Kapitalismus stürzen – Adel enteignen! Gloria von Thurn und Taxis – Welcome to Hell!

Ein Bauernaufstand für die ganze Familie

Sonntag, 16.12.2018, Auftakt 16:00 Uhr, Bismarckplatz Regensburg

Zugtreffpunkt Nürnberg: 13:12 Uhr in der Osthalle, Hauptbahnhof.

Wir unterstützen den Bauernaufstand in Regensburg. In der Korruptionshauptstadt Bayerns kämpfen unsere GenossInnen gegen Abschiebungen, Rassismus, Verdrängung, Mietwucher und Naziumtriebe. Sie kämpfen für die Rechte von Geflüchteten. Für eine solidarische Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Dabei sehen sich fortschrittliche Menschen in der Donaustadt umgeben von CSU-Klüngeln, korrupten sozialdemokratischen PolitikerInnen, organisierten Nazis und einer reaktionären katholischen Kirche.

Sie sehen sich auch damit konfrontiert, dass mit Gloria von Thurn und Taxis eine Großkapitalistin und selbsternannte Fürstin mitten in Regensburg residiert. Gloria steht für die Vernetzung der reaktionärsten Teile der herrschenden Klasse. Sie gehört zu jenen KapitalistInnen, die in Deutschland offen den politischen und gesellschaftlichen Rechtsruck fördern. Ihr Privatgrundstück durchzieht als Denkmal herrschaftlichen Hohns die Innenstadt, aus der normalverdienende Lohnabhängige verdrängt werden. Das von ihr bewohnte Schloss St. Emmeram hat mehr Zimmer als der Buckingham Palace. Es gehört einer einzigen Familie, während Tausende in der Oberpfälzer Hauptstadt händeringend und vergebens nach erschwinglichem Wohnraum suchen.

Die Sicherheit, die wir gewöhnt waren, zu haben, wird es nicht mehr geben. Genießen Sie das Golfspielen, solange es noch geht.“ (Gloria von Thurn und Taxis)

Auch diesen Winter widmet sich das Bündnis „Kommando Thurn und Taugt Nix“ der „Fürstin“ Gloria als einem in Regensburg nur zu präsentem Symbol für Reaktion, Ausbeutung und die Arroganz der Macht. 

Von Nürnberg aus unterstützen wir die internationalistischen und antifaschistischen Kämpfe in der Oberpfalz. Zeigen wir unseren Freundinnen und Freunden in Regensburg, dass sie beim Kampf gegen Rassismus, Unrecht und Reaktion mit unserer Solidarität rechnen können. Also am 16.12.2018 auf zum Bauernaufstand nach Regensburg!

In den letzten Jahren hat die Polizei wiederholt versucht, durch schikanöse Kontrollen an Zugtreffpunkten unser Demonstrationsrecht einzuschränken. Kommt zum Zugtreffpunkt für die gemeinsame Fahrt nach Regensburg – Wir lassen uns unsere Grundrechte nicht nehmen!

Für die Enteignung der KapitalistInnen und eine Welt, in der die Produktionsmittel endlich allen gehören und die Herrschaft von Menschen über Menschen beendet ist!

Website und Facebook-Auftritt der Sozialrevolutionären Aktion (SRA) aus Regensburg

 

Der Aufruf zum diesjährigen Bauernaufstand:

Gloria von Thurn und Taxis – Welcome to Hell!

Prolog

Regensburg, du verschlafene Perle an der Donau. Zentrum überteuerter Mieten und Kulturangebote im Hamsterrad. Quell von Korruptionsskandalen und aufsteigenden Biosupermarktketten. OH, du schöne neue Baumfreiheit! Ort naiver Spielereien: Ob ein narzisstisch, bajuwarisch anmutendes Museum oder eine Kongress-Beton-Wüste vor den Toren des Bahnhofs – die Phantasie des schlechten Geschmacks hat hier bisweilen Hausrecht. Regensburg, du von Staus und Baustellen ummantelte Oase. In und mit dir wird gestorben und gelebt. Ach Regensburg, regiert und gestaltet vom fiskalpolitischen Sachzwang sowie den zwanghaften Streben nach der Umsetzung der erstbesten Bachelor-Arbeit namenloser BWL-AbsolventInnen – ÖFFNE DEINE AUGEN!

Mitten unter uns hofiert Sie. Die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Vor der Aufklärung geboren und stehengeblieben. Viel Wald und noch mehr Geld – sowie folgende Anekdoten: Gehe von uns!

Episode I

Der katholische Prälat zog im Januar von Augsburg nach Regensburg – als Hausgeistlicher von St. Emmeram. Prälat Wilhelm Imkamp postulierte: „Die Klimaerwärmung hat ihren Grund, dass die Pforten der Hölle so weit geöffnet sind.“Offensichtlich weht ein klimaleugnerischer Geist durch das alte Schloss. Dabei ist der Klimawandel eine der drängensten Zukunftsfragen der Menschheit.

Episode II

Für eine Politikerin der AFD bekundet Gloria in ihrer Kolumne Sympathie: „Ich kenne jedenfalls Beatrix von Storch, eine geborene Prinzessin von Oldenburg, und sie ist seriös, ehrlich und engagiert.“ Unter dem Motto „Gemeinsam hetzt es sich leichter“ gestaltet sich ein fürstliches Kaffeekränzchen mit namhaften Rechts-Außen-Scharfmacherin der völkischen und rassistischen Partei „AFD“ umso angenehmer.

Episode III

Seminare für Rechtspopulisten und alle, die es werden wollen, suchten 2018 in dem fürstlichen Schloss eine neue Heimat. Dem Spiegel-Korrespondenten in den USA verriet der Initiator Bannon (US-amerikanischer Rassist und Antisemit, welcher mitunter Donald Trump zum Amt des US-Präsidenten verhalf), dass er mit der AfD und mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in Kontakt stehe . „Er hat Großes vor. Er wird die rechten Europäer dazu bewegen, den Staat in ihren Ländern zu zertrümmern“, heißt es in der Spiegel-Vorabmeldung des Magazins. Diese Kiste war Gloria dann aber doch zu heiß. Sie ließ es bei guten Gesprächen, einem gemeinsamen Abendessen mit dem Kardinal Müller und Bannon sowie einer weiterhin existierenden engen Verbindung mit besagtem Faschisten.

Episode IV

Das Bündnis „Demo für alle“, das von Hedwig von Beverfoerde koordiniert wird, kritisiert die schulische Frühesexualisierung von Kindern und die sogenannte Homoehe. Hedwig von Beverfoerde fabulierte auf der Demo: „Wir zeigen Flagge für das Grundrecht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder. Wir wollen, dass die ‚Sexualpädagogik der Vielfalt‘ und ihre schamverletzenden Methoden wieder aus den Schulen und Kitas verschwinden.“
An der Kundgebung nahm neben der Fronttransparent tragenden Gloria von Thurn und Taxis der AfD-Landtagskandidat Benjamin Nolte teil. Dieser kritisierte, dass bereits Fünfjährige im Kindergarten und der Grundschule mit Themen wie Analsex und Darkrooms konfrontiert würden.

Nachwort

Wir vermuten, dass du, liebe Gloria, durch all deine Missetaten und menschenverachtende Propaganda eines Tages in der Hölle schmoren wirst (#Vermutung). Dies ist ein Privileg, welches nur überzeugte KatholikInnen, wie du eine zu sein scheinst, genießen dürfen. Wir allerdings werden dafür sorgen, dass die Versuche von dir und deinesgleichen, die Vorhölle auf Erden zu platzieren, auf massiven Widerstand stoßen werden. Für uns bist du nur ein vergängliches Symbol. Du stehst für all die Irrwege und Menschenverachtung, die rechte Kräfte derzeit in diesen Landen zu verwirklichen versuchen. Wir, die für Freiheit, Geist und Kreativität, für Solidarität und progressives Miteinander geboren wurden, sind der Sand in deinem morbiden Getriebe.
Tanzen wir den Widerstand. Tanzen wir den Reaktionären dieser Welt auf der Nase rum.
Nehmen wir uns die Stadt zurück und bauen gemeinsam Stück für Stück eine solidarische und lebenswerte Zukunft auf, in welcher der Mensch sein Gegenüber nicht länger als Kompensationsmoment seiner biographisch implementierten Verzweiflung missbrauchen muss, um sich besser zu fühlen.
Kommen wir aus diesem Grunde ALLE am 16.12.2018 um 16 Uhr auf dem Regensburger Bismarckplatz zusammen. Donnern wir unsere Botschaften und Bässe durch die Gassen dieser Stadt. Viel Konsum für Nichts – viel Tanz um Alles! Wir haben eine Welt zu gewinnen! #AdelVergiftet

drucken | 24. November 2018 | Prolos

Terminkalender

Mittwoch, 30.11.2022

Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg

IM Folgenden dokumentieren wir einen Aufruf, der uns erreicht hat: Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle
Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer