Am 18. und am 23. März auf die Straße!

18. März – Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März wurde von der Internationalen Roten Hilfe 1923 das erste Mal ausgerufen. Mit diesem Tag soll an die Pariser Kommune und deren blutige Zerschlagung 1871 erinnert werden. Jedes Jahr finden an diesem Tag, überall auf der Welt Aktionen gegen Polizeigewalt und staatliche Repression im Allgemeinen statt. In Anbetracht des derzeitigen autoritären Umbaus unserer Gesellschaft möchten wir dieses Jahr am 18. März (17:00 Weißer Turm) und am darauffolgenden Samstag, den 23. März (15:00 Aufseßplatz) ein Zeichen gegen diese reaktionäre Offensive setzen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen diese Jahr im Kontext dieses Kampftages unsere Wut und unsere Kritik an diesen Zuständen sichtbar auf die Straße tragen. Wir rufen hiermit all jene, die nicht mit der Faschisierung unserer Gesellschaft einverstanden sind, auf sich unserem Protest anzuschließen!

Gemeinsam gegen die reaktionäre Offensive!

Spätestens seit dem Zerfall der Sowjetunion, und damit dem größten Regulator des globalen Kapitalismus, erleben wir einen stetigen Rechtsruck weltweit. Denn mit dem Verschwinden der Systemkonkurrenz konnte der Kapitalismus seine politische Hegemonie international und in aller Konsequenz durchsetzen. Die ehemaligen Staaten der Sowjetunion waren nun dem Imperialismus völlig ausgeliefert. In Zuge dieser „westlichen“ Eroberungsoffensive wurde unter anderem in den USA die These vom „Kampf der Kulturen“ entwickelt, eine bedeutende ideologische Grundlage der neuen Rechten. Seit 1991 können wir beobachten wie sich die gesellschaftlichen Verhältnisse Schritt für Schritt zuspitzen. Sei es der immer schneller voranschreitende Abbau von Arbeiter*innenrechten, die totale Destabilisierung von Westasien, die radikale Ausbeutung afrikanischer Staaten, die verheerende Einflussnahme der USA in Lateinamerika oder die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich.immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich. Egal wohin wir unseren Blick auf der Welt richten, die voranschreitende Verelendung der Bevölkerungsmehrheit springt einen förmlich ins Gesicht. Hier in Europa sehen wir uns mit einem brutalen Angriff auf die arbeitende Klasse konfrontiert. Dieser Angriff zeigt sich in mannigfaltigen Facetten. Sei es der ehemalige SPD-Außenminister welcher Deutschland wieder als militärische Großmacht sehen will, der weitere Ausbau des Sektors der Leiharbeiter*innen und der Werksverträgler*innen oder die Agenda 2010. Dass die Menschen eine solche Drangsalierung nicht einfach hinnehmen ist auch den Kapitalist*innen bewusst. Um einen Aufstand oder gar einen Systemsturz zu verhindern, wird dann der Klassenkampf von Oben mit allen noch so niederträchtigen Mitteln geführt. Um eine Einheit der Ausgebeuteten zu verhindern wird Rassismus, Nationalismus, und Sexismus geschürt.In diesem Kontext ist die Partei AfD oder Bewegungen wie Pegida zu sehen. Sie propagieren eine völkische Einheit gegen die Fluchtbewegung aus dem globalen Süden. Damit wird ganz ungeniert von unseren wahren Problemen abgelenkt und welche dort konstruiert, wo keine sind. Probleme sind da, doch sie sind nicht der/die Geflüchtete mit Smartphone, sondern der/die Firmenchef*in mit Milliarden Beträgen irgendwo auf einem Konto in der Schweiz. Wir dürfen dieser Parole des „Kampf der Kulturen“ nicht auf den Leim gehen, sondern müssen erkennen, wer unsere Lebensverhältnisse tatsächlich malträtiert, wer uns und unsere Rechte Tag für Tag mit Füßen tritt, kurz, wer die Zügel in der Hand hat. Und das sind nun mal diejenigen die davon profitieren, wenn unsere Gehälter immer mickriger und unsere Lebenshaltungskosten immer höher werden, die herrschende Klasse. Gegen Sie müssen wir uns zur Wehr setzen. Ein weiterer Teil des Klassenkampfes von Oben ist die Einschränkung unserer demokratischen und bürgerlichen Rechte, also all die Gesetzesverschärfungen der letzten Jahre. Mit Gesetzen wie dem neuen PAG, der Verschärfung des Widerstandsparagraphen (§§ 113,114) oder dem Tarifeinheitsgesetz wird alles von revolutionär über linksradikal bis hin zu dem links bürgerlichen Lager attackiert. Es handelt sich hier um Schläge gegen uns, die lohnabhängige Klasse, direkt und unsere Organisationen. Nun will das Innenministerium gegen eine Organisation vorgehen, welche seit jeher auf der Seite der gesamten Linken steht und uns und unseren gerechtfertigten Widerstand nicht nur einmal solidarisch unterstützte und unterstützt.

Die „Rote Hilfe e.V.“

Die Rote Hilfe gründete sich erstmals in der Weimarer Republik wurde dann während des Nationalsozialismus verboten und nahm spätestens im Zuge der 68er Bewegung und ihrer Studierenden Proteste ihre Arbeit wieder auf. Sie ist eine Solidaritätsorganisation für all jene linke Aktivist*innen, welche sich mit den staatlichen Repressionsorganen, im politischen Kontext, konfrontiert sehen. Sie unterstützt die Menschen die in ihrem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit vor Gericht gezerrt werden auf politischer wie auch materieller Ebene. So auch in Nürnberg im Zuge der Verfahren zu der Abschiebeblockade vom 31. Mai. Mit über 10.000 Mitgliedern ist sie eine der größten Organisationen unserer Klasse in der BRD. Nun will der Innenminister Horst Seehofer diese Organisation verbieten. Mit welchem Ziel das geschieht sollte mittlerweile klar sein. Die systematische Kriminalisierung einer linken Opposition wird nun mal deutlich einfacher, wenn man sie ihrer größten Solidaritätsorganisation beraubt. Wozu das dann führen kann, ließ sich in Deutschland vor 86 Jahren schon einmal Beobachten. Ein Verbot der Roten Hilfe stellt also zwar nur einen weiteren aber durchaus bedeutsamen Schritt ihrer aktuellen reaktionären Offensive dar. Wie weit es mit diesem Verbot ist, bleibt derzeit noch ein Geheimnis des Innenministeriums. Fakt ist aber, dass wir nicht darauf warten dürfen, bis es tatsächlich da ist. Wir müssen schon jetzt durch unsere Solidarität und unseren Widerstand in den Medien und auf der Straße den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen und müssen so verhindern, dass sie mit ihren faschistischen Methoden durchkommen. Wir müssen das historische Moment in dieser Verbotsforderung sehen und uns entsprechend vereint und solidarisch dagegen stellen. Lasst uns unsere Vereinzelung durchbrechen und gemeinsam diesen Angriff abwehren. Denn ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf alle!

Knast? Nichts anderes als Klassenherrschaft!

Weitere Mittel dieser Offensive stellen der Knast und seine Straflogik dar. Im Knast sitzen überwiegend arme Menschen, die meist auch vom Sozialabbau getroffen wurden. Wer wenig Geld hat, wird wahrscheinlicher auch mal im Knast laden, sollte er versuchen sein Überleben anders als mit oder trotz Lohnarbeit zu sichern. Die Entscheidung, welches Verhalten legitim ist und welches nicht, wird anhand der vorherrschenden Meinung getroffen – und die ist die Meinung der herrschenden Klasse. Es ist ebenso diese Straflogik, mit der unsere Klasse ein weiteres Mal gespalten wird. Sind arme Menschen schon von Knast bedroht, so sind es Minderheiten im besonderen Maße. Folgerichtig sitzen in den USA weit über 2 Millionen Menschen in Haft, 2/3 davon People of Colour. Und auch in Deutschland wird der Ausbau der Straflogik massiv vorangetrieben. Seien es die verschärften Form der Unterbringung von Geflüchteten in Lagern und Abschiebehaft oder das in Wert setzen der Gefangenen. In 12 Bundesländern herrscht Arbeitspflicht – zu Dumpinglöhnen von 1 bis 2 Euro die Stunde. Das Voranschreiten dieser Ideen lässt sich nur im Kontext der immer autoritäreren Gesellschaft verstehen. Das Verstärken der Repression gegen eine Klasse funktioniert dann am besten, wenn ein großer Teil der Bevölkerung bereit ist, Knast und Strafe als legitimes Mittel zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen zu akzeptieren. Daher gilt es aus dieser Logik auszubrechen, sich nicht spalten zu lassen und das Band der Solidarität unter uns zu stärken.

Ein Angriff auf den Angreifer ist Selbstschutz!

Lasst uns unseren Widerstand entfalten und in die Öffentlichkeit tragen. Gemeinsam können wir diesem Kampf gegen uns ein Ende bereiten. Dafür müssen wir allerdings mit all unseren Klassenbrüdern und -schwestern solidarisch sein. Denn alleine haben wir gegen die Übermacht des (kapitalistischen) Staates keine Chance. Wenn wir uns gegenseitig zerfleischen schon gleich drei Mal nicht. Nehmen wir uns ein Beispiel an den fortschrittlichen Kräften bspw. in Frankreich oder Griechenland. Im Zuge der Wirtschaftskrise von 2008 wurde Griechenland mit am schwersten getroffen, doch auch der Widerstand ist hier besonders intensiv. Dieser Widerstand brachte nicht nur beeindruckende Proteste hervor, sondern führte in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki unter anderem auch dazu, dass dort seit 2011 ein selbstverwaltetes solidarisches Krankenhaus für alle Menschen entstanden ist. In welchem mittlerweile hunderte Menschen arbeiten. In Frankreich kam es in den letzten Jahren ebenfalls zu massiven sozialen Protesten. Zuerst kam es im Zuge der Arbeitsmarktreform „Loi Travail“ zu einer kleinen Revolte der französischen Werktätigen. Diese Arbeitsmarktreform stellte etwa einen vergleichbaren Angriff wie die Agenda 2010 dar. Aber auch genau jetzt kommt es in Frankreich wieder einmal zu starken Protesten, in Form der Bewegung der Gelbwesten. Aus einem anfänglichen Aufbegehren gegen die Erhöhung der CO² Steuer (Benzinsteuer) hat sich bis heute eine Bewegung entwickelt, deren Forderungen deutlich weitgehender sind. Besonders schön zu sehen war, dass es der Bewegung durch handfeste antifaschistische Arbeit gelang, rechte Vereinnahmungsversuche entschieden zurückzuschlagen. Damit konnten die Lohnabhängigen Frankreichs deutlich zeigen, dass sie nicht weiter auf die Spaltungsversuche des Kapitals hereinfallen. Denn nichts anderes bedeutet der Rassismus, Nationalismus und Sexismus rechter Demagogen, die behaupten auf der Seite der „Kleinen Leute“ zu stehen.Keine der etablierten Parteien hat jemals die Situation der arbeitenden Klasse nachhaltig verbessert und das werden sie auch in Zukunft nicht tun. Um sich dem zu vergewissern reicht ein kurzer Blick auf die Führungsriege der Parteien im deutschen Bundestag. Dann wird recht schnell deutlich, wer dort die Richtung vorgibt und nach wessen Interessen gehandelt wird. Mit Sicherheit nicht die nach denen der Töchter und Söhne der Arbeiter*innenklasse. Wenn wir also diesem Wahnsinn ein Ende bereiten wollen und dieser reaktionären Offensive eine revolutionäre Offensive entgegensetzen wollen, dann kommen wir nicht umhin eine unserer wichtigsten Waffen im Klassenkampf neu zu entdecken. Unser Solidarität. Denn weder das bürgerliche Parlament noch die anderen staatlichen Institutionen werden uns zur Hilfe kommen. Nur wir und nur gemeinsam können die Kraft aufbringen die Notwendig ist um nicht unterzugehen. Dafür müssen wir uns bei weitem nicht in allem einig sein, sondern vorerst lediglich in einem Punkt. Das wir als Arbeiter*Innen Klasse uns gemeinsam uns gegen diese reaktionäre Offensive zu Wehr setzen werden!

 

Freiheit für alle politischen Gefangenen! 

Gemeinsam in die revolutionäre Offensive! 

 

Demo-Vorbereiter*Innen: Gefangenengewerkschaft Soligruppe Nürnberg, Rote Hilfe Ortsgruppe Nürnberg, Revolutionär organisierte Jugendaktion (ROJA) 

Unterstützer*Innen des Aufrufs (Stand 13.03.2019): Revolutionär organisierte Jugendaktion (ROJA), Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg (AAB), Partizan Nürnberg, ATIF Nürnberg, Medya Volkshaus e.V., SJD-Die Falken, Prolos Nürnberg, Organisierte Autonomie (OA), Antifaschistische Linke Fürth (ALF)

 

drucken | 27. Februar 2019 | Revolutionär organisierte Jugendaktion

Terminkalender

Mittwoch, 30.11.2022

Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg

IM Folgenden dokumentieren wir einen Aufruf, der uns erreicht hat: Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle
Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer