Kein AfD Auftritt am 09. September in Nürnberg!

Raus auf die Straße gegen die rassistische AfD Wahlkampfveranstaltung in der von der Stadt Nürnberg zur Verfügung gestellten Meistersingerhalle!
Unsere Wahl: soziale Revolution!

Wieder einmal versucht die Alternative für Deutschland (AfD) in Nürnberg auf Stimmenfang zu gehen und wieder einmal wird ihr dafür von der Stadtverwaltung des Oberbürgermeisters Maly (SPD) eine städtische Liegenschaft auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände anstandslos zur Verfügung gestellt. Unmittelbar vor der Bundestagswahl wird damit u.a. dem rechten Hetzer und Rassisten Alexander Gauland eine Bühne geboten, der im Rahmen der AfD Veranstaltung auftreten soll.
Im Lauf der letzten beiden Jahre mussten wir in Nürnberg neben zahlreichen Infotischen der rassistischen AfD schon über 50 Auftritte neonazistischer Kleinstgruppen, von PEGIDA und anderen rechten RassistInnen ertragen. Immer wieder leisteten AntifaschistInnen gegen diese Auftritte Widerstand, machten mit unerschütterlicher Kontinuität klar, dass sie nicht zulassen, dass menschenfeindliche Propaganda zum alltäglichen Stadtbild gehört. Die Stadt Nürnberg trug zu diesen antifaschistischen Aktivitäten nichts bei. Sie genehmigte stattdessen Infotische und Aufmärsche von RassistInnen und FaschistInnen am laufenden Band. Egal wie wenig HetzerInnen die größten Plätze Nürnbergs belagern wollten. Die antifaschistischen Gegenproteste wurden hingegen von der Stadtverwaltung und der Polizei mit Schikanen und Repression terrorisiert.

Rassismus spaltet – Wir aber lassen uns nicht spalten!

In Gostenhof haben wir uns deshalb in den letzten Jahren gegen Naziaufmärsche und Kundgebungen gestellt: ob Pro Deutschland, die AfD, die Rechte oder Nazi-Kameradschaften und NPD – jedes mal haben sich ihnen hunderte bis tausende Entschlossene in unserem Stadtteil in den Weg gestellt. Sie wurden gestört und abgeschottet, rassistische und faschistische Propaganda im Lärm erstickt. Ein Nazi-Aufmarsch wurde von über 1500 GostenhoferInnen und ihren FreundInnen blockiert und dadurch verhindert. Keine rechte, rassistische Propaganda in Gostenhof und auch nicht anderswo! Lautete schon immer unser Motto.
Auch jetzt am 09. September werden wir deshalb die AfD im Nürnberger Süden nicht in Ruhe lassen.

Wir lassen uns nicht täuschen

Wir wissen, dass die AfD keine Alternative zu den herrschenden Verhältnissen ist, die uns das Leben tatsächlich schwer machen. Es genügt ein kurzer Blick in ihr Programm, um sie zu entlarven: Steigerung der Lebensarbeitszeit, Senkung bis hin zur Abschaffung von Sozialleistungen, Wiedereinführung der Wehrpflicht, Ausbau des Überwachungsstaats, Privatisierung von kommunalen Wohnraum. Konsequent richtet sich ihre Politik gegen die Interessen und Bedürfnisse der Mehrheit – gegen die Interessen von ArbeiterInnen, Frauen, MigrantInnen, Geflüchteten, MieterInnen, Homosexuellen, RentnerInnen und Erwerbslosen. Kurz gesagt, das Programm ist noch neoliberaler und menschenfeindlicher als die CSU den Kapitalismus in Bayern eh schon gestaltet.
Nur folgerichtig wollen sie mit ihrer widerlichen Haltung zu sozialen Fragen und vielen anderen Inhalten ihrer Politik auch gar nicht so stark in der Öffentlichkeit Präsenz zeigen. Sie präsentieren sich stattdessen als Protestpartei gegen die alten Eliten. Einem internen Strategiepapier nach setzen sie in Wahlkämpfen weiterhin nahezu ausschließlich auf Rassismus, Nationalismus und Spaltung, weil sie befürchten, mit der ganzen Wahrheit über ihre Politik viele ihrer potentiellen WählerInnen vor den Kopf zu stoßen. Sie hoffen, dass der „kleine Mann“, für den sie sich angeblich einsetzen, niemals einen Blick in ihr Grundsatzprogramm wirft, die „kleine Frau“ wohl erst recht nicht. Der altbewährte Kleister des Rassismus und Nationalismus soll einerseits zusammen halten, was nicht zusammen gehört und andererseits die Mehrheit in sich bekämpfende Interessensgruppen spalten. Den Kapitalisten und die Arbeiterin sehen sie im selben Boot ebenso die Hausbesitzerin und den Mieter. In schwarz-rot-gold gehüllt sollen wir wieder einmal alle gleich sein, egal wer wie viel besitzt, wer für wen schuftet und für wessen Profit bezahlt. Für all die sozialen Verwerfungen, die der Kapitalismus für die Mehrheit mit sich bringt, für Ausbeutung, Ungerechtigkeit und Unterdrückung bieten sie auf der anderen Seite MigrantInnen und Geflüchtete als Sündenböcke an. Als hätten rassistische Konzepte, Spaltung nach Rasse oder Geschlecht, Verschärfungen des Asylrechts oder „Ausländer raus“ Kampagnen an der sozialen Lage der Mehrheit schon jemals etwas verbessert. Gegen alles nichtdeutsche soll sich die Unzufriedenheit richten. Wir sollen uns spalten und bekämpfen statt zusammen für unsere Interessen und Bedürfnisse einzustehen.

