Sa, 07. Juli, 20 Uhr: Offene ISA-Kneipe zur Wohndemo am 14. Juli: Die Wohnungsfrage als Klassenfrage – Vortrag zu Margarete Schütte-Lihotzky

Sa, 07. Juli, 20 Uhr: Offene ISA-Kneipe zur Wohndemo am 14. Juli: Die Wohnungsfrage  als Klassenfrage – Vortrag zu Margarete  Schütte-Lihotzky

Unsere nächste offene Kneipe steht ganz im Zeichen der anstehenden Wohn­demo am 14. Juli, zu der wir, gemeinsam mit vielen anderen Initiativen und Gruppen, aufrufen.

Aus diesem Anlass wollen wir euch die erste weibliche Architektin und Kommunistin Margarete Schütte-Lihotzky (1897-2000) vorstellen. Ihr gesamtes Berufsleben widmete Schütte-Lihotzky der Frage nach dem sozialen Bauen. Deshalb war ihr berufliches Werk auch untrennbar mit ihrer politischen Haltung verbunden. Sie interessierte sich nie für den prestigeträchtigen bürgerlichen Bau, sondern für die Lebensbedingungen der vom Wohlstand Ausgegrenzten.

Schütte-Lihotzky nahm das Elend der Menschen wahr, das mit der ungelösten Wohnfrage zusammenhing, und ent­wick­elte in der Folge gerade in Aus­ein­an­der­set­zung mit dieser Frage ihr ge­samtes Lebenswerk. Anhand dieser spannenden Frau­enbiographie wollen wir uns dem Thema der Wohnungsfrage als Klas­sen­fra­ge annähern und einen Brüc­kenschlag in die heutige Zeit wa­gen: Stagnierende Löh­ne, Minijobs, Leiharbeit, Leistungsverdichtung, Arbeitshetze und Äm­ter­schi­ka­ne machen die Lohnarbeit, bzw. deren Abwesenheit, zur immer größer wer­den­de alltäglichen Hölle.

Doch spätestens seit der Krise boomt das Geschäft mit un­se­rem Dach über dem Kopf – zum einen weil die Kredite so billig zu haben sind, zum an­de­ren weil hohe Renditen über die Mieten zu machen sind. Ein paar we­ni­ge Spe­ku­lan­tIn­nen, Ei­gen­tümerInnen und Immobilienfirmen profitieren so von un­ser aller le­bens­not­wen­digen Grundbedürfnis Wohnen. Wohnen ist in den letz­ten fünf Jahren in Nürn­berg um 25% teurer geworden.
Es bestimmt also letzt­end­lich der Geldbeutel den Wohn­ort, die Größe der Wohnung und die La­ge und nicht un­ser tat­säch­li­cher Bedarf. Wohnen ist eben nicht Grundbedürfnis, sondern Ware. Wie wir den so­zia­len Kampf um das Wohnen und um höhere Einkommen eine an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Perspektive geben kön­nen, wollen wir mit euch ge­meinsam diskutieren.

Wir laden euch deshalb herzlich zur offenen ISA-Kneipe ein. Machen wir uns warm für die Demo.

Wohn-Demo:

Samstag, den 14.Juli 13:30 Uhr, Rathaus Nürnberg

Schluss mit Sozialraub! 
Mietenwahnsinn stoppen!
Globale Bewegungsfreiheit für alle!

Produktion und Wohnraum vergesellschaften!
Kapitalismus abschaffen!

drucken | 2. Juli 2018 | Initiative solidarischer ArbeiterInnen

Terminkalender

Samstag, 28.01.2023

Samstag 28.01. Komm zum Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr

Du hast lust gemeinsam mit anderen zu Spielen? Dann komm vorbei zu unserem Spieleabend im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze. Ganz egal ob Karten- oder Brettspiel hier kannst du im lockeren Rahmen Mitspieler*innen finden und kennen lernen. Daneben wird für leckeres Essen gesorgt sein. Natürlich kannst du gerne auch eigene Spiele, die du schon immer mal ausprobieren wolltest mitbringen - das ist natürlich kein muss. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen gemütlichen Abend. Zwischen 19:00 und 20:00 Uhr findet unser offenes Treffen statt, bei dem wir wie immer Aktivitäten planen um unseren gemeinsamen Interessen als Lohnabhängige und Mieter*innen in Gostenhof Ausdruck zu verleihen und Themen diskutieren die uns im Stadtteil umtreiben.
Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.