Alles für Alle! – Gemeinsam in die revolutionäre Offensive!

Revolutionäre 1. Mai Demonstration 2017
11:30 Uhr | Gostenhofer Hauptstraße / Bauerngasse

mai17Internationalistisches Straßenfest |  ab 14 Uhr | Müllnerstraße

mit FAT Tonies + Sans Frontiéres + Minipax + Harte Arbeit, karger Lohn und Austellungen, Infoständen, Essen & Trinken

Kapitalismus 2017. Ein schwachsinnigeres Wirtschaftssystem kann man sich fast nicht vorstellen. Die Menschheit produziert unfassbare Reichtümer, aber fast niemand kann zufrieden leben. Egal was technischer Fortschritt und Organisation der Produktion mittlerweile leisten: am Ende bleiben immer einige Wenige, die die Gewinne einfahren. Und der große Rest – der das ganze Leben lang rennt, konkurriert, Ellbogen ausfährt und nach dem individuellen Glück sucht?

Oder einfach Scheiße frisst? Mit Glück kannst du jeden Tag arbeiten, fressen, saufen, fernsehen, ab und zu Sex, ab und zu Kneipe, ab und zu neues IPhone. Irgendwann kommt die Frage: war‘s das? Herzlich willkommen in der Scheiße, Quarter-Mid-Postlifecrisis und Burnout und Stresssyndrom und Fuck.

Mit Pech hast du diese Probleme nicht mal. Jenseits der Mauern der Festung Europa, in den Wüsten der Welt, suchen die Menschen nach Trinkwasser statt individuellem Glück. In den Städten des globalen Südens sammeln die Menschen die Abfälle, die aus den kapitalistischen Zentren bei ihnen abgeladen werden zur Verwertung, und fressen die Lebensmittelreste, die hier nicht verkauft werden können. Abfälle aus Rohstoffen, die die jetzigen Müllsammler als Kinderarbeiter aus den Giftminen geholt haben. Und Reste, die zu scheiße sind, um sie hier zu verkaufen, aber gut genug, um die dortige Wirtschaft im Konkurrenzkampf um billigste Preise zu vernichten.

So scheiße der Kapitalismus ist, so alternativlos wird er von seinen VerteidigerInnen dargestellt.

Die Versorgung aller Menschen mit allem, was benötigt wird, ist heute ohne weiteres möglich. Gesundheit, Wasser, Nahrung, Wohnraum, Medikamente und alles was wir sonst brauchen, könnten allen Menschen zugänglich gemacht werden. Und dafür ist immer weniger menschliche Arbeit notwendig. Der technische Stand der Produktion – Maschinen, Roboter, vernetzte Daten- und Informationssysteme – ermöglicht bei minimalem Arbeitseinsatz maximale Produktion. Wenig Arbeit schafft immensen Reichtum. Reichtum, der das Potenzial für ein schönes Leben für alle hat. Soziale Gleichheit, und damit einhergehende Achtung aller, individuelle Erfüllung durch die eigene Tätigkeit und ein solidarisch menschlicher Umgang miteinander – auch das sind Dinge, die greifbar sind – weltweit. Aber statt weniger Arbeit bei höherem Einkommen, heißt es: weniger Lohn, mehr Arbeit, weniger soziale Sicherheit. Statt Wohnraum für alle heißt es: Mieterhöhung und Verdrängung. Statt solidarischem Arbeiten und Leben: Karriere, Ellbogen, Egoismus. Statt freiem Zugang zu Nahrungsmitteln: anstehen bei den Tafeln – oder verhungern, wenn du im falschen Land lebst. Statt Zugang zu medizinischer Versorgung: Klassenmedizin – oder flächendeckende Experimente an Menschen und Organhandel in den ärmsten Gegenden der Welt. Das Versprechen des Kapitalismus auf Wohlstand für alle war schon immer eine Lüge – mittlerweile ist es endgültig zur Farce geworden!mai_17_1

Wo ist der Reichtum, der uns allen jahrzehntelang global versprochen wurde? Wo ist das gute Leben für alle, das von den Werbetafeln und Werbeclips? Wo ist die soziale Sicherheit und Freiheit? Wo die Selbstbestimmung und Erfüllung? All das liegt in den Bunkern und auf den Bankkonten der Herrschenden. Der Widerspruch zwischen dem was geht (den Möglichkeiten, die der technische und organisatorische Stand der Produktion, kurz gesagt der Produktivkräfte, für alle hat), und dem was ist (den gesellschaftlichen Verhältnissen, unter denen wir gezwungen sind zu arbeiten und leben, kurz den Produktionsverhältnissen), wird immer größer – von alleine wird er sich aber nicht auflösen.

