Remembering means fighting – Memmingen sah rot!

Remembering means fighting – Memmingen sah rot!

Bericht der Antifa-Aktionskneipe:

Am Samstag morgen, den 21.04., fuhren wir im Rahmen der Antifa-Aktionskneipe gemeinsam nach Memmingen zur Demonstration „Memingen sieht rot, Remembering means fighting“. Die Demonstration findet bereits seit zehn Jahren zum Gedenken an den Tod von Peter Siebert statt, der am 26. April 2008 von seinem Nachbarn, einem bekennenden Neonazi, mit einem Bajonett erstochen wurde.
Die Fahrt nach Memmingen verlief problemlos, allerdings fanden am Ort des Demonstrationsbeginns (Memminger Hbf) unverhältnismäßige Personenkontrollen durch die Polizei statt. Diesen konnten wir uns jedoch erfolgreich widersetzen. Nach der Aufstellung weigerte sich die Demo eine Dreiviertelstunde los zu laufen. Gründe hierfür waren weitere Personenkontrollen im Bahnhof.

Danach machte sich der Demo-Zug bei bestem Wetter auf den Weg durch die Memminger Innenstadt. Die Stimmung war durchwegs gut und kämpferisch. Auch Passant*innen zeigten sich solidarisch gegenüber der Demo. Auf der Route wurden mehrere Kundgebungen gehalten in Gedenken an den Verstorbenen und in dem Zusammenhang über den gesellschaftlichen und politischen Rechtsruck. Nach ungefähr zwei Stunden kam die Demo zu ihrem Ende am Memminger Hauptbahnhof.

Im Anschluss verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit der Autonomen Bande Memmingen, die uns herzlich aufgenommen hat. Während einige von uns bis zum nächsten Tag dort blieben, machte sich der Rest noch am selben Abend auf den Weg nach Nürnberg.

Einen ausführlichen Bericht findet ihr bei Allgäu Rechtsaußen.

Was macht die Antifa Aktionskneipe?

Beispiele: Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand

Was ist die Antifa Aktionskneipe?

Der Rechtsruck in der BRD hat sich in den letzten Jahren massiv zugespitzt. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und dem rassistischen „Integrationsgesetz“ der CSU. Die Bundesregierung schaffte die Asylgesetze quasi ab und schiebt Geflüchtete in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. In Nürnberg äußert sich der Rechtsruck durch eine faschistische Aufmarschserie die von der Stadt genehmigt und der Polizei gewalttätig durchgesetzt wird.

Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir den Rechtsruck nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus spalten sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden ob wir in einer Welt des Faschismus und Rassismus leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit.

Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!

drucken | 23. April 2018 | organisierte autonomie (OA)