Dirty dancing – von dreckigen Deals und historischen Kontinuitäten

Die Beziehungen Türkei/Deutschland im Wandel der Zeiten
Veranstaltung | Freitag, 7. April | 19:00

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

Warum ist die Türkei für Deutschland immer noch „unverzichtbarer Partner“, obwohl mittlerweile jeder weiß, dass sich dort eine Diktatur etabliert? Warum begnügt man sich mit besorgtem Naserümpfen, wenn beim NATO-Partner Menschenrechte außer Kraft gesetzt und kurdische Städte dem Erdboden gleich werden? Mit dem EU/Erdo?an-Deal allein ist das alles nicht zu erklären. Wir müssen zurück in die Geschichte: zur Orientpolitik Kaiser Wilhelms II und der Waffenbruderschaft mit den Jungtürken im 1. Weltkrieg, zur Bagdad-Bahn (erbaut mit Kapital der deutschen Bank) und zum Völkermord an den Armenier*innen, zu den Exildeutschen, geflohen vor der NS-Diktatur oder im Einsatz für den kemalistischen Umbau. Wechselseitige Abhängigkeiten und Seilschaften durchziehen das letzte Jahrhundert der deutsch-türkischen Beziehungen. Geostrategische und ökonomische Interessen fördern ein inniges militärisch-politisches ‚Dirty Dancing‘.
Der HDP-Abgeordnete Faysal Sar?y?ld?z und der Journalist Anselm Schindler werden die historischen Kontinuitäten nachzeichnen und auch auf die aktuelle Situation zu sprechen kommen: die auffällige Zurückhaltung des deutschen Außenministeriums gegenüber den Menschenrechtsverletzungen des AKP-Regimes, die deutlich gestiegenen Waffenexporte, das Schweigen zu den Massakern in den kurdischen Gebieten, die Verfolgungsermächtigung der deutschen Justiz gegenüber kurdischen und türkischen Oppositionellen, die Duldung der ca. 6000 türkischen Geheimdienstmitarbeiter und der Gesandten der Religionsbehörde Diyanet in Deutschland….
Schließlich werden wir auch fragen, wie wir uns mit unseren kurdischen und türkischen Freund*innen gemeinsam zur Wehr setzen können gegen die zunehmenden An- und Übergriffe der AKP-Vertreter.
Eine Veranstaltung des Bündnisses „Frieden für Kurdistan“
in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stifung

Ji Dîrokê heya Îro, Têkiliyên Qirêj Yên Navbera Tirkiye û Almanya
Türkiye/Almanya: Kirli Bir Dans? – Tarihsel Geçmi? Ba?lam?nda

Bugün art?k Türkiye’de bir diktatörlü?ün kendini ikame etmeye ba?lad??? herkesin malumu olmas?na ra?men, neden hala Türkiye Almanya icin „Vazgecilmez bir Ortak“tir? Nato üyesi Türkiye’de Insan Haklar? ayaklar alt?na al?n?nca ve Kürt ?ehirleri yerle yeksan edildi?inde, neden sadece endi?eliyiz demekten ileri gidilemiyor?
Bu sadece Avrupa Birli?i ve Erdo?an aras?ndaki mülteci antla?mas? ile aç?klanacak bir durum de?il. Bu sorularin cevaplar?n? daha gerileri gidip tarihte aramal?y?z; II.Kayser Willhelm in Do?u Politikasina ve 1. Dünya sava??nda Genç Jöntürklerle olan Silah arkada?l???na, Ba?dat demiryollar?n?n in?as?na(Alman Bankas?n?n sermayesi ile in?a edildi) ve Ermeni Halk?n?n soyk?r?m?na, Nazi almanyas?ndan türkiye’ye kaçanlara yada Kemalist yeniden yap?lanmaya bak?p cevaplar aramal?y?z. Kar??l?kl? ekonomik ba??ml?l?k ve ticari ili?kiler Türk-Alman ili?kilerinin son yüzy?l?n? ?ekillendirdi. Jeostratejik ve ekonomik ç?karlar böylesi samimi askeri ve siyasal kirli bir oyunu/dansi gerektirmektedir.
Alman D??isleri Bakanl???n?n Akp rejiminin Insan Haklar? ihlalleri kar??s?ndaki gözle görülen sessizli?i, bariz bir ?ekilde artan silah sat??lar?, Kürt Bölgelerindeki katliamlara kar?? sessizlik, Alman yargi kurumlar?n?n Kürt ve Türk sistem muhaliflerine kar?? yürüttü?ü soru?turma/ko?u?turmalar, Türkiye’nin Almanya ya gönderdi?i bilinen 6.000 civar?ndaki istihbarat eleman?na ve Diyanetin gönderdi?i imamlara kar?? gösterilen sab?r ve suskunluk…
Tüm bu konular? birlikte konu?mak, tüm muhalifler olarak birlikte hareket etmek, Akp bask? rejimi ve sald?r?lar?na kar?? Türk ve Kürt dostlar?m?zla nas?l bir direni? örgütleyece?imizin sorular?na cevap bulabilmek için ;
HDP ?irnak Milletvekili say?n Faysal Sar?y?ld?z ve gazeteci say?n Anselm Schindler bu tarihsel ili?kileri ve son siyasal geli?meleri anlatmak için bizimle beraber olacaklar.
Haz?rlayan „Kürdistana Bar??“ inisiyatifi

Freier Eintritt

drucken | 2. April 2017 | Interventionistische Linke (iL) - Nürnberg

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.