Widerständiges Bayern unterbricht Selbstbeweihräucherung der CSU in Regensburg

Widerständiges Bayern unterbricht Selbstbeweihräucherung der CSU in Regensburg
Regensburger GenossInnen bringen Trillerpfeifen, ein Transparent und sogar ein Gummihuhn gegen Söder zum Einsatz – inmitten bierseliger CSU-Fans. Unsere Vorfeude auf die Demo zum Heimatministerium am 6. Oktober in Nürnberg steigt weiter!Auf der Website der Sozialrevolutionären Aktion Regensburg wird berichtet:

Am Dienstag, den 28.08.2018, gelang es etwa einem Dutzend AktivistInnen der Kampagne Widerständiges Bayern, den Besuch des Ministerpräsidenten Markus Söder auf der Regensburger Dult im Hahnzelt zu stören. Mit Trillerpfeifen, Zwischenrufen und einem Transparent mit der Aufschrift „Söder und Rieger zusammen in die JVA, das wäre wunderbar“ unterbrachen die AktivistInnen die Ansprache Söders für eine kurze Zeit.

Anlass für die Aktion war die unmenschliche Politik der CSU, welche in den vergangenen Monaten wieder vermehrt rechte und nationalistische Stimmungsmache betreibt und damit sogar die AfD rechts überholt.

An den Grenzen und aus Deutschland heraus werden täglich Menschen in den Tod geschickt, auf den Meeren lässt man sie ertrinken, während Seenotretter in den Häfen festgesetzt und kriminalisiert werden. Zugleich propagiert die „Christlich-Soziale-Union“ eine scheinheilige Leitkultur, deren Zweck es zu sein scheint, Menschen in Not abzuweisen, in Lagern zusammenzupferchen und ihnen den Zugang zu Arbeit, Gesundheit und das Recht auf ein freies Leben zu verwehren.

Auch geht es der CSU wohl darum, der bayerischen Bevölkerung weiszumachen, dass es ihr an Nichts fehle, solange sie brav für ungerechte Löhne ihrer Arbeit nachgeht und Gründe für gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Probleme bei Geflüchteten sucht, anstatt die tatsächlichen Hintergründe zu erfragen. Die Probleme, mit welchen Menschen hierzulande in ihrem Alltag konfrontiert werden, waren bereits vor der „Flüchtlingskrise“ präsent und werden es auch danach sein.

Beispiele dafür sind die Arbeitslosigkeit, die Minimierung der Rentenbeiträge mit gleichzeitiger Heraufsetzung des Renteneintrittsalters, sowie der Pflegenotstand und vieles mehr. Gerade im Hinblick auf den aktuellen Pflegenotstand sind Aussagen des mutmaßlich korrupten Landtagsabgeordneten Franz Rieger über den Wohlstand und die Zufriedenheit der Beschäftigten in Bayern mehr als nur ein Witz. Er schwingt große Reden während ihm Erpressung und Annahme von Bestechungsgeldern vorgeworfen werden. Aufgrund ihrer menschenverachtenden Politik fordern wir den sofortigen Sturz von Söder und Rieger, sowie der bayerischen Staatsregierung.

Alternativ wären wir auch mit einer Abschiebung in ein „sicheres“ Herkunftsland zufrieden.

Widerständiges Bayern

 

drucken | 30. August 2018 | Prolos

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.