Freispruch für Antifaschist! Solidarität schlägt Repression!

flyer_antirep-vorder_final+++ Antifaschist in Nürnberg freigesprochen! +++

+++ Staatsanwaltschaft fordert 8 Monate Freiheitsstrafe auf 3 Jahre Bewährung +++

+++ Staatsschutz hält entlastendes Beweisvideo zurück! +++

Am heutigen Dienstag wurde am 2. Prozesstag ein junger Antifaschist freigesprochen. Angeklagt war dieser, aufgrund einer Aktion gegen einen Infostand der rassistischen Alternative für Deutschland (AfD) im April. Symbolisch sollte damals ein Zaun um den Infostand gezogen werden welcher der AfD die Zäune zurückbringen sollte welche sie so massiv zur Abwehr von Flüchtlingen fordert. Die Aktion eskalierte und so stand der Antifaschist am gestrigen Tag wegen Körperverletzung vor Gericht.
Kurz zusammengefasst: widersprüchliche Zeugen, ein unglaubwürdiger Staatsschützer sowie überzogene Forderungen der Staatsanwaltschaft brachten den für seine Willkür gegenüber linken AktivistInnen bekannten Richter Pruy zu dem Urteil den Genossen freizusprechen.
Dies kann für uns als AAB als Erfolg auf ganzer Linie betrachtet werden. Im Vorhinein wurden unter dem Motto „Antifaschismus ist nicht kriminell! Antifa ist legitim und notwendig!“ mehr als 10000 Flugblätter unter die Leute gebracht, es gab mehrere Kundgebungen und Aktionen und im Prozess wurde eine Erklärung verlesen. Mit der solidarischen politischen Begleitung und Prozessbeobachtung haben wir es geschafft dem willkürlichen Verurteilungstrend in Nürnberg und Fürth entgegenzuwirken und zu zeigen dass ein Angriff auf einen von uns ein Angriff auf uns alle ist und wir uns das nicht gefallen lassen!

Ein ausführlicher Bericht folgt.

drucken | 20. Dezember 2016 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.