prekäre&friends im September

Prekäre & Friends: Sa., 03.09. | offenes Treffen ab 19 Uhr, Kneipe ab 20 Uhr | Schwarze Katze

prekärbarprekäre&friends findet jeden ersten Samstag im Monat in der schwarzen Katze statt. Ab und an gibt es einen Vortrag oder Film, immer eine Kleinigkeit zu essen und die Gelegenheit miteinander in Kontakt zu kommen, Aktionen zu planen und unsere Gegenwehr zu organisieren. Es geht darum aus der Vereinzelung auszubrechen – denn nur gemeinsam können wir die Machtlosigkeit gegenüber Chefs, Zeitarbeitsfirmen und Ämtern durchbrechen! Im September haben wir kein spezielles Thema. Kommt vorbei wenn ihr MitstreiterInnen für den Klassenkampf von Unten kennenlernen wollt.

Ab 19:00 Uhr könnt ihr am Offenen Treffen der ISA (Initiative Solidarische ArbeiterInnen) teilnehmen.

Was ist die ISA?
Die ISA ist ein Zusammenschluss von ArbeiterInnen, Erwerbslosen, BetriebsrätInnen und Gewerkschaftslinken. Unser Ziel ist es, uns gegenseitig im Dschungel der Lohnabhängigkeit, aber auch die Arbeitskämpfe anderer solidarisch zu unterstützen. Kaum eine der Schweinereien, die uns heute das Arbeitsleben so schwer machen sind losgelöst voneinander zu betrachten. Leih- und Zeitarbeit bedrohen feste Arbeitsplätze und drücken das Lohnniveau nach unten. Hartz IV führt mittlerweile fast zwangsläufig zu Kürzungen für alle, die nicht spuren, gleichzeitig ist es ein permanentes Bedrohungsszenario, dass Lohnabhängige zu fast jedem Preis arbeiten lässt. Der Niedriglohnsektor dient Unternehmen als frei benutzbarer Pool an billig auszubeutenden ArbeiterInnen, zerstört feste Beschäftigungsverhältnisse und drückt die Löhne. Streiks und Auseinandersetzung um bessere tarifliche Bezahlung werden von Unternehmen und Medien als überzogen und verantwortungslos dargestellt, gleichzeitig kämpfen Union Busting Strategen offen gegen Mitbestimmung durch Betriebsräte und gewerkschaftliche Organisierung.
All dies dient einem Zweck: den Preis für unsere Arbeitskraft so weit wie möglich nach unten zu verschieben, um die Profitspanne der Unternehmen und Konzerne zu verbessern!
Um all dem etwas entgegensetzen zu können, braucht es entschlossene, gemeinschaftlich geführte Kämpfe mit gerechten und weitreichenden Forderungen.
Um all dem etwas entgegensetzen zu können braucht es unsere alltägliche Solidarität!
Deshalb mischen wir uns ein und gehen dazwischen! Wir zeigen uns solidarisch bei Streiks, unterstützen uns bei Ämtergängen, entwickeln Aktionen und Kampagnen gegen Union Busting. Wir zeigen auf, wo Arbeitsunrecht stattfindet und stellen Zusammenhänge her, wo im ersten Moment keine gesehen werden. Und nicht zuletzt versuchen wir eine Perspektive jenseits der Ausbeutung unserer Arbeitskraft aufzuzeigen, eine Alternative jenseits des kapitalistischen Wirtschaftssystems, das für immer weniger Menschen ausreichend zum Leben bietet!

Macht mit bei der ISA!
Offenes Treffen jeden ersten Samstag im Monat im Stadtteilladen „Schwarze Katze“ in Gostenhof.
Kontakt per Mail: isa@critmass.de

Kneipe „prekäre&friends“ und offenes Treffen:
Jeden ersten Samstag im Monat ab 19:00 Uhr
Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1 – Nbg-Gostenhof

drucken | 28. August 2016 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.