Brandanschläge und Naziangriffe? – Aufruf zu Protest und gemeinsame Erklärung antifaschistischer Vereinigungen.

Brandanschläge und Naziangriffe? – Aufruf zu Protest und gemeinsame Erklärung antifaschistischer Vereinigungen.

In der Nacht vom 26.02.18 auf den 27.02.2018 brannte das Lager der Nürnberger Punk- und Metalkneipe „Bela Lugosi“ nieder. Nur durch Glück kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Wegen diesem und vieler anderer Fälle rufen das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB), sowie Nürnberger Kneipen, Organisationen und Vereine zu Zusammenhalt und Solidarität auf. Mit der folgenden Erklärung protestieren die unterstützenden Gruppen gegen (Nazi-) Angriffe auf antifaschistische Kulturorte, Einrichtungen und Einzelpersonen, den offensichtlichen Unwillen der Polizei Täter*Innen zu ermitteln, bei gleichzeitiger Verfolgung antifaschistischer Aktivist*Innen. Die Unterzeichnenden werden am Freitag den 13. April den Protest gemeinsam auf die Straße zu tragen.
Mit einer Aktion am Dreiherrenbrunnen in der Fürther Fußgängerzone soll auf die Relevanz linker Orte hingewiesen werden. Satirisch wird thematisiert, was nicht nur beim NSU eine große Rolle spielte: Die Unterstützung der Polizei von Rechten. Danach rufen wir dazu auf, sich an den Protesten gegen Pegida zu beteiligen.

Freitag, 13.4.2018 – Fürth, Dreiherrenbrunnen – 17:00 Uhr, Kundgebung gegen Angriffe.
Freitag, 13.4.2018 – Fürth, Hardhöhe – 18.30 Uhr, Protest gegen Pegida.

Eine Häufung von Vorfällen – Zufall?

In den letzten Monaten gab es gehäuft Angriffe auf Menschen, Vereinslokale oder Kneipen. Sie alle eint, dass sie sich für Zusammenhalt und Solidarität einsetzen. In allen Fällen hat es Antifaschist*Innen getroffen. In allen Fällen liegt die Aufklärungsquote der Polizei bei Null. So wurden einer für ihr Engagement gegen Rechts bekannten Fürther Familie Todesdrohungen mit Bezug auf ihre politische Gesinnung an die Hauswand geschrieben. Einem Fürther Journalisten wurde mehrmals durch rechte Sprühereien gedroht. In der Vergangenheit wurde er schon öfters von Nazis bedroht und beleidigt. Unter anderem wurde sein Auto angezündet. Ebenfalls in Fürth, wurden Tafeln die Widerstandskämpfer gegen den Faschismus  ehren, mit Hakenkreuzen beschmiert oder entwendet. In der Nürnberger Innenstadt wurden mehrmals Punks körperlich angegriffen. Bei diesen Fällen sind offensichtlich Rechte die TäterInnen.

Auch gibt es viele Vorfälle, bei denen keine „Bekennerschreiben“ hinterlassen werden. So wurde das Wohnhaus einer antifaschistisch engagierten Familie in der Nürnberger Nordstadt mit übel riechender Farbe angegriffen und die Fassade des linken Stadtteilladens „Schwarze Katze“ in Gostenhof mit Farbbeuteln beworfen. Zwei Mal hintereinander schossen Unbekannte mit Stahlkugeln Löcher in die Scheiben des Gostenhofer Vereins „Dialog der Kulturen“. Schließlich bricht beim Bela Lugosi ein lebensgefährlicher Brand aus. Wenige Monate zuvor wurde der Kneipe Benzin an die Eingangstüre geschüttet – Zufall?

Pöbeleien, Angriffe, Benzin

Der Brand im Lager des Bela Lugosi veranlasste die Unterzeichner*Innen aktiv zu werden. Die Feuerwehr musste mehrmals anrücken. Nur durch Glück kam es nicht zu Toten. Die Kneipe war in den letzten Jahren schon öfter Ziel von rechten Angriffen. Sie ist bekannt dafür ein Ort zu sein, in dem jede*R unabhängig Herkunft, Geschlecht oder kultureller Zugehörigkeit einen ausgelassenen Abend verbringen kann. Um dieses Miteinander zu erhalten, legen die Betreiber Wert auf einen konsequenten antifaschistischen Grundkonsens. Rechten aller Couleur ist ein solcher Ort der Solidarität natürlich ein Dorn im Auge. Immer wieder mussten pöbelnde Nazis herausgeschmissen werden und wurden Gäste auf ihrem Heimweg angegriffen. Außerdem warfen Unbekannte die Fenster ein. Als vorläufiger Höhepunkt wurde Benzin an die Eingangstüre geschüttet, dass sich im gesamten Vorraum verteilte.

Polizei ist nicht an Aufklärung interessiert

Die Polizei ist in allen geschilderten Fällen nicht willens die Täter*Innen zu ermitteln oder in der rechten Szene zu suchen. Die wegen dem Benzin gerufenen Polizisten verweigerten es eine Anzeige aufzunehmen. Die bei dem Brand „ermittelnden“ Beamten fanden in den Akten nicht einmal einen Vermerk über den Benzin-Vorfall. Aktuell schließt selbst die Polizei eine Brandstiftung nicht aus. Ob sie tatsächlich an einer Aufklärung interessiert ist wird sich zeigen.

Der „Dialog der Kulturen“, ist ein linker, migrantischer Verein. Auch nachdem das erste Mal ein Loch in die Scheiben geschossen wurde, verweigerte die Polizei zu ermitteln und machte die Betreiber*Innen selbst verantwortlich. Erst nach dem zweiten Schuss, sahen sie sich bemüßigt, sich die Sache genauer anzusehen. Auch hier gab es bis jetzt keine Ermittlungserfolge. Besonders in Fürth ist dies eine seit über zehn Jahren bekannte Situation. Nazis können hier von den Behörden  unbehelligt Menschen verprügeln, Autos anzünden oder Wohnhäuser angreifen ohne dafür belangt zu werden. Das Büro der Partei „Die Linke“ wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. März mit Farbe angegriffen. Beim Infoladen Beanrio in Fürth wurden eine Woche später die Rolläden mit Steinen beschädigt.

Nazis und Polizei: Hand in Hand gegen Linke

Engagieren sich Antifaschist*Innen werden sie oft selbst Opfer der Ermittlungen. Aktivist*Innen wurden angezeigt, da sie am oben erwähnten Gedenkort ein antifaschistisches Transparent anbringen wollten. Am 31. Mai letzten Jahres demonstrierte eine junge Frau zusammen mit hunderten Schüler*Innen und Aktivist*Innen gegen eine Abschiebung in Nürnberg und wurde mit einer Öffentlichkeitsfahndung – wegen des Werfens einer Weichplastikflasche – gesucht. In Zusammenarbeit mit dem türkischen Staat läuft unter anderem gegen Aktive aus dem Umfeld des Vereins „Dialog der Kulturen“ ein absurdes Terrorverfahren wegen vermeintlicher Unterstützung einer Partei die in Deutschland nicht einmal verboten ist. Drei Nürnberger*Innen mussten deshalb rund drei Jahre in Untersuchungshaft verbringen. Ebenfalls werden in Nürnberg Menschen festgenommen, weil sie gegen den Krieg der Türkei gegen kurdische Autonomiegebiete in Syrien demonstriert haben.

Aus dem NSU lernen – Rechtzeitig, die richtigen Fragen stellen

Oft werden bei rechten Angriffen keine „Bekennerschreiben“ oder ähnliches hinterlassen. Das soll eine seriöse Berichterstattung erschweren, der Polizei den Ermittlungsdruck nehmen und die Opfer in Ungewissheit und eingeschüchtert hinterlassen. Ein Konzept, dass sich schon der NSU zu eigen machte und das jahrelang aufging. Ermittelnde Behörden setzten auch in Nürnberg das Werk der Naziterrorist*Innen fort, indem sie massiv gegen die Angehörigen der Opfer ermittelten – die selben Behörden, die heute kein Aufklärungsinteresse zeigen und Antifaschist*Innen verfolgen. Um zu verhindern, dass Rechte weiterhin Anschläge verüben, Menschen ermorden, die Polizei die TäterInnen deckt und ihnen ein Wohlfühlklima schafft, muss aus dem NSU-Komplex gelernt werden.

Es müssen rechtzeitig und öffentlich die richtigen Fragen gestellt werden:

– Handelt es sich tatsächlich um zufällige Vorfälle, wenn regelmäßig Antifaschist*Innen oder Migrant*Innen angegriffen werden?

– Warum ermittelt die Polizei in diesen Fällen fast nie Täter*Innen?

– Werden wie im Falle des NSU, rechte Täter*Innen von den Behörden geschützt?

Eine starke Bewegung gegen Naziterror

In der Region gibt es unzählige linke Kulturorte, Einrichtungen, Organisationen, Initiativen und Aktivist*Innen, die sich gegen Rassismus, für Frauenrechte, gegen Sozialabbau, für Arbeiter*Innenrechte, eine vielfältige Kultur oder die Überwindung des Kapitalismus und seiner Kriege einsetzen. Eine starke Bewegung, die es seit Jahrzehnten verhindert, dass sich Nazis fest verankern können. Eine starke Bewegung, mit der Gemeinsamkeit, Dorn im Auge der Wirtschaftsinteressen und der Faschist*Innen zu sein. Das macht sie natürlich zur Zielscheibe von staatlicher Repression und Naziterror. Die Organisationen, Kneipen und Vereine fühlen sich nicht nur durch die rechten Angriffe und die Repression der Behörden solidarisch verbunden. Was sie eint sind vielmehr die Gründe für die Anfeindungen. Das einzige, das Schutz davor bietet, ist zusammen zu kommen, sich zu wehren, zu organisieren und kollektiv Druck von unten aufzubauen. Um die Vorfälle der letzten Monate ans Licht zu bringen, Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen und das skandalöse Vorgehen der Polizei öffentlich zu machen, wird daher am Freitag, den 13. April um 17.00 Uhr am Drei-Herrenbrunnen in Fürth zu einer ersten öffentlichen Aktion mobilisiert.

Unterzeichnende Gruppen:

Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg (AAB), Bela Lugosi, Wagenplatz Kristallpalast, Anarchistische Gruppe Nürnberg / ADS, Pension Ost, Rote Hilfe Nürnberg, Organisierte Autonomie (oa), ROJA, Antifaschiste Linke Fürth (ALF), Partizan Nürnberg, Interventionistische Linke Nürnberg

Durchführung der Kundgebung unterstützen:

Bündnis Nazistopp Nürnberg

 

drucken | 3. April 2018 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Terminkalender

Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer