Flyer zur Umstrukturierung des Jamnitzerplatzes

Vor kurzem startete das Beteiligungsverfahren zur Umstrukturierung des Jamnitzerplatzes siehe hier. In den letzten Tagen waren AktivistInnen der organisierten autonommie (OA) und der Initiative Mietenwahnsinn stoppen unterwegs und verteilen das Flugblatt in den Briefkästen Gostenhofs.

Gostenhof wird umstrukturiert und gentrifiziert
• 2014 beteiligten sich über 1000 GostenhoferInnen an einer Stadtteilumfrage der Initiative Mietenwahnsinn stoppen und der organisierten autonomie. Eine überwiegende Mehrheit der Gostenhofer Befragten brachte damals bereits ihre Kritik an der gezielt betriebenen Umstrukturierung unseres Viertels, an Gentrifizierung, Verdrängung und ständig steigenden Mieten zum Ausdruck. Viele befürchteten schon damals – früher oder später – durch unbezahlbare Mieten aus Gostenhof vertrieben zu werden.

• Die SPD geführte Stadtverwaltung ging zugunsten von ImmobilienprofiteurInnen über all diese Stimmen einfach hinweg. Sie behauptete öffentlich, es besser zu wissen als die GostenhoferInnen. Die SPD und ihr Bürgermeister Maly leugneten weitergehend, dass es große Mietsteigerungen und so etwas wie Gentrifizierung in Gostenhof überhaupt gäbe und sprachen von einem sehr ausgeglichenen Wohnungsmarkt in Nürnberg. Einmal in die Welt gesetzt, wiederholten OB Maly und seine SozialdemokratInnen diese Lügen über Jahre hinweg.

• Spätestens seit im August eine Exklusivstudie des Forschungsinstituts F+B und spiegel online veröffentlicht wurde, müsste allerdings auch dem Letzten klar geworden sein, dass wiederholte Lügen, auch wenn sie über Jahre hinweg verbreitet werden, nicht wahr werden. ?Die Untersuchung attestiert Gostenhof eine voranschreitende Gentrifizierung und erklärt, dass die Mieten in Gostenhof in den letzten 10 Jahren um 58% gestiegen sind. Darüber hinaus liegt Gostenhof nach den erhobenen Daten BRD-weit unter den Top 5 der von Gentrifizierung betroffenen Stadtteilen.

• Unser Viertel wird umstrukturiert, gentrifiziert. Viele können sich die dadurch ständig steigenden Mieten kaum noch leisten, andere wurden bereits verdrängt. Dass das oben beschriebene Verhalten der Stadt nicht einfach auf Naivität und Einfältigkeit zurückzuführen ist, muss allen klar sein. Die Stadtverwaltung unter OB Malys SPD ist eindeutig positioniert. Sie vertritt die Profitinteressen der Miethaie und nicht die der Mehrheit. Folgerichtig verhökerte sie über Jahre hinweg den kommunalen Wohnraum, verscherbelt nicht nur in Gostenhof Brachflächen und leerstehende Gebäude, wie das so genannte Schmelzer Areal und zuletzt das Quelle-Gebäude, an Immobilienkonzerne. Die Stadtverwaltung erteilt desweiteren Baugenehmigungen für teure Lofts und Luxussanierungen in Gostenhof wie anderswo und duldet eine beständig wachsende Anzahl Ferienwohnungen in unserem Viertel. So sehen die Tatsachen aus, die von der SPD regierten Stadt Nürnberg Hand in Hand mit HausbesitzerInnen, kleinen und großen ImmobilienprofiteurInnen geschaffen wurden und werden. Ein Ende der in Phasen betriebenen Vertreibung und Verdrängung, die früher oder später auch dich trifft, können wir wohl nur gemeinsam erkämpfen.

Der Jamnitzer Platz
• Jahrelang hat die SPD unter Ulrich Maly den Jamnitzer Platz verkommen lassen. Sitzgelegenheiten wurden von der Stadt entfernt und beschädigte nicht erneuert. Der kaputte Brunnen wurde nicht instandgesetzt und gammelt seit Jahren vor sich hin. Auf Wünsche und Beschwerden der GostenhoferInnen, die neben Menschen aus angrenzenden Stadtteilen den Platz nutzen – auf die Wünsche der Mehrheit also – ging die Stadt nicht ein. Eine von vielen geforderte öffentliche Toilette stellte die Stadt so z.B. nicht zur Verfügung. Der Stadtteilladen Schwarze Katze zeigt sich dagegen solidarisch und lässt PlatznutzerInnen während der Öffnungszeiten unentgeltlich seine Toiletten nutzen.

• Die Klagen und Wünsche einer Minderheit von HausbesitzerInnen und GentrifiziererInnen den Jamnitzer Platz betreffend, erhörte die Stadt Nürnberg dagegen sofort. Ihnen sind u.a. zu viele und zu laute Jugendliche ein Dorn im Auge. Sogleich wurden von der Stadt Hecken entfernt, um den Platz – einem Gefängnishof ähnlich – von allen Seiten einsehbar und überwachbar zu machen. Weiter wurden Tafeln mit allen möglichen Verboten aufgestellt. Für die frisch gebackenen Gostenhofer Immobilienbesitzer am Jamnitzer wurde sogar extra ein runder Tisch eingerichtet. Und wie könnte es anders sein, die Polizei entdeckte, dass unser Park ein gefährlicher Ort ist, an dem vor allem Jugendliche ständig kontrolliert und belästigt werden müssen. Seit Jahren versuchen Polizeibeamte nun alle möglichen Verbote durchzusetzen. Lärm und öffentlicher Alkoholgenuss, beides ein paar Meter weiter in jedem kommerziellen Biergarten zu haben, sollen am Jamnitzer Platz beispielsweise verboten sein. Es kommt deshalb in den Abendstunden mehrmals im Jahr zu brutalen Razzien der Polizei gegen Jugendliche.

• Trotzdem ist der Jamnitzer Platz für viele BewohnerInnen Gostenhofs ein sozialer Treffpunkt geblieben. Er ersetzt vielen den Garten, den man sich nicht leisten kann und für Jugendliche den oft zu teuren Discobesuch. Wir gehen hier mit unseren Kindern hin, führen unsere Hunde spazieren, RentnerInnen verbringen hier die warmen Tage im Freien und wir alle trinken und essen, singen und spielen auch weiterhin hier.

Der Jamnitzer Platz soll umgebaut und umgestaltet werden
• Es ist zu befürchten, dass durch den Umbau des Platzes ein weiterer Ort in Gostenhof geschliffen, sprich gentrifiziert werden soll und die bisherigen NutzerInnen vertrieben werden. Ziel aller städtischen, sozialdemokratischen und polizeilichen Maßnahmen rund um den Platz war es seit langem, die für die Immobilienhaie notwendige ruhige Lage herzustellen, mit der diese – in bewusster Verschleierung der tatsächlichen Lage – in ihren Immobilienanzeigen werben. Es ist deshalb sicher auch nicht völlig abwegig, wenn viele GostenhoferInnen davon ausgehen, dass der Platz zu diesem Zweck über Jahre gezielt der Verwahrlosung preisgegeben wurde um schließlich seine Umgestaltung zu rechtfertigen.

• Der Jamnitzer Platz ist ein zentraler sozialer Treffpunkt in Gostenhof, der auch von vielen aus der ärmeren Schicht der Bevölkerung genutzt wird. Die NutzerInnen des Platzes repräsentieren das laute, kulturell vielfältige und auch rebellische Leben in unserem Stadtteil, das schon lange auch auf der Straße stattfindet. Was hier in Zukunft passiert, ist nicht nur für die NutzerInnen des Platzes von Bedeutung, es betrifft alle GostenhoferInnen. Sollten die bisherigen NutzerInnen durch und in Folge der Umgestaltung vertrieben werden, werden die eh schon teuren Mieten rund um den Platz erneut explodieren. Ein weiterer Meilenstein der Gentrifizierung wäre dadurch erreicht, ein weiterer profitorientierter Zielpunkt der Immobilienkonzerne geschaffen und es wäre nur eine Frage der Zeit bis auch die Immobilienpreise und Mieten in den umliegenden Straßen steigen.

• Aber die Stadt Nürnberg fragt doch diesmal die Bevölkerung, führt Veranstaltungen und eine Onlinebefragung zur Gestaltung des Platzes durch. Ja richtig, sie führt eine Onlinebefragung durch, statt die NutzerInnen auf dem Platz konkret anzusprechen und zielt damit wohl eher auf ImmobilienbesitzerInnen, die bereits zugezogenen Besserverdienenden und GentrifiziererInnen ab. Auf allen bisherigen Werbematerialien der Stadt war folgerichtig bisher auch nur die deutsche Sprache zu finden während auf dem Platz zig Sprachen gesprochen werden und viele NutzerInnen bisher nur schlecht deutsch lesen können. ?In wie weit die Bedürfnisse und Forderungen der NutzerInnen des Platzes in der Planung überhaupt berücksichtigt werden sollen, ist bei dieser Befragung auch unklar. Gibt es demokratische Mehrheitsentscheidungen? Wo endet die Mitbestimmung? Was ist bereits geplant? Was steht fest?

• Aus anderen Städten und Nürnberger Stadtteilen wissen wir, dass es sich bei solchen städtischen Befragungen meist um eine Art Pseudomitbestimmung handelt. Die Betroffenen sollen alibimäßig eingebunden und integriert werden; sie konnten ja mitreden. Alle können Meinungen äußern, Wünsche formulieren, entschieden wird letztlich über unsere Köpfe, die Köpfe der Mehrheit, hinweg.

• Deshalb fordern wir die Plätze, Häuser und Wohnungen zu vergesellschaften und deren Verwaltung in die Hände der NutzerInnen zu geben. Statt der Fortsetzung des über unsere Köpfe hinweg Regierens, statt Pseudomitbestimmung fordern wir Selbstbestimmung der BewohnerInnen und NutzerInnen.

Vertrauen zur sozialdemokratischen Nürnberger Stadtverwaltung haben wir auch bei der Umgestaltung des Jamnitzers wie viele andere GostenhoferInnen aus all diesen Gründen nicht.
• Passiv abzuwarten kommt aber auch nicht in Frage! Deshalb mischen wir uns bereits während der Planung der Umgestaltung des Jamnitzerplatzes ein, nehmen unsere Sache selbst in die Hand!

• Zum Auftakt eigener Aktivitäten die Umgestaltung des Jamnitzer Platz betreffend, haben wir, die Initiative Mietenwahnsinn stoppen – unterstützt durch die organisierte autonomie, deshalb schon vor Monaten immer wieder Kontakt zu den unterschiedlichsten NutzerInnen des Platzes gesucht. Wir haben Gespräche geführt, die Leute nach ihren konkreten Bedürfnissen gefragt und Antworten bekommen. Letztendlich haben wir diese dann in einer Erklärung der NutzerInnen des Platzes zu gemeinsamen Forderungen zusammen fließen lassen. Ziel ist es dabei, unsere gemeinsamen Bedürfnisse, Vorstellungen und Forderungen öffentlich und damit unüberhörbar zu machen. Seit einiger Zeit sammeln wir nun unter den NutzerInnen des Jamnitzer Platzes Unterschriften für die gemeinsame Erklärung:

Wir fordern: Nutzer-freundlich statt Investoren-freundlich +++ Kein Umbau des Jamnitzers ausgerichtet an den Profitinteressen einiger HausbesitzerInnen und VermieterInnen! +++ Keine Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg! +++

Wir sind die NutzerInnen des Platzes. Dieser Platz ist für uns Spielplatz, Café, Kneipe und Jugendzentrum in einem. Wir wollen hier mit unseren Kindern spielen, grillen, eine öffentliche Toilette, mehr grün, die Zusammenlegung der beiden Spielplätze, den Brunnen, wir wollen mit unseren Hunden hier sein – oder mit dem Fahrrad. Was wir nicht wollen, ist Verbotspolitik und Überwachungswahn! Wir wollen gemütliches Licht statt Ausleuchtung, wir wollen Sichtschutz und eine Sprayer-Fläche für Jugendliche, schattige Bepflanzung und Pavillons, in denen sich Menschen auch aufhalten können, wenn es regnet. Wir wollen keine Kameras und keine ständigen schikanösen Polizeikontrollen. Das Alkoholverbot ist ein Witz und dient nur der Kommerzialisierung des öffentlichen Raums während man in der Kneipe ein paar Meter weiter für viel Geld trinken kann bis zum Umfallen. Mit meiner Unterschrift fordere ich also, dass der Platz nach den Bedürfnissen der tatsächlichen Nutzerinnen und Nutzer umgestaltet wird.

• Der Kampf um die Ausgestaltung des Platzes ist mit dieser Erklärung eröffnet! Wir bleiben alle hier, lassen uns nicht verdrängen und vertreiben!

• Alle, die noch nicht unterschrieben haben, können dies vor Ort oder jeden Montag ab 19 Uhr im Stadtteiladen Schwarze Katze, Untere Seitenstraße 1, nachholen.

• Oder wir sehen uns im Stadtteilclub Reclaim Gostenhof; jeden 4. Samstag im Monat ab 19 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze, von 19-20 Uhr offene Anlaufstelle der Initiative Mietenwahnsinn stoppen

• Mittlerweile hat das Beteiligungsverfahren begonnen. Einen Bericht rund um die Ereignisse der ersten Veranstaltung der Stadt Nürnberg zum Jamnitzer Park und weitere Informationen findet ihr auf www.redside.tk/gostenhof

drucken | 6. November 2018 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer