Aufmarsch des rassistischen Pegida-Ablegers Nügida in der Nürnberger Südstadt blockiert. Begonnen haben die Gegenaktivitäten schon um 16:30 Uhr am Nürnberger Plärrer mit der Demonstration des Antifaschistischen Aktionsbündnisses und der Organisierten Autonomie. Unter dem Motto „Nügida kommt – Wir auch! Kein Meter Straße den RassistInnen, NationalistInnen und FaschistInnen! – Alle gegen Rassismus und soziale Spaltung! Internationale Solidarität statt Pegida!“ zogen zuletzt über 1500 DemonstrantInnen entschlossen in die Südstadt.

Am Auftakt des rassistischen Nügida-Aufmarsches versuchte die Polizei, die DemonstrationsteilnehmerInnen daran zu hindern, sich der Protestkundgebung des Bündnis Nazistopp anzuschließen, was sich die TeilnehmerInnen der Demo nicht bieten ließen. Sie setzten die Teilnahme durch. Im Anschluss an die Demonstration versuchten viele entschlossene AntifaschistInnen immer wieder auf die Route der RassistInnen zu kommen, was einzelnen Gruppen auch gelang. Am Annapark bewahrheitete sich auch die Einschätzung, dass der Aufmarsch aus dem bekannten Neonazi- und RechtspopulistInnenspektrum angemeldet wurde und sich auch die Mehrheit der TeilnehmerInnen aus diesem Spektrum rekrutieren würde. So fanden sich Rainer Biller, Dan Eising, Ralf Ollert von der Bürgerinitative Ausländerstopp und Michael Stürzenberger von der Freiheit unter den Teilnehmenden. Während der gesamten Gegenkundgebung am Auftaktplatz der Nazis provozierten immer wieder einzelne Trupps von USK-Bullen, indem sie sich zwischen die KundgebungsteilnehmerInnen schoben, AntifaschistInnen bedrängten und Festnahmen tätigten. Rund 150 Nazis standen, Deutschland-und Bayernfahnen schwenkend, im Annapark, gaben sich nationalkonservativ und wurden von zahlreichen Bullen geschützt. Immer wieder ging ein Hagel an Parolen, Beschimpfungen, Eiern und allen möglichen anderen Dingen auf sie nieder. Schließlich gelang es einer größeren Gruppe von AntifaschistInnen auf die Route zu gelangen und eine Blockade zu stellen. Viele TeilnehmerInnen der antifaschistischen Kundgebung verließen daraufhin den Platz und schlossen sich der Blockade an. Die Route der Nazis war damit dicht, die antifaschistische Blockade stand. Nach einigem hin und her sowie Verhandlungen zwischen Polizeieinsatzleitung und Nügida kapitulierten die FaschistInnen schließlich. Sie machten kehrt und und wurden von den Bullen zurück in den Annapark geleitet und von dort mit der U-Bahn weggekarrt.

Der heutige Tag hat gezeigt, was an Widerstand gegen die FaschistInnen möglich ist und Nügida wurde klar gemacht, dass sie in Nürnberg nicht erwünscht sind. Stadt, Staat und Polizei haben einmal mehr deutlich gemacht, dass ihnen der Schutz der Nazis am Herzen liegt. Wir meinen: So nicht! Es gibt kein Recht auf nationalistische und rassistische Propaganda. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. So gesehen ist es auch unsäglich, dass die Nürnberger Verkehrsgesellschaft VAG einmal mehr Sonderzüge zur An- und Abreise der FaschistInnen zur Verfügung stellte.

Am Montag, den 23. Februar, wollen die Nazis wieder kommen. Wir werden auch vor Ort sein um den Nazis den ihnen gebührenden Empfang zu bereiten. Achtet auf aktuelle ankündigungen auf www.redside.tk

 

drucken | 17. Februar 2015 | organisierte autonomie (OA)