1. September – Antikriegstag 2018 Ingolstadt – Zugtreffpunkt Nürnberg

1. September – Antikriegstag 2018 Ingolstadt – Zugtreffpunkt Nürnberg

Ingolstadt: Garnisonsstadt, Rüstungsstandort, CSU- und AfD-Hochburg. In der wohl durchmilitarisiertesten Stadt Bayerns ruft La Resistance Ingolstadt zur Antikriegstags-Demo 2018 auf.

Demonstration am Samstag, den 1.September
Treffpunkt um 16:00 Uhr an der Donaubühne im Klenzepark, Ingolstadt.

Zugtreffpunkt Nürnberg: 13 Uhr Nbg Hauptbahnhof Ost-Halle.

Der Aufruf ist erschienen, die Mobilisierung kann beginnen! Das Mobivideo findet ihr hier.

Bayern „die Vorstufe zum Paradies“, zumindest, wenn man der CSU glauben darf. Blickt man allerdings hinter die Kulissen, wird schnell klar, dass Bayern in erster Linie ein wichtiger Rüstungsstandort ist, von dem aus Krieg und Tod in die ganze Welt exportiert werden. Das bringt Wohlstand und Reichtum ins Land, allerdings auch den eher unfreiwilligen Import des Ergebnisses dieser Politik: Menschen, die direkt betroffen sind von Gewalt, Krieg und Tod und der wirtschaftlichen Zerstörung ganzer Landstriche und die davor fliehen.

Gegen genau diese Geflüchteten wird die Bevölkerung in der BRD von den bürgerlichen Parteien von FDP bis AFD aufgehetzt, um sie so zu spalten und von den eigentlichen eigenen Problemen abzulenken. Eben diese bürgerlichen Parteien sind es auch, die seit Jahrzehnten deutsche Waffenexporte in alle Welt genehmigen und dem Kapital so Milliardengeschäfte mit dem Krieg bescheren –  die Folgen dieser Politik wollen sie hingegen nicht sehen. Vor allem in Ingolstadt, einer Hochburg der CSU, ist dies klar zu erkennen – in der Stadt selbst und im nahegelegenen Manching befinden sich zahlreiche sog. „Ankunfts- und Rückführungszentren“ – ein mehr als beschönigender Ausdruck für Abschiebelager, in denen „Geflohene ohne Bleibeperspektive“ in miserablen Zuständen hausen müssen und gezielt von der Öffentlichkeit abgeschottet werden.

Doch die Menschen fliehen nicht ohne Grund oder – wie gerade aus weiten Teilen der bürgerlichen Parteienlandschaft zu hören ist, um „uns“ hier irgendetwas wegzunehmen – sie fliehen vor Zerstörung und Krieg in ihrer Heimat. Und Kriege entstehen nicht einfach so, im Hintergrund stehen Profitinteressen, auch die von deutschen Firmen wie Kraus Maffai in München und EADS in Manching. Dabei geht es nicht nur um die oben erwähnten Waffenexporte. Kriege werden geführt, um Rohstoffquellen, Absatzmärkte und wichtige wirtschaftsstrategische Orte wie z.B. Häfen, zu erobern und zu verteidigen. Der Kapitalismus, also das Wirtschaftssystem, das derzeit so gut wie weltweit herrscht, braucht Kriege, um weiter zu existieren. Und von diesen Kriegen mit ihren zahlreichen Opfern haben wir, die tagtäglich ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, um in diesem System „mitzuhalten“, nichts. Diese Kriege nützen in erster Linie denjenigen, die auf der anderen Seite stehen – also diejenigen, die von Ausbeutung leben – die herrschende Klasse.

Doch es gibt Alternativen auf dieser Welt, die neue Perspektiven schaffen. Als aktuelles Beispiel ist Rojava zu nennen – Rojava liegt im Norden des hart umkämpften Syrien. Die dort lebende kurdische Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten zum Spielball imperialistischer Mächte geworden. Aus diesem Grund schließlich entstand eine kurdische Befreiungsbewegung, die mit dem Aufbau eines Alternativkonzepts zum kapitalistischen Normalbetrieb begonnen hat. Alle Belange des täglichen Lebens werden nun basisdemokratisch durch Räte organisiert. Als Vorbild dient die Idee des demokratischen Konföderalismus, die das friedliche Zusammenleben verschiedener Volksgruppen und die absolute Gleichberechtigung unter den Geschlechtern anstrebt. Natürlich deckt sich diese Idee einer neuen Welt nicht mit den Interessen der Herrschenden, vor allem nicht in einem geostrategisch so wichtigem Gebiet wie Syrien – daher wird dieses Projekt einer solidarischen Zukunft aller Menschen bekämpft – von Wirtschaftssanktionen bis zu kriegerischen Handlungen ist ihnen jedes Mittel recht, um es zu zerstören. Aus diesem Grund muss Rojava verteidigt werden.

Doch die Geschichte hat uns auch gezeigt, dass Kriege auch von unten beendet werden können. Vor hundert Jahren, also 1918, wurde in Bayern die Monarchie gestürzt und wie an vielen anderen Orten deutschlandweit die Räterepublik ausgerufen. Müde vom durch den 1. Weltkrieg hervorgerufenen Leid, gingen die Menschen auf die Straßen und legten ihre Arbeit nieder. Die Ausrufung der Räterepublik sollte die Basis sein für eine friedliche Zukunft, in der keine gesellschaftliche Klasse mehr über die andere herrscht. Doch auch damals wurde dieses Konzept einer solidarischen Gesellschaft von den Herrschenden unterdrückt und letzten Endes blutig niedergeschlagen.

Lasst uns daher heute, hundert Jahre später, dafür sorgen, dass diese Geschichte sich nicht wiederholt. Organisiert euch, bildet selbstverwaltete Strukturen und bringt euch ein.

Für die soziale Revolution!

La Resistance Ingolstadt

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StopWars Ingolstadt

drucken | 20. August 2018 | Prolos

Terminkalender

Samstag, 23.10.2021

Stadtteilclub Reclaim am 23. Oktober: Deutsche Wohnen und Co enteignen!

Ein Gespenst geht um… Die Mehrheit der BerlinerInnen hat sich am 26. September für die Enteignung großer Immobilienkonzerne entschieden. Die Kampagne “Deutsche Wohnen und Co enteignen” hat mit dem erfolgreichen Volksbegehren einen großen Erfolg erzielt und das Thema Vergesellschaftung endlich wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Uns als AktivistInnen interessiert natürlich brennend, wie dieser große Schritt erreicht werden konnte und wie es nun weiter geht. Ist Berlin übertragbar? Wie wurde die Bewegung so stark? Wie geht man mit Widersprüchen in einer so breiten Bewegung um? Diese und viele andere Fragen diskutieren wir mit der Berliner Aktivistin und Journalistin Nina Scholz. Sie wird uns digital zugeschaltet sein und wir sind sehr gespannt, ihre Einschätzungen zu hören und von ihren Erfahrungen zu lernen. Auch wollen wir mit ihr und euch diskutieren, was wir von den Kämpfen aus Berlin lernen können und was sie für unsere Kämpfe vor Ort bedeuten können. Wann? Samstag, 23. Oktober ab 20:15 Uhr Wo? Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstraße 1/Gostenhof Wie immer wird es leckeres Essen ab 19 Uhr geben Offenes Treffen des Stadtteilclubs Reclaim Gostenhof ebenfalls ab 19 Uhr V.i.S.d.P. C. Haller, Adam-Klein-Straße 81, NBG
Dienstag, 26.10.2021

Veranstaltung: Die Reichen sollen für die Krise zahlen!

Multimedialer Vortrag | Di., 26.10.2021 | 19:00 Uhr | Stadtteilladen Schwarze Katze | Untere Seitenstr. 1 Die weltweite Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, dafür aber die Bundestagswahl. Die liberalen Parteien handeln noch aus, wer den neuen Exekutivausschuss des deutschen Kapitals (die Bundesregierung) bilden darf. Was dagegen schon fast fest steht ist, wer für die Krise aufkommen soll: Die Folgen der durch die Pandemie verstärkten Überproduktionskrise werden - wie immer - die Lohnabhängigen zu spüren bekommen. Angesichts dessen, dass die reichsten der Reichen während und durch die Pandemie ihre Profite in historischem Ausmaß steigern konnten, kommt aktuell oft die Frage auf, warum denn nicht mal ausnahmsweise diese Reichen auch dafür aufkommen sollten. Aus unserer Perspektive, also der der Lohnabhängigen, wollen wir uns im Rahmen eines Vortrages damit beschäftigen, wie wir unsere Argumente schärfen und ganz praktisch die Reichen "zur Kasse bitten". Freut Euch auf einen multimedialen Vortrag und wetzt die Argumente für eine anschließende Diskussion.
Freitag, 05.11.2021

26. Linke Literaturmesse mit Verkaufsmesse und Buchvorstellungen

Freitag, den 05.11. bis Sonntag, den 07.11.21 || Kulturwerkstatt auf AEG, Fürther Str. 244d, Nürnberg || 26. Linke Literaturmesse Buchvorstellungen - Lesungen - Verkaufsmesse - Kinderprogramm Der Eintritt ist frei. Programm: www.linke-literaturmesse.org oder hier als PDF www.facebook.com/linkeliteraturmesse Öffnungszeiten: Freitag: 19.00 - 22.00 Uhr Samstag: 10.00 - 22.00 Uhr Sonntag: 10.00 - 15.00 Uhr veranstaltet von: Metroproletan, Archiv & Bibliothek und Gostenhofer Literatur- und Kulturverein
Samstag, 06.11.2021

26. Linke Literaturmesse mit Verkaufsmesse und Buchvorstellungen

Freitag, den 05.11. bis Sonntag, den 07.11.21 || Kulturwerkstatt auf AEG, Fürther Str. 244d, Nürnberg || 26. Linke Literaturmesse Buchvorstellungen - Lesungen - Verkaufsmesse - Kinderprogramm Der Eintritt ist frei. Programm: www.linke-literaturmesse.org oder hier als PDF www.facebook.com/linkeliteraturmesse Öffnungszeiten: Freitag: 19.00 - 22.00 Uhr Samstag: 10.00 - 22.00 Uhr Sonntag: 10.00 - 15.00 Uhr veranstaltet von: Metroproletan, Archiv & Bibliothek und Gostenhofer Literatur- und Kulturverein
Sonntag, 07.11.2021

26. Linke Literaturmesse mit Verkaufsmesse und Buchvorstellungen

Freitag, den 05.11. bis Sonntag, den 07.11.21 || Kulturwerkstatt auf AEG, Fürther Str. 244d, Nürnberg || 26. Linke Literaturmesse Buchvorstellungen - Lesungen - Verkaufsmesse - Kinderprogramm Der Eintritt ist frei. Programm: www.linke-literaturmesse.org oder hier als PDF www.facebook.com/linkeliteraturmesse Öffnungszeiten: Freitag: 19.00 - 22.00 Uhr Samstag: 10.00 - 22.00 Uhr Sonntag: 10.00 - 15.00 Uhr veranstaltet von: Metroproletan, Archiv & Bibliothek und Gostenhofer Literatur- und Kulturverein