Die Bürgerlichen und die RassistInnnen und FaschistInnen

In Zeiten des Wahlkampfs wird einmal mehr klar: geht es gegen RassistInnen, FaschistInnen und Nazis, können wir uns auf die bürgerlichen Parteien nicht verlassen. Ganz im Gegenteil: sie garantieren letztlich die Teilnahme von FaschistInnen an den Wahlen, liefern Wahlkampfkosten-Rückerstattung, stellen öffentliche Räume für rassistische Propaganda zur Verfügung. In ihrem Auftrag setzen Polizeisondereinheiten Nazi-Aufmärsche und rassistische Wahlkampfveranstaltungen gegen antifaschistischen Widerstand durch. Während die bürgerlichen Medien großzügig Zeilen und Sendezeit zur Verfügung stellen, keine Talkshow, keine Zeitungsausgabe ohne inhaltliche Statements und Beteiligung von AfD-RassistInnen auskommt, werden AntifaschistInnen und deren Protest und Widerstand oftmals verunglimpft, totgeschwiegen oder kriminalisiert.
Dass dieses Vorgehen Methode hat, lässt sich an einem Nürnberger Beispiel verdeutlichen. Während Sebastian Brehm (CSU) eine linke Veranstaltung über die Proteste gegen den G-20 Gipfel und Polizeigewalt in Hamburg zum Anlass nimmt, die Streichung der städtischen Unterstützung für das Stadtteilzentrum Desi zu fordern, vermietet die Stadt Nürnberg die Meistersingerhalle an die rassistische AfD. Dass die Stadt nach ihren eigenen Statuten verpflichtet ist, von der Vermietung städtischer Liegenschaften an rassistische Personen, Gruppen oder Vereinigungen Abstand zu nehmen ist, stellt hierbei kein Hindernis dar.
Warum auch? Im Kern gibt es zwischen den bürgerlichen Parteien und der AFD gewisse Gemeinsamkeiten. Sie alle verbindet die Konkurrenz darum, wer die Interessen der sogenannten Wirtschaft, die wir lieber die Interessen des Kapitals nennen, am besten vertritt. Dies ist nur folgerichtig, leben sie doch alle von Parteispenden, zusätzlichen Gehältern aus der Wirtschaft etc., und das nicht schlecht.
Die Interessen der Mehrheit spielen für sie kaum eine Rolle. Nur folgerichtig gehen sie über diese hinweg. Die Unterstützung der bürgerlichen Parteien gilt wie die der angeblichen Alternative für Deutschland einem System, das die Mehrheit der Gesellschaft ausbeutet, von dem letztlich nur eine Minderheit auf Kosten dieser Mehrheit profitiert.
Wann immer unsere Interessen, die Interessen der ArbeiterInnen, Angestellten MigrantInnen, RentnerInnen, SchülerInnen etc. konsequent und solidarisch vertreten werden, herrscht über alle Widersprüche, die es zwischen diesen Parteien durchaus gibt, Einigkeit darüber, dass diese AktivistInnen der Feind sind.

Für unsere Interessen und den Kampf gegen die AFD-RassistInnen und FaschistInnen müssen wir selbst einstehen

Wir können nicht auf bürgerliche Parteien setzen, die an dem Kapitalismus genannten maroden Wirtschaftssystem festhalten und ganz offen die Interessen von Banken und Konzernen vertreten. JedeR spürt heute, wo der Kapitalismus seine Blütezeit auch in der BRD längst hinter sich gelassen hat, die soziale Unsicherheit, die der Kapitalismus für die lohnabhängige Klasse mit sich bringt. Wir spüren alle die wachsende Ausbeutung, die steigenden Mieten und die stetig sinkenden sozialen Leistungen.
So wie es ist wird es nicht bleiben, wir müssen uns deshalb organisieren und gemeinsam für unsere Interessen kämpfen.
Rassistische und faschistische Parteien wie die selbsternannte Protestalternative AfD, stehen in all diesen kommenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen auf der Seite unserer GegnerInnen, auf der Seite der Banken und Konzerne, auf der Seite der herrschenden Klasse. Sie sind deren schärfste Waffe, wann immer es darum geht unsere Rechte weiter einzuschränken, sie stehen Gewehr bei Fuß wenn es in Krisenzeiten gilt, die Interessen des Kapitals durchzusetzen.

Machen wir ihnen bereits heute einen Strich durch die Rechnung!

Kommt deshalb alle zur Demonstration gegen die rassistische Wahlkampfveranstaltung der AfD!

Kämpft mit uns für unsere gemeinsamen Interessen!

Unsere Wahl: soziale Revolution! Gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck!

Demonstration: Sa. 09. September · 10.30 Uhr · Nelson Mandela Platz

drucken | 28. August 2017 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Mittwoch, 30.11.2022

Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg

IM Folgenden dokumentieren wir einen Aufruf, der uns erreicht hat: Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle
Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer