G7 und die neue deutsche Großmacht-Politik – Achtung: Veranstaltung entfällt!

DER REFERENT KANN LEIDER WEGEN DES BAHN-STREIKS NICHT NACH FÜRTH KOMMEN.
Veranstaltung | Mi., 20.05. | 18:30 Uhr | Infoladen Benario (Nürnberger Str. 82, Fürth)
ab 18 Uhr geöffnet mit leckerem Essen aus der Vokü!

Spätestens seit den Auftritten von Bundespräsident Gauck, Verteidigungsministerin von der Leyen und Außenminister Steinmeier bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 ist ein neuer aggressiver Ton in die Debatte um die Zukunft der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik eingekehrt. Vor allem Bundespräsident Joachim Gauck tut sich mit der Forderung hervor, Deutschland müsse seine – angebliche – „Kultur der militärischen Zurückhaltung“ zugunsten einer „Kultur der Kriegsfähigkeit“ ad acta legen. Allerdings fungiert Gauck hier lediglich als Lautsprecher eines neuen Elitenkonsenses, der zuvor in dem Projekt „Neue Macht – Neue Verantwortung“ erarbeitet wurde, an dem 50 Mitglieder des außen- und sicherheitspolitischen Establishments beteiligt waren. Der Vortrag wird darauf eingehen, dass es dabei im Kern vor allem darum geht, dass Deutschland beabsichtigt, innerhalb der G7-Staaten mehr militärische „Verantwortung“ zu übernehmen, sowohl was die Aufrechterhaltung der Weltwirtschaftsordnung und die Ausbeutung des globalen Südens anbelangt als auch mit Blick auf machtpolitische Rivalen wie Russland.
Referent: Jürgen Wagner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF), der radikalen linken (rl) aus Nürnberg, der Rosa Luxemburg Stiftung Bayern – Kurt Eisener Verein und des Fürther Sozialforums in Kooperation mit Rosa Luxemburg Club Nürnberg-Fürth & der Wolfgang-Abendroth-Stiftungsgesellschaft (WASG e.V.).

drucken | 15. Mai 2015 | radikale Linke

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.