Der Sinn und Zweck des Wirtschaftens liegt im Kapitalismus nicht im Wohlergehen der Menschheit.

Es geht im Kern darum, einen möglichst hohen Wert aus der Ausbeutung der Arbeitskraft zu schöpfen, in Profit umzusetzen und als Kapital anzuhäufen. Die die Mittel zur Produktion besitzen – Kapital, Maschinen, Fabriken – machen Profit. Wer nichts hat außer seiner Arbeitskraft, geht arbeiten. Die Bedürfnisse der Menschen sind dabei scheißegal. Jahrzehntelange Lohnarbeit hilft bei der Suche nach der Erfüllung der Heilsversprechen des Kapitalismus ebenso wenig, wie den falschen Versprechen der Politik zu glauben oder der mai_17_3Leistungsmentalität irgendwelcher vermeintlicher Eliten hinterher zu rennen. Um die Enttäuschung und Wut darüber zu kanalisieren und die Gründe zu verschleiern, greifen die etablierten Parteien und Medien auf altbewährte ideologische Mittel zurück. Rassismus schafft einen äußeren Feind, der unseren „Reichtum“ und unsere „Sicherheit“ bedroht. Patriarchat, Homophobie und Sexismus spalten uns und sorgen gleichzeitig in kleinen harmonischen, bürgerlich-familiären Rückzugsräumen für Befriedung und Sicherheit. Antisemitismus und Verschwörungstheorien verlagern die Verantwortung auf eine unsichtbare, unangreifbare Macht, die hinter den Kulissen die Fäden zieht. Nationalismus und völkische Identität schweißen zusammen, was nicht zusammen gehört, und spalten diejenigen die gemeinsame Interessen zu erstreiten hätten.

Der rechte und reaktionäre Aufschwung, der die Unzufriedenheit der Menschen kanalisiert, dient vor allem der Sicherung bürgerlicher Herrschaft.

Die Priorität dieser Herrschaft ist es, die Bedingungen zur Anhäufung (Akkumulation) von Kapital global sicherzustellen. Ruhe im eigenen Land gehört dazu genauso, wie freie Handelswege, Zugriff auf Rohstoffe und die Erschließung neuer Märkte im Ausland. Um diese imperialistische Einflussübung zu legitimieren und so einen Vorteil im globalen Wettbewerb zu erreichen, braucht das Kapital eine ideologische Rechtfertigung. Nach den menschenverachtenden Kriegen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien usw. glaubt kein Mensch mehr das Märchen vom humanitären Krieg. Rassismus, Nationalismus und Propaganda à la Gauck und von der Leyhen sorgen heute dafür, dass die Interessen des Kapitals als die eigenen wahrgenommen werden, und schweißen so zusammen, was nicht mai_17_2zusammen gehört: AusbeuterInnen und Ausgebeutete. Und bringen sie als „Volk und Nation“ in Stellung gegen „die Anderen“, gegen die „unsere“ Interessen verteidigt werden müssen. So wird jede Grundlage von internationaler Solidarität und klassenbewusstem, grenzenlosem Handeln angegriffen. In der Konsequenz führt das zu Hass, Chauvinismus und Krieg. Die Interessen des Kapitals sind national und regional verschieden und werden von den Nationalstaaten vertreten und durchgesetzt. Und das vor allem gegen die Interessen anderer Staaten und Kapitalfraktionen. Die Mittel dazu sind Krieg, Ausplünderung, Embargos, Strukturanpassungen – und klassisch nationaler Protektionismus. Die Folge sind Tod, Hunger und bittere Armut.

Die Millionen Menschen, die dadurch zur Flucht gezwungen sind, werden in den imperialistischen Zentren wiederum in jeder erdenklichen Weise instrumentalisiert, um reaktionäre Ideologien anzuheizen. Neben Rassismus werden dabei vor allem Chauvinismus und Sexismus in die Köpfe der Menschen betoniert. Flüchtende Männer werden als Invasoren dargestellt, die die Rechte von Frauen mit Füßen treten, als kulturell festgelegte Grabscher und Vergewaltiger. Während in der BRD der größte Teil der Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe im direkten familiären Umfeld geschehen, gehen Männer in rassistisch-nationalistischer Manier auf die Straße oder ins Internet, um die Rechte „ihrer“ Frauen zu verteidigen. Der Staat verschärft Asylrecht und Überwachung – vor patriarchaler Gewalt und deren Auswirkungen werden Frauen unabhängig von ihrer Herkunft kaum geschützt, weder juristisch noch institutionell. Was übrig bleibt, sind chauvinistisch patriarchale Ideologie, Nationalismus und Rassismus.

Der deutsche Imperialismus hat sich in den vergangenen 15 Jahren seine Machtposition vor allem ökonomisch gesichert.

Der Abbau des Sozialstaats unter der rot-grünen Regierung seit 2003 (Agenda 2010), Leiharbeit und Werkverträge, Soloselbstständigkeit, Hartz IV, Ein-Euro-Jobs etc. ermöglichten es, die Lohnkosten in Deutschland drastisch zu senken. Die Produktion hat sich damit auf unser aller Rücken enorm verbilligt, der deutsche Exportüberschuss schnellte in Rekordhöhen. Mit dieser arbeiterInnen-feindlichen Politik hat sich Deutschland zu neuer Macht gebracht und diese gilt es jetzt auch militärisch zu sichern. Die Rechnung dafür tragen wir. Denn das Rezept ist global das gleiche: Lohnabhängige werden für die perfekte Verwertbarkeit in Armut und prekäre Lebensverhältnisse gezwungen. Zur Absicherung wird der repressive Staat aufgebaut und reaktionäre Propaganda geschürt. Und gilt es globale Interessen durchzusetzen, sterben auf den Schlachtfeldern sicher keine Vorstandsvorsitzenden.

Im Kielwasser des reaktionären Aufschwungs schwimmt der patriarchale Rollback – als weitere reale und ideologische Stütze der bestehenden Verhältnisse.

Im Kapitalismus ist es die klassische Rolle von Frauen, Reproduktionstätigkeiten ohne Bezahlung auszuführen, zu kochen, putzen, waschen, lieben, sorgen, pflegen. Gleichzeitig hat die Familie eine befriedende Funktion gegen die angestaute Wut und Verzweiflung – als Rückzugs- und Schutzraum, in dem die Welt angeblich noch heil und gesund ist. Durch die frauenfeindlichen Angriffe, die mit der Agenda 2010 einher gingen, wurden diese patriarchalen Strukturen in der BRD (neben Herdprämie und sonstigem reaktionären Scheiß) noch gestärkt: Ausweitung von Teilzeitbeschäftigung im Niedriglohnsektor, befristete Beschäftigungsverhältnisse, Zusammenstreichen staatlicher Leistungen auch für Kinder von Erwerbslosen. All das trifft Frauen besonders: Zwei Drittel der MinijobberInnen sind Frauen. In diesen Jobs werden die Hälfte der Arbeiterinnen für Mindestlohn ausgebeutet. Auch Positionen mit besseren Verdienstaussichten besetzen in der Regel Männer. So werden ökonomische Abhängigkeiten vom Mann geschaffen, wird die Frau auf ihre klassische Rolle festgelegt und die Familie gestärkt. Der patriarchale Rollback ist in der gesellschaftlichen Entwicklung nur logisch – ebenso wie seine ideologische Funktion zur Aufrechterhaltung des Kapitalismus.

Logisch sind auch die Konsequenzen aus der ideologischen Scheiße, die bürgerliche Parteien und Medien jahrelang über uns ausgekippt haben.

An der berechtigten Wut darüber, täglich verarscht zu werden, hat sich nichts geändert. Aber die Ideologie spielt ReaktionärInnen und FaschistInnen, die auf Alternative machen, in die Hände. Sie lenken die Wut in systemkonforme Bahnen – weg von den kapitalistischen Verhältnissen, weg von der sozialen Frage. Mit den so genannten rechtspopulistischen Parteien erlebt der Faschismus ein Comeback – ohne pseudosozialistische Anleihen. Die offen neoliberale Ideologie und die Bereitschaft zur repressiven Gewaltausübung, die Propaganda der Spaltung und Abschottung zur Selbstverteidigung des „Volkes“, die radikale Bekämpfung progressiver und freiheitlicher Ideen und Ideologien – all das gehört zum Programm. Auch wenn diese reaktionären Arschlöcher selbst keine Machtposition innehaben, dienen sie als Steigbügelhalter für die Verschärfung von Abschottung, Repression und Überwachung. Die AFD schreit los – und der ganze bürgerliche Parteienhaufen jeglicher Couleur schreit hinterher. Dienlicher zur Verschärfung der Wehrhaftigkeit des kapitalistischen Staates sind da fast nur noch terroristische Anschläge. Diese werden instrumentalisiert, um Nationalismus anzuheizen, Gesetze zu verschärfen, Überwachung und Repression auszubauen – und so zur Faschisierung des bürgerlichen Staates beizutragen. Der Faschismus ist die schärfste Form kapitalistischer Herrschaft – AFD & Co stehen zur Verteidigung dieser ebenso bereit, wie der restliche Haufen der bürgerlichen Parteien! Die Verteidigung des Status Quo und dieser bürgerlichen Parteien gegen den Rechtsrutsch stellt daher ebenso wenig eine Alternative dar, wie der Rechtsrutsch selbst.

Die herrschende Klasse sichert ihre Besitz- und Eigentumsverhältnisse. Und das muss sie auch! Denn was wäre logischer, als den Herrschenden ihre Herrschaft wegzunehmen?

Den Besitzenden ihren Besitz? Den Reichen ihren Reichtum? Und den Armen ihre Armut? Ins Wanken kommt das Herrschaftsgebäude überall dort, wo Menschen sich nicht in ihre ideologische Rolle zwingen lassen, sich wehren und eigene Kämpfe führen. Kämpfe, die die einzige Alternative zu Kapitalismus und Patriarchat aufzeigen.

Wenn die Menschen und ihre Hoffnungen von der Logik des Kapitals überrollt werden, dann gilt es genau dieser Logik einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Wo Löhne gekürzt und Arbeit verdichtet wird, streiken wir. Im Zweifel auch ohne die Gewerkschaftsführungen. Wo wir keine Chance auf Asyl und gesellschaftliche Teilhabe haben, erheben wir unsere Stimme, organisieren Märsche, bauen Zelte auf, wehren uns gegen Abschiebungen und treten sogar in den Hungerstreik. Wo es keinen Platz für Kollektivität und Solidarität gibt, bauen wir selbstverwaltete Räume auf und verteidigen diese. Wo Menschen in die Armut getrieben werden, vernetzen wir uns über betriebliche Grenzen hinweg, begleiten uns gegenseitig auf die Ämter und organisieren neue Formen sozialer Kämpfe – ohne StellvertreterInnenpolitik. Wo Mietpreise immer weiter in die Höhe steigen, Menschen gekündigt werden, ganze Viertel umstrukturiert, ausverkauft, gentrifiziert, luxussaniert werden, steigen wir aus der kapitalistischen Logik „Wohnraum für Geld“ aus, schließen uns zusammen, organisieren Demonstrationen, besetzen Häuser, wehren uns gemeinsam. Wo die Herrschenden sich treffen, z.B. beim G7/8/20 oder wie viele Arschgeigen sich halt grad aus welchem Anlass auch immer treffen,  wie dieses Jahr vom 05. bis 07. Juli zum G20 Gipfel in Hamburg, gehen wir auf die Straße und machen klar, dass ihre Herrschaft nicht ewig halten wird. Wo Menschen gezwungen sind zu fliehen, nehmen wir den Kampf gegen Fluchtursachen auf, benennen die Verantwortlichen und greifen sie offensiv an. Überall organisieren wir uns und unseren Widerstand. Und natürlich bekämpfen wir den Faschismus überall wo er sich zu erkennen gibt – auf der Straße, in den Köpfen, im Betrieb! Denn jeder unserer Kämpfe ist auch ein Kampf gegen falsche Ideologie. Ob um Wohnraum, um Bleiberecht und Anerkennung, ob um Beteiligung und Mitbestimmung oder um gerechte Löhne – jeder dieser Kämpfe ist ein Kampf gegen Faschismus und rechte Hetze!

Um im Kampf gegen das kapitalistische Unrechtsregime erfolgreich zu sein, brauchen wir vor allem eins: eine gemeinsame, schlagkräftige Linke, die sich nicht an Teilbereichskämpfen entlang organisiert und abkämpft, sondern entlang der gesellschaftlichen Verhältnisse!

Der herrschenden Klasse etwas entgegenzusetzen heißt, sich als Klasse der Ausgebeuteten und Unterdrückten zu organisieren und die Kämpfe gegen die Herrschenden zu verbinden. Es bedeutet, sich stark und solidarisch zu organisieren, unabhängig von Herkunft, Geschlechtern, Sexualität oder sonstigen Spaltungslinien, die der Kapitalismus in unsere Köpfe gepflanzt hat. Das bedeutet nicht, die Teilbereichskämpfe um Geschlechtergleichheit, gegen Rassismus und Faschismus, gegen Antisemitismus und soziale Ausgrenzung nicht zu führen. Im Gegenteil: es bedeutet, sie in die Mitte des gesellschaftlichen Kampfes um Bedürfnisbefriedung, Beteiligung, Selbstbestimmung und globale Solidarität aufzunehmen, statt sich am gesellschaftlichen Rand selbstzerstörerische Scharmützel zu liefern. Es geht um die fucking Bäckerei, scheiß auf Kuchenkrümel!

Die arbeitende Klasse hat weltweit ein gemeinsames Interesse: Ausbeutung und Unterdrückung im Namen der Profitwirtschaft zu überwinden und eine solidarisch arbeitende Gesellschaft aufzubauen, die der ganzen reaktionären Scheißideologie den Boden entzieht. Ohne Revolution wird es keine gerechte, freie Welt geben! Die Sehnsucht nach einer solchen geeinten und solidarischen Welt und die Sehnsucht nach einer schlagkräftigen und solidarischen Organisierung ist in weiten Teilen der revolutionären Linken deutlich zu spüren – und machen Hoffnung. Denn die Verschärfung der Verhältnisse, die politischen und wirtschaftlichen Erdbeben, sind Zeichen des Verfalls und Vorboten einer nachhaltigen und tiefgreifenden Umwälzung der Verhältnisse.
Die bestehende Machtordnung ist nachhaltig erschüttert, der Kapitalismus ist in Selbstverteidigungshaltung – was fehlt sind die AngreiferInnen, die das Feuer an die Lunte der inneren Widersprüche legen.
Noch.
Holen wir die Feuerzeuge raus!

Kampf den ProfiteurInnen und VerteidigerInnen der falschen Ordnung!
Kampf der neoliberalen Ideologie, die individuelle Möglichkeiten verspricht, aber uns nur spaltet! Kampf den HeuchlerInnen, den Sich-EinrichterInnen und den falschen Kollektiven! Für eine Welt, die ihre Möglichkeiten nutzt – Für die klassenlose Gesellschaft!
Heraus zum revolutionären 1. Mai, dem Kampftag aller Arbeiterinnen und Arbeiter! 

es rufen auf: AK Ohm gegen Rechts | Antifaschistisches Aktionsbündnis | Antifaschistische Linke Fürth | Antiimperialistische Initiative | Atif Nbg. | Arsch & Friedrich Kneipenkollektiv | AStA TH Nbg. GSO | Autonome Bande Memmingen | DKP | Feministische Perspektiven | Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter Union | Freidenker | Fürther Sozialforum | Initiative solidarischer ArbeiterInnen | Interventionistische Linke Nbg. | Junge Welt Leserinitiative | Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen | Kunstverein | MC Kuhle Wampe | Organisierte Autonomie | Pension Ost | Prolos | Revolutionär organisierte Jugendaktion | Solidarität International | [ ??solid] Nbg. | Sozialistische deutsche Arbeiterjugend | Wagenkommando mobile Architektur | Projekt 31

die Durchführung unterstützen: Bündnis „Fluchtursachen bekämpfen“ | Initiative Mietenwahnsinn stoppen | Rote Hilfe Nbg./Fü./Erl.

drucken | 20. April 2017 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.