Demonstration 21.11.15 – 12:00Uhr Plärrer/Ecke Gostenhofer Hauptstraße: REFUGEES WELCOME heißt INTERNATIONALE SOLIDARITÄT STATT ARMUT, KRIEG UND RECHTER HETZE

Quadrat S11Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) will am 21.11.2015 eine Demonstration unter dem Motto „Refugees Welcome! Heißt Internationale Solidarität statt Armut, Krieg und rechter Hetze“ veranstalten. Die Demonstration richtet sich gegen den Rechtsruck in der BRD, Asylrechtsverschärfungen und gegen Krieg

Unabhängig ob Pegida an diesem Tag nach Nürnberg kommt, soll ein entschlossenes und kraftvolles Zeichen gegen rechten Terror und staatliche Repression gegen Geflüchtete gesetzt werden.

Falls Pegida oder andere rechte Hetzer am Tag unserer Demonstration in Nürnberg auftreten wollen, werden wir ihnen natürlich unseren entschlossenen Protest entgegenstellen

Auf die Strasse!

Aufruf:

DEMONSTRATION

21.11.2015 um 12:00 Uhr in Nürnberg, Am Plärrer/Ecke Gostenhofer Hauptstraße

REFUGEES WELCOME

heißt

INTERNATIONALE SOLIDARITÄT STATT ARMUT, KRIEG UND RECHTER HETZE

 

Zum Jahrestag von Pegida Dresden outen sich die Organisatoren auf der Bühne offen faschistisch. Die Pegida-Demonstrationen sind von militanten Neonazis durchsetzt, die immer wieder aus der Menge heraus Gegendemonstranten, Journalisten und migrantisch aussehende Menschen angreifen. Die Pegida-Veranstalter stacheln mit ihren rassistischen Reden die Nazis zu ihren Taten an.

 

Nach den offiziellen Zahlen gab es seit Beginn des Jahres 2015 in Deutschland bereits über 500 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Bei Neonazis in Bamberg, Erlangen und Nürnberg wurden Ende Oktober Schusswaffen und Sprengstoff gefunden. Anschläge auf ein Flüchtlingsheim und einen linken Veranstaltungsort sollen vorbereitet worden sein.

 

Auch in Nürnberg versuchen RassistInnen von Pegida seit einem dreiviertel Jahr eine ausländerfeindliche Welle zu inszenieren. Aufgrund zahlreicher Gegenaktionen ohne Erfolg:

 

  • Im Januar beteiligten sich 4000 Menschen in Nürnberg an der Anti-Pegida-Demo mit dem Motto „Alle gegen Rassismus und soziale Spaltung“.
  • Schon ihr erster Aufmarschversuch am 16. Februar 2015 im Anna Park konnte erfolgreich blockiert werden.
  • der U-Bahnhof Wöhrder Wiese wurde besetzt und blockiert, da die Stadt/VAG dem Pegida-Mob bereitwillig Sonder-U-Bahnen für die Anfahrt zur Verfügung stellt. Damit werden die Kundgebungen des braunen Packs überhaupt erst ermöglicht.
  • Aktivisten konnten bei einem weiteren Aufmarsch das Fronttransparent der RassistInnen beschlagnahmen
  • Den durchschnittlich ca. 50 RassistInnen stand in Nürnberg immer ein x-faches an GegendemonstrantInnen gegenüber.

 

Bis jetzt konnte in Nürnberg verhindert werden, dass sich der Rassismus in einer Massenbewegung wie in Dresden der Straße bemächtigt. Das haben wir nicht dem Staat und seinen Organen zu verdanken, sondern nur dem engagierten Handeln der Menschen, die sich Woche für Woche, Monat für Monat den Rechten entgegenstellen.

 

Das Lippenbekenntnis der Bundeskanzlerin Merkel zur Aufnahmebereitschaft von Flüchtlingen wird begleitet von einer medialen Hetzkampagne gegen Flüchtlinge und MigrantInnen. Anstatt sofortige Unterstützungsprogramme aufzulegen, wie z.B. den Bau günstiger Wohnungen oder die Aufstockung des notwendigen Personals (Ärzte, Pädagogen, Kita-Personal, Schulpersonal, Verwaltungspersonal), schaffen Politiker Sondergesetze gegen Flüchtlinge. Im Windschatten rassistischer Hetze und Übergriffe wurde eine neue, extrem verschärfte Asylgesetzgebung durchgewunken. Flüchtlinge sollen in so genannten Transitzonen – gemeint sind Internierungslager – untergebracht und nach Bleibeperspektive selektiert werden. Vertreter der Wirtschaft wollen Flüchtlinge als Lohndrücker unter dem Mindestlohn arbeiten lassen. Dadurch schüren sie Konkurrenz und Spaltung und gießen Öl ins Feuer der brennenden Asylbewerberheime.

 

Dem Ganzen setzen wir unsere Solidarität entgegen.

Refugees welcome heißt internationale Solidarität statt Armut, Krieg und rechter Hetze.

Unter diesem Motto stellen wir uns am 21.11.2015 um 12:00 Uhr in Nürnberg, Am Plärrer/Ecke Gostenhofer Hauptstraße gegen jede rassistische Politik. An diesem Tag gehört die Straße uns. Aufgerufen sind alle,

 

  • die sich für Flüchtlinge einsetzen
  • die gegen Rassismus und Nazis sind
  • die gegen Krieg sind
  • die für eine solidarische Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung sind.

 

Mit der Einteilung in „gute“ (wirtschaftlich ausbeutbare) und „schlechte“ Flüchtlinge wird vernebelt: KEIN MENSCH FLIEHT FREIWILLIG!

 

Nahezu alle Flüchtlinge kommen aus NATO-Kriegsgebieten! Seit der Bombardierung Serbiens und des Kosovo 1999 durch die NATO beteiligt sich die Bundeswehr logistisch oder direkt vor Ort an allen Kriegen, die ganze Weltregionen konsequent ins Chaos stürzen: Von Somalia über die arabische Welt, Irak, Libyen, Syrien über die Ukraine bis nach Afghanistan und aktuell die Ausweitung des Bundeswehrkampfeinsatzes im Bürgerkrieg in Mali.

 

Bei allen diesen Kriegen gilt immer eines:

DIE WAHRHEIT STIRBT IM KRIEG ZUERST!

Egal, ob als „humanitäre Intervention“, „Auslandseinsatz“, „Koalition der Willigen“, „Krieg gegen den Terror“ … bezeichnet – es geht nie um „Brunnen bohren“, „Befreiung der Frauen“, „Sturz einer Diktatur“, „Demokratie und Freiheit“. Es handelt sich um KRIEGE aus wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen, die mit Lügen begründet werden.

 

Fluchtursachen bekämpfen“ bedeutet für Merkel & Co. keineswegs, die Gründe zu beseitigen, aus denen Menschen fliehen müssen. Sie führen Kriege gegen die Armen statt gegen die Armut. Die Resultate sind immer die gleichen: Hunderttausende Menschen sterben, Millionen müssen fliehen.

 

Wir fordern:

 

– Rüstungsexporte verbieten – Schwerter zu Pflugscharen

– keine Mauern um Europa – Festung Europa abschaffen

– keine Internierungslager für Flüchtlinge – Refugees welcome

– keine Asylrechtsverschärfung – Abschiebestopp und Bleiberecht

Der Aufruf wird unterstützt von:

Wagenkommando Mobile Architektur, Motorradclub Kuhle Wampe „Geyers Schwarzer Haufen“, Sozialistische deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), Stadteilzentrum Desi, Musikverein Nürnberg, Pension Ost, organisierte autonomie (OA), Revolutionär Organisierte Jugendaktion (ROJA), Interventionistische Linke Nürnberg (iL), Antifaschistische Linke Fürth (ALF), Ulrich Schönweiß (Stadtrat Die Linke im Fürther Rathaus)

Die durchführung der Demonstration wird unterstützt von:

Bayrischer Flüchtlingsrat

drucken | 2. November 2015 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Terminkalender

Freitag, 20.05.2022

Safe The Date: RASH Bogotá zu Gast

Gleich mal im Kalender notieren: Am 20.5. bekommen wir Besuch aus Kolumbien!! Die Red Anarchists Skinheads (RASH) aus der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá kommen nach Nürnberg – und zwar in die Desi. Sie werden über die aktuelle politische Situation in Kolumbien berichten
Freitag, 20.05.2022

Besuch aus Kolumbien

Vortrag und Diskussion mit Red and Anarchist Skinheads (RASH) Bogotá Die politische Situation in Kolumbien verschlechterte sich in den vergangenen Jahren weiter. Knapp sechs Jahre, nachdem die linke Guerilla FARC-EP einen Friedensvertrag mit der kolumbianischen Regierung unterzeichnet und ihre Waffen abgegeben hat, wird der Friedensprozess weiter blockiert. Der ultrarechte kolumbianische Präsident Iván Duque hebelte in den vergangenen Jahren schrittweise viele Vereinbarungen der Friedensverträge von Havanna aus. Morde an Aktivist:innen, demobilisierten Ex-Guerillerxs und progressiven Politiker:innen sind nach wie vor an der Tagesordnung. Ein Teil der demobilisierten Guerillerxs nahm den bewaffneten Kampf wieder auf. Andere versuchen über Partei- oder Bewegungspolitik die Friedensverträge von Havanna zu retten. Die Corona-Pandemie seit 2020 stieß die arbeitende Klasse hinab in existentielle Not und Hunger. Dennoch konnte Sie mit massiven Mobilisierungen in den vergangenen zwei Jahren mehrere neoliberale Gesetzesvorhaben der Regierung kippen. Im Jahr 2022 steht Kolumbien vor Präsidentschaftswahlen am 29. Mai. Mit dem Pacto Histórico verbinden weite Teile der kolumbianischen Linken die Hoffnung auf eine Rettung der Friedensverträge und ein Ende der neoliberalen Aggression gegen die werktätige Klasse. Wie stellen sich diese Entwicklungen aus der Perspektive von linken Basisaktivist:innen vor Ort dar? RASH Bogotá entspringt ursprünglich der linken und antifaschistischen Skinheadkultur der 90er Jahre in der Hauptstadt. Heute umfasst die politische Arbeit der Aktivist:innen aber nicht nur sämtliche widerständige Subkulturen der Hauptstadt von Punk bis HipHop oder Ultra-Szene, sondern auch politische Arbeit an der Basis. So sind die Aktivist:innen in der Friedensbewegung, in sozialen Zentren, in linken Medienkollektiven, in der feministischen Bewegung und auch im Präsidentschaftswahlkampf für den Pacto Histórico aktiv. Wie steht es aus Ihrer Sicht um den Friedensprozess und welche Rolle können die sozialen Bewegungen spielen? Vor welchen sozialen und ökologischen Problemen steht Kolumbien? Wie können international solidarische Netzwerke aufgebaut werden, um Solidarität zu üben? Was heißt kontrakulturelle Kulturpolitik? Was sind die Potentiale und Grenzen des Pacto Histórico? Die Genoss:innen wollen mit ihrer Vortragsreise nicht nur einen Einblick ins politische Geschehen Kolumbiens geben. Sie sind auch daran interessiert, sich mit deutschen Genoss:innen, die für eine sozialistische und gegenkulturelle Politik stehen, in den politischen Austausch zu kommen. Über die politischen Hintergründe ihrer Arbeit informieren euch die Genoss:innen hier: https://www.facebook.com/KolumbienSoliTour/videos/1057813848165997/ Außerdem werden die Genoss:innen einen Merch-Stand dabei haben, wo sie ordentlich T-Shirts und Anderes anbieten – kommt also mit gefüllten Taschen 🙂 Freitag | 20.05. | 18 Uhr | Desi | Brückenstraße 23
Freitag, 20.05.2022

Antifa-Aktionskneipe im Mai

Freitag 20.5.2022 | 19 Uhr Offenes Antifatreffen | 20 Uhr interaktiver Vortrag | Stadtteilladen Schwarze Katze, untere Seitenstrasse 1 NBG Der Krieg in der Ukraine hat das Thema Aufrüstung wieder in den politischen Diskurs gebracht. Nun möchte die deutsche Regierung die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro hochrüsten. Aber was bedeutet das jetzt genau, welche Folgen hat eine solche Entscheidung, und was hat das mit Antifaschismus zu tun? Wir, von der Antifa-Aktions-Kneipe, wollen uns die nächsten Wochen und Monate mit solchen Fragen auseinandersetzten und vor allem das Thema Militarisierung genauer in den Blick nehmen. Wir starten an der nächsten Kneipe mit einer Auftaktveranstaltung, an welcher wir uns mit euch zusammen den Begriff "Militarisierung" genauer ansehen wollen. Dies geschieht in Form eines interaktiven Vortrages: Ihr bekommt einen kleinen Input, wir diskutieren über den Begriff "Militarsierung" und sammeln Themen, die wir in nächtster Zeit bearbeiten können. Also kommt vorbei! Danach besteht die Möglichkeit bei leckerem Essen gemeinsam zusammen zu sitzen, zu diskutieren und sich kennen zu lernen.

Infos über die Antifa-Aktionskneipe

Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!