Am 1. Mai laufen keine Nazis!

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Und wenn sie es doch versuchen, dann halten wir dagegen!

Bereits Mitte letzten Jahres hat die Nazi-Partei „Die Rechte“ großspurig einen Aufmarsch für den kommenden 1. Mai rund um die Nürnberger Altstadt angemeldet. Die Antifaschistische Informationsstelle A.I.D.A. aus München berichtet, dass die Anmeldung zurückgezogen wurde. Doch ein Auftreten extrem Rechter am 1. Mai kann deshalb noch nicht völlig ausgeschlossen werden, das haben zahlreiche spontane Auftritte und Verwirrspiele der Nazis in der Vergangenheit gezeigt. Auf der Internetseite der Rechten Bayern steht der Termin weiterhin in der Terminliste (Stand: 21.3.).

Sollte es keinen Naziaufmarsch in Nürnberg geben, bleibt hier der erste Mai zum 8. Mal in Folge Nazifrei. Leider ist die Unfähigkeit der Nazis, am 1. Mai in Nürnberg aufzumarschieren, nicht wirklich beruhigend. Die allgemeine Mobilmachung der extremen Rechten und ihrer Helfershelfer ist in der BRD und ganz Europa unübersehbar. Täglich gibt es rassistische Aufmärsche und Hunderte Anschläge wurden von RassistInnen und Nazis auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte verübt. Die rassistisch-neoliberale AFD fährt zweistellige Wahlergebnisse ein. In Nürnberg findet fast wöchentlich ein Auftritt von Pegida, Der Rechten oder AFD statt. Und dabei können sie sich auf die Polizei und die Stadt Nürnberg verlassen. Über 30 Mal marschierten sie allein 2015 auf. Die Stadt Nürnberg und die Justiz setzen alles daran, die rechten Aufmärsche durchzusetzen und AntifaschistInnen mit Repression zu überziehen. Beinahe jeder der Pegida-Aufmärsche wurde mit einer Sonder-U-Bahn für RassistInnen bestückt. Ganze Stadtviertel wurden regelmäßig den ganzen Tag abgesperrt, um Nazis und anderen Reaktionären ihre Propaganda zu ermöglichen.

Am 1. Mai gehört die Straße uns!

Dieser Entwicklung gilt es entgegen zu treten! Am 1. Mai und an jedem anderen Tag. Der 1. Mai jedoch ist kein Tag wie jeder andere. Er ist unser Kampftag, der Tag an dem wir für unsere Vorstellungen und Träume auf die Straße gehen. Ein Tag, an dem wir unsere Kräfte sammeln für den kommenden Aufstand der Unzufriedenen. Ein Aufstand derer, die sich nicht mehr spalten lassen durch rassistische und sozialchauvinistische Hetze.
Egal ob Nazis nun versuchen am 1. Mai in Nürnberg zu marschieren, wir werden am Kampftag der ArbeiterInnenklasse dagegen halten: Gegen die imperialistische und anti-soziale Politik der Herrschenden. Gegen Nazis und ihre UnterstützerInnen, gegen Militarismus und Polizeistaat. Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Die revolutionäre 1. Mai-Demonstration ist Treffpunkt aller AntifaschistInnen. Geht mit uns am 1. Mai auf die Straße!

Revolutionäre 1. Mai-Demonstration | Auftakt: 11:00 Uhr | Bauerngasse/Ecke Gostenhofer Haupstr., Nürnberg

drucken | 21. März 2016 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.