Anschlag auf die Newroz-Feierlichkeiten in Rojava

pkk-ruft-zum-kampf-540x304Solidaritäts-Kundgebung | Dienstag, 24.3.2015 | 17 Uhr | Plärrer

Am 20. März sprengten sich Mitglieder des Islamischen Staates bei Newroz-Feierlichkeiten (Frühlings- Neujahrsfest) in Rojava in die Luft und töteten mindestens 45 Personen.

Rojava ist eine selbstverwaltete Region im Nordosten Syriens, die als Rätedemokratie angelegt ist und unter anderem die Gleichstellung von Frau und Mann in der Region vorantreiben will. Damit stellt Rojava eines der wenigen größeren fortschrittlichen Projekte auf der Welt dar.

Auf Grund der Entwicklungen und den angestrebten gesellschaftlichen Zielen, welche die selbstverwalteten Strukturen vor Ort umsetzen, waren und sind eben diese immer wieder Ziel von Anschlägen und Überfällen durch den Islamischen Staat.

EzidiPress schreibt zu dem Anschlag am 20. März 2015:

„In der kurdischen Stadt Hesekê im Nordosten Syriens ist es heute während den Newroz-Feierlichkeiten zu einem Anschlag gekommen. Kurdische Aktivisten berichten von bisher mind. 35 getöteten und vielen weiteren verletzten Menschen, die derzeit im Krankenhaus in Hesekê um ihr Leben kämpfen. Die Menschen der Region wurden zu Blutspenden aufgerufen. Ersten Berichten zufolge erschütterten zwei Explosionen vor wenigen Stunden die Feierlichkeiten. Es ist der zweite Anschlag binnen weniger Tage. Am 18. März kam es bereits zu einer Explosion, bei der jedoch niemand verletzt wurde. Die Sprengsätze waren offenbar in Fahrzeugen deponiert und explodierten inmitten der Menschenmenge. Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten der YPG sperrten den Ort weiträumig ab und haben weitere Einheiten in die Region entsand. Die Zahl der Todesopfer und Verletzten werde weiter steigen, teilen Aktivisten mit.“

Auch in den kurdischen Regionen im Nord-Irak kam es zu Anschlagsdrohungen gegen Newroz-Feierlichkeiten. Trotz alldem wurden die Newroz-Feste nicht abgesagt.

Wir sind solidarisch mit dem Projekt Rojava und stehen hinter der Befreiung der Frau und dem Kampf des kurdischen Volkes. Kommt am Dienstag, 24.03 um 17 Uhr zur Kundgebung an den Plärrer!

Zeigen wir uns solidarisch mit den KämpferInnen

der YPG/YPJ und der PKK!

Unterstützt die Proteste hier vor Ort!

Es leben die Gefallenen!

Für ein freies Rojava!

Für ein freies Kurdistan!!!

drucken | 22. März 2015 | Revolutionär organisierte Jugendaktion

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.