Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine

Am Freitag, den 12. Mai 2017, um 10.00 Uhr beim Verwaltungsgericht in Regensburg, Haidplatz 1, hat eine ukrainische Familie Gerichtsverhandlung, wo es um ihrem weiteren Aufenthalt in Deutschland geht. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat den Asylwunsch der Familie abgelehnt, weshalb nun eine gerichtliche Überprüfung stattfindet. Die Familie hat bis zu den Kampfhandlungen dort in Ruhe leben und arbeiten können. Ihnen ist es nicht schlecht gegangen. Aufgrund des Krieges, den Kampfhandlungen und der damit einhergehenden Unsicherheit in der Ukraine, musste die Familie fliehen.

Bei einem brutalen Brandanschlag am 2.Mai 2014 auf das Gewerkschaftshaus in Odessa kamen mindestens 48 Menschen ums Leben, mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Nach wie vor sperrt sich die aktuelle ukrainische Regierung vor einer Aufklärung. Sogar der Europarat hat die Ukraine deswegen gerügt. Der Mordanschlag auf das Gewerkschaftshaus in Odessa am 02.05.2014 ist als Sinnbild für die Gewalt und die unsicheren Verhältnisse in  der Ukraine zu verstehen. In ein Land, in dem solche Verbrechen an der Tagesordnung stehen, abzuschieben, ist Mord!
Kommt zur kritischen Prozessbegleitung an diesem Freitag, den 12. Mai, um 10 Uhr zum Verwaltungsgericht Regensburg!

Kein Mensch flieht freiwillig! Keine Abschiebungen nirgendwohin! Abschiebungen verhindern! Solidarität aufbauen! Fluchtursachen bekämpfen!

drucken | 8. Mai 2017 | Revolutionär organisierte Jugendaktion

